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Dann, 1995, scheute sein Pferd bei einem ein Meter hohen Hindernis, stoppte abrupt, Reeves Hände verhedderten sich im Zügel, er stürzte kopfüber von seinem Hengst und brach sich den ersten und zweiten Halswirbel. Erstklassige Sanitäter versorgten ihn 60 Sekunden vor Eintritt von Gehirnschäden mit Sauerstoff und ein Helikopter namens Pegasus brