Der Stil, in dem Heym im Alter schrieb, war genial. Wer befürchtete, er würde sich jenseits der Siebziger blamieren, wie es viele tun, wurde durch "Immer sind die Weiber weg" eines besseren belehrt. Radikale Vereinfachung und Besinnung auf seine jüdischen Wurzeln waren der Trick, durch den das möglich wurde. Dies findet in "Immer sind die Männer schuld" eine ungebrochene Fortsetzung. Die jüdische Sprache, der Humor, die Prägnanz, alles ist noch da. Allein, es wird ein wenig, wirklich nur ein wenig, eintönig. Die stilisische Vielfalt seines früheren Werkes ist weg. Wer aber wollte ihm das angesichts der Geschenke, die er uns gemacht hat, verdenken? Diese beiden Bücher, die eigentlich eines sind, sind ein würdiges Alterswerk eines der besten Schriftsteller, die es je gab.