Aus der Amazon.de-Redaktion
Um nicht in eine unvorhergesehene Finanzkrise zu geraten, sollten Bauwillige die Kosten sehr genau kalkulieren. Zwar kann an einigen Elementen gespart werden, jedoch nicht an der Heizung, der Wärmedämmung, bei den Bodenbelägen und im Badezimmer. Das lohnt sich nicht. Ein Haus ist ein Wertobjekt, allerdings nur, wenn auch der Standort stimmt. Die Verfasser geben Tipps für die richtige Wahl mit Wachstumspotenzial. Die Kriterien gelten übrigens auch für die Eigentumswohnung, die unter bestimmten Umständen drastisch an Wert verlieren kann.
Manche Käufer lauern auf Zwangsversteigerungen, um günstig einzukaufen. Aber ohne gründliche Vorbereitung kann aus der Schnäppchenjagd ein Flop werden. Auch wer sich sein Eigenheim selber bauen und finanzieren will, muss viele mögliche Fallen umgehen. Worauf zu achten ist, wird ausführlichst beschrieben. Auch nach dem unterzeichneten Kaufvertrag können Probleme wie "getürkte Preise" auftauchen. Pfusch am Bau mit Baumängeln sind eine weitere negative Überraschung, die den Bauherrn empfindlich treffen können. Deshalb ist bei der Bauabnahme Vorsicht und eine gründliche Überprüfung bei ausreichend Tageslicht -- vielleicht sogar mit einem Experten -- angebracht. Auf der beigelegten CD-ROM befinden sich alle wichtigen Infos zur Haftung und andere relevante Hinweise. Das Buch ist ein notwendiges und sinnvolles Hilfsmittel für alle Bau- und Kaufwilligen. --Corinna S. Heyn -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
fortbildung-online.de, 19.10.2006
Kurzbeschreibung
> Teure Fehler vermeiden: Mit diesem Ratgeber erkennen Sie Fallen bei der Auswahl des richtigen Objekts, bei der Finanzierung, beim Konditionenvergleich und nach dem Kauf.
> Praxis-Tipps und Fallbeispiele: Experten geben Insidertipps, damit Sie aus den Fehlern anderer lernen und alles richtig machen. So erarbeiten Sie sich Kompetenz in allen Finanzierungsfragen rund um die eigene Immobilie.
> Auf CD-ROM: Förderprogramme, Checklisten, Musterbriefe, Gesetze und Adressen.
Wie bei allen unbekannten Territorien gilt auch auf dem Immobilienmarkt die Devise, dass die größte Gefahr von Risiken ausgeht, die man nicht kennt. Mit diesem Buch und den Arbeitshilfen auf der CD-ROM umgehen Sie die Fallen oder sichern sich entsprechend ab. Der Immobilienmarkt birgt für Laien viele Risiken. Hier erfahren Sie, wie man sich vor Rsiken bei der Objektauswahl, der Finanzierung oder dem späteren Bezug der eigenen vier Wände schützen kann.
Der Verlag über das Buch
Klappentext
Dieser Ratgeber warnt Sie vor den Stolpersteinen auf dem Weg zu Ihrer Traumimmobilie. Sie erhalten geldwerte Tipps, wie Sie die teuersten Fallen umgehen und Geld sparen können. So finden Sie die optimale Immobilie zu einem günstigen Preis.
> Teure Fehler vermeiden: Mit diesem Ratgeber erkennen Sie Fallen bei der Auswahl des richtigen Objekts, bei der Finanzierung, beim Konditionenvergleich und nach dem Kauf.
> Praxis-Tipps und Fallbeispiele: Experten geben Insidertipps, damit Sie aus den Fehlern anderer lernen und alles richtig machen. So werden Sie kompetent in allen Finanzierungsfragen rund um die eigene Immobilie.
> Auf CD-ROM: Förderprogramme, Checklisten , Musterbriefe, Gesetze und Adressen
Umschlagtext
Über den Autor
Franz Lücke ist Bankkaufmann und Kreditspezialist. Seit 1996 arbeitet er als Ressortleiter >Baufinanzierung< bei der Allgemeinen Deutschen Direktbank (ING DiBa). Zuvor war er in verschiedenen Banken des genossenschaftlichen Sektors im Kreditgeschäft für Unternehmen und Privatkunden tätig.
Auszug aus Immobilienkauf So umgehen Sie die teuersten Fallen von Michael Brückner, Franz Lücke. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
6. Falle: Allein auf die Bank vor Ort setzen
Vermutlich werden Sie Ihre Darlehensanfrage zunächst an Ihre Hausbank richten meist eine ortsansässige Sparkasse oder eine Genossenschaftsbank.
Das ist sicher richtig, denn dort sind Sie schon seit längerer Zeit als guter Kunde bekannt. Allerdings sollten Sie unbedingt Alternativangebote anderer
Baufinanzierer einholen, denn die Bank vor Ort ist meist nicht eben die günstigste.
Die Baufinanzierer lassen sich in drei Kategorien einteilen:
> Banken und Sparkassen,
> Lebensversicherungen und
> Bausparkassen.
