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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen81
4,6 von 5 Sternen
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am 15. Oktober 2009
Im Januar 1970 begann das ZDF mit der Ausstrahlung der Serie im Vorabend-Programm. Entstanden war sie 1967 in den USA und atmet daher den ganzen Biedersinn der vor-68er-Zeit. Es ist gerade die Mischung aus Kindheitserinnerungen, Retro und Low-Budget-Charme, welche die Serie heute so unnachahmlich attraktiv macht. Sie kam mit einem Stammpersonal von lediglich vier Personen aus: Außer dem Pillenschlucker Stanley Beamish (Stephen Strimpell) war da noch sein Tankstellen-Geschäftspartner Hal Walters (Dick Gautier) sowie die beiden Regierungsbeamten Barton J. Reed (John McGiver) und Harley Trent (Paul Smith). Letztere erteilten Beamish die Aufträge und versorgten ihn mit den nötigen Pillen. Hinzu kamen pro Folge eine Hand voll Nebendarsteller (meist die Bösewichter), ein Gaststar (gern weiblich) und vielleicht noch ein halbes dutzend Komparsen. Jack Arnold - bekannt als "bester" Science-Fiction-Ressigeur der B-Filmklasse - hat die Serie produziert und teilweise auch Regie geführt.

Die Handlung der jeweils 25 Minuten dauernden Folgen ist mit Nonsense durchsetzt. Am beliebtesten war der folgende Gag: Die Kraft, die Beamish aus der Pille bezog, hielt genau 60 Minuten an. In fast jeder Folge kündete das Läuten seiner Armbanduhr das Ende der Wirkung im unpassendsten Moment an, das Beamish zum improvisieren zwang. Selbstverständlich ist er niemals darauf gekommen, das Läuten 5 min. vor dem Ablauf der Wirkung erklingen zu lassen. Und die Gangster verweigerten Stanley die Einnahme einer neuen "Kopfschmerzpille" gern mit dem Hinweis, dass ihre Waffe auf Dauer das wirksamere Mittel sei, um mit dem Kopfschmerz ein für alle Mal Schluss zu machen.

Leider ist die Serie in den USA gefloppt und wurde nach 17 Folgen eingestellt. In Deutschland erlangte sie Kultcharakter, den aber vorwiegend bei Minderjährigen. In diesem Zusammenhang ist mir absolut schleierhaft, warum diese Serie erst ab zwölf Jahren freigegeben wurde. Wenn Stanley Beamisch seine Gegner beim Showdown durch die Luft warf, woraufhin sie alle Viere von sich streckend irgendwo wahlweise hängen-, liegen- oder steckenblieben, so war das eher witzig als brutal. Waffen kamen so gut wie nie zum Einsatz und endeten nicht selten bizarr verbogen in dem Händen des Helden. In jedem Looney-Toons-Cartoon sind Buggs Bunny und Konsorten zehnmal gewalttätiger. Von anderen Anstößigkeiten (Sex oder ähnlichem) kann schon gar keine Rede sein. Ich habe die Serie anfang 1970 als Sechsjähriger gesehen und kenne kaum einen Altergenossen, für den sie seinerzeit nicht zum "Pflichtprogramm" gehörte. Wer seinerzeit ein paar Drops, Smarties oder ähnliches bei sich hatte, wurde schnell zum Superpillen-Helden des ganzen Schulhofs. Die Grundidee mit Stanley Beamisch als einzigem Menschen, der die Superpille, die ihm übermenschliche Kräfte verlieh, einnehmen konnte, kam unseren kindlichen Allmachts-Phantasien sehr entgegen. Ganz nebenbei ist es auch interessant, wie einen die eigenen Erinnerungen täuschen können. Ich habe noch heute Erinnerungsbilder vor Augen, in denen Beamisch ganz anders aussieht. Aber knapp 40 Jahre sind ja auch wirklich eine lange Zeit.

