Im Nachhinein betrachtet, hätte mich der Titel "Immerhin hatte ich Eltern" vorwarnen sollen. Reduziert wird auf die kleinste gemeinsame Freude, die kleine gemeinsame Normalität (?)- Eltern zu haben.
Beim Lesen der (ohne Frage sehr bewegenden) Schicksale der Pflege- und Adoptivkinder kommen einem jedoch Zweifel, ob diese Variante des Familienlebens wirklich so anstrebenswert ist. Ausgebeutet, Unverstanden, Gedemütigt ... Ungeliebt.
So habe ich das Leben meines zukünftigen Pflegekindes eigentlich nicht vorgestellt. Und so sehe ich auch nicht meine Rolle als Pflegemutter (hier: Pflegemonster).
Fazit: Für die, die dramatische (und das meine ich ohne alle Ironie ... schließlich "urteile" ich hier über wahre Biographien) Lebensgeschichten lesen wollen, ist das Buch geeignet.
Denjenigen, die Anregungen für die Gestaltung des Familienlebens in einer Pflege- und Adoptivfamilie erhoffen oder gar vor der Entscheidung stehen, ein Pflegekind aufzunehmen, kann ich nur raten: Finger weg von diesem Buch!