In der Gruppe der Banken freilich gilt es zu differenzieren. Hier sind die Filialbanken ebenso vertreten wie die Direktbanken. Zur erstgenannten Kategorie gehören vor allem die regional verankerten
Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken. Sie unterhalten in ihrem
Gebiet meist eine Reihe von Geschäftsstellen oder Filialen, was den Kunden den Gang zur meist entfernter gelegenen Zentrale erspart. Das ist für den
Bankkunden zwar in der Tat bequem, doch gibt es dies nicht zum Nulltarif. Filialen sind teuer (Personal- und Mietkosten), weshalb diese Geldinstitute
in der Regel schlechtere Konditionen bieten als zum Beispiel Direktbanken, die ohne Filialen auskommen und ihre Geschäfte per Internet, Telefon, Fax oder Brief abwickeln.
Hinzu kommen die vielfach noch restriktiven Öffnungszeiten der Filialbanken. Dieser Nachteil tritt exemplarisch bei der Baufinanzierung zutage. Die
meisten Immobilien werden am Wochenende besichtigt, wenn in den Tageszeitungen die Angebote erscheinen. Wer aber samstags Rat bei seinem Banker sucht, steht vor verschlossenen Türen und bekommt am Telefon lediglich den Anrufbeantworter zu hören, der ihm mitteilt, wann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Montag wieder zu erreichen sind.
Auf der anderen Seite verfügen die in der Region verankerten Sparkassen und Genossenschaftsbanken häufig über sehr gute Kenntnisse des lokalen
Marktes. Sie können die Qualität der Lage von Objekten naturgemäß besser beurteilen als eine Direktbank, die ihren Sitz vielleicht Hunderte von Kilometern
entfernt hat. Gerade auf dem Land kennen die Mitarbeiter von Filialbanken zudem die familiären Verhältnisse vieler ihrer Kunden sehr gut, was sich bei der Risikoabwägung als Vorteil erweist.
Verhandlungsspielräume nutzen
Wenn Sie es vorziehen, bei einer ortsansässigen Filialbank ein Baudarlehen aufzunehmen, geben Sie sich nicht mit dem ersten Angebot zufrieden. Meist
besteht noch Verhandlungsspielraum zumal dann, wenn Sie ganz konkret auf günstigere Angebote verweisen können.
Die dritte große Gruppe von Baufinanzierern unter den Geldinstituten bilden die Hypothekenbanken. Diese refinanzieren sich über Pfandbriefe. Das heißt, sie geben diese Papiere an Anleger aus, die Wert auf hohe Sicherheit und eine stetige Verzinsung legen. Das somit vereinnahmte Kapital geben die Hypothekenbanken zu einem entsprechend höheren Zinssatz an Bauherren oder Immobilienkäufer weiter.
Wer mit einer Hypothekenbank zusammenarbeiten möchte, sollte relativ viel Eigenkapital einbringen, denn üblicherweise finanzieren diese Institute nur bis zu einer Beleihungsgrenze zwischen 50 und 60 Prozent. Wer mehr Geld braucht, muss höhere Zinsen zahlen, weil die Hypothekenbanken in diesem Fall die mehr oder minder große Restsumme über eine normale Bank in der Regel innerhalb derselben Gruppe beschaffen.
Günstige Konditionen von Direktbanken
Dass man online Überweisungen veranlassen oder Aktien ordern kann, ist
längst eine Selbstverständlichkeit. Aber kann es funktionieren, ein Haus in
Mecklenburg-Vorpommern von Frankfurt am Main aus zu finanzieren?
Mancher Häuslebauer hat mit dieser Vorstellung noch Probleme und zahlt
daher höhere Zinsen, als er eigentlich müsste.
Die zentrale Baufinanzierung ohne Vertretung vor Ort ist dabei keineswegs
erst seit der Verbreitung des Internets möglich. Die Vorgängerin der Allgemeine
Deutsche Direktbank (ING-DiBa) finanzierte schon Ende der sechziger
Jahre Objekte in der ganzen Republik. Heute zählt die Baufinanzierung
zu einem der Schwerpunkte der mittlerweile zu 100 Prozent zum niederländischen
Finanzkonzern ING gehörenden größten deutschen Direktbank mit
Sitz in Frankfurt, Hannover und Nürnberg.
Wer mit einem Online-Finanzierer zusammenarbeiten möchte, sollte die
Unterschiede beachten. Auf dem Markt lassen sich grob drei Anbietergruppen
unterscheiden:
> Direktbanken, die Darlehen aus eigenen Mitteln vergeben. Hierzu gehört
zum Beispiel die ING-DiBa.
> Die auf die preisgünstige Abwicklung von Wertpapiergeschäften spezialisierten
Direktbroker, etwa Comdirect oder DAB, bieten zwar größtenteils
ebenfalls Baufinanzierungen an, jedoch nicht aus eigenen Mitteln.
Meist wird der Kunde dann an die hinter den Direktbrokern stehenden
Großbanken verwiesen.
> Finanzierungsplattformen und virtuelle Baugeldmärkte nutzen die Möglichkeiten
des Internets, um nach eigenen Angaben das für den User jeweils
günstigste Angebot herauszufiltern. Im Grunde handelt es sich also
um Kreditvermittler. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel der Finanzdienstleister
Dr. Klein, Hypotheken-Discount, Interhyp, Creditweb oder Hypothekenbörse.