Dreizehn der 17 Folgen sind um 1970 synchronisiert worden. Heutzutage nervt die überzüchtete Schnoddrigkeit, mit der das deutsche Synchronisations-Team um Rainer Brandt (bekannter als Sprecher-Gruppe für "Die Zwei") die Handlung aufpeppte. Die letzten vier Folgen wurden in den cooleren 1980er Jahren synchronisiert und klingen für heutige Ohren wohltuender. Darin hat Beamish die Stimme von Tom Hanks bekommen, was sehr passend ist. Auch die neuere Sprechergruppe hat einigen Witz eingefügt. Für meinen Geschmack einen besseren als die Vorgänger. Zwar sind dabei die - wie auch im amerikanischen Original - eingefügten künstliche Lacher nicht gerade ein Gewinn, aber man überhört sie schon bald.

Ein kleines Juwel ist eine der später synchronisierten Folgen, nämlich 15 (Romanze in Promille), in der eine Familie schwarzbrennender Hill-Billys der Stammbesetzung sowohl auf der filmischen Handlungsebe als auch schauspielerisch durchaus das Wasser reichen kann. Die drei Brüder der Familie sind klar erkennbare Parodien auf die drei Cartwright-Brüder aus der (damals sehr populären) Westernserie "Bonanza".

Fazit:
Ich gebe fünf äußerst subjektive Sterne, weil die DVD mich an angenehme Zeiten vor dem heimischen Fernseher erinnert. Eindeutiges Minus ist das spärliche Zusatzmaterial, das sich auf einige Texttafeln zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Serie beschränkt. Ferner gibt zwar eine auch eine englische Version. aber leider keinerlei Untertitel - weder deutsche noch englische.
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am 6. September 2009
Eigentlich habe ich diese alte Serie aus Spaß bestellt: um meinen Kindern zu zeigen, was wir uns alles anschauten, teilweise ja nur wöchentlich, jeder kannte die Serie. Großes Erstaunen: die Dialoge sind immer noch witzig, die Situationen, in die Stanley Beamish gerät haarsträubend, mein Sohn hatte Lachanfälle. Okay, nichts Anspruchsvolles, aber wunderbar für einen verregneten Sonntag!
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am 5. April 2010
Ach, waren das Zeiten als TV-Serien noch nicht wie die Wilde Jagd aus dem Bildschirm dröhnten. Ein Genuss wie ruhig das alles geschnitten ist. Besonders die Kinder lieber diesen alten Serien-Schinken - und sind danach nicht ratzeputz aufgedreht, sondern spielen vergnügt den Superman mit dem Wetterfleck (Regencape). Kaum zu glauben: So alt ist die Serie auch wieder nicht - und zeigt doch eine ganz andere Zeit!
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am 19. Februar 2011
Die DVD versetzt einen zurück in eine frühere Welt. War man in den Sechzigern "verliebt" in den Mann, der immer wieder Pillen nahm, ist man es heute beim Anschauen der Serie wieder.
Qualität der DVD ist sehr gut, auch die Tonqualität. Also, wir können den Kauf nur empfehlen!
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am 1. August 2009
Lange habe ich darauf gewartet, diese Serie wieder sehen zu können, ich liebte "Immer wenn er Pillen nahm" als kleiner Junge über alles ... Das Bild und der Ton der DVD ist absolut in Ordnung. Das Booklett ist leider etwas sparsam geraten und ein ausführlicher Bonus hätte meine Freude noch etwas gesteigert ... Aber ich kann den Kauf dieser DVD nur empfehlen !
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am 5. August 2010
Die Serie habe ich als Kind geliebt, und sie hat in all den Jahren nichts von ihrem Charme verloren. Die ersten Folgen waren dann auch ein riesiges Vergnügen. Leider kippte der Spaß im letzten Drittel der Episoden dann aber gründlich. Plötzlich hatten die Akteure neue und weit schlechtere Synchronstimmen und die deutschen Dialoge waren stellenweise nur noch albern statt witzig. Das gipfelte darin, dass man die Schurken in einer Folge friesisch sprechen lies, in einer anderen sprach ein Akteur sächsisch. Was haben solche Albernheiten in einer Serie zu tun, die in Amerika spielt?! Schade drum, denn die ersten Folgen waren wirklich klasse!
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am 6. Januar 2010
Diese Serie, produziert von der Regielegende Jack Arnold, ist ein total verrückter Spaß mit vielen sehr überdrehten Darstellern, allen voran der Hauptdarsteller. Diese Serie war mir über Jahre ein Begriff, doch habe ich diese nie gesehen - bis vor kurzem. Der Hauptdarsteller, als Tankwart arbeitend, hat durch einen Zufallsgenerator die Chance erhalten für den amerikanischen Geheimdienst zu arbeiten. Das Problem: Stanley Beamish ist ein trotteliger und doch sehr schwächlicher junger Mann. Doch da kommt der Zufallsgenerator ins Spiel. Denn er ist der einzige Mensch auf Erden, der durch die Pillen ein kraftstrotzender und durchschlagender Typ wird. Wie durchschlagend dies sein kann, zeigen die 17 Folgen auf eine herrliche Weise, wie dies nur in den 60er Jahren gemacht werden konnte!! Sehr lustig für Groß und Klein! Kann ich ich jedem nur ans Herz legen!!
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am 14. April 2013
Seit meiner Kindheit in den Sechziger Jahren hatte ich nichts mehr von dieser Serie gehört, nur Teile des Intros und natürlich der Titel geisterten in der Erinnerung mit meinen Geschwistern herum. Nun also die Möglichkeit, dies endlich einmal wieder auf DVD zu sehen, was am sich schon mal lobenswert ist. Technisch ist die DVD einwandfrei, die Filme sind in Farbe und für 60er Jahre Original gut anzusehen. Dass ich die recht klamaukigen Geschichten darin heute nicht mehr so lustig finde wie als Kind, ist sicher einfach eine Sache des Alters: man lacht halt fünfzig Jahre später über andere Dinge. So emfand ich manches in den Stories doch schon als beinahe nervig, aber so war nun einmal das Original. Insgesamt eine liebenswerte Reminiszenz an längst vergangene Kindheitserinnerungen und ein Wiedersehen mit einer Kultfigur, die jahrzehntelang in der Versenkung verschwunden war.
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am 14. Oktober 2013
Man fühlt sich in seine Jugend zurückversetzt. Witzige und charmant ! Einfach eine tolle Erinnerung an die Jugend ! Ideal für einen gemütlichen Videoabend !
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am 26. Juni 2015
Man muss wohl heute über 50 Jahre alt sein, um diese Serie noch original in den späten 1960-er Jahren im deutschen Fernsehen miterlebt zu haben. Das Ganze war damals (mit mir als ca. 8-jährigem Kind) ein Riesenspektakel, es gab meines Wissens nichts Vergleichbares.
Der Protagonist erlangte nach Einnahme von 2 verschiedenen Pillen Superkräfte, mit der kleinen für wenige Minuten, mit der großen für 1 Stunde, glaube ich. Leider ging dem Helden immer im ungünstigsten Moment die Zeit aus, wenn er sich z.B. hoch in der Luft befand. Das führte zu etlichen Abstürzen mit anschließendem Boden- Einschlag! Alle anderen Personen vertrugen die Pille nicht, was sich mit Gesichtsblähungen und -verformungen kenntlich machte.
Insgesamt eine wirkliche Sternstunde des frühen deutschen Fernsehens, und danke von meiner Seite an die Programmdirektoren von ARD oder ZDF, der damals den Kauf dieser US- Serie und ihre Ausstrahlung möglich gemacht haben, auch wenn diese heute nicht mehr leben.
Die Wiedergabe- Qualität der DVD's ist jedenfalls in Ordnung, wie man es auch selbst bei alten Serien, digital bearbeitet im Jahre 2015 erwarten kann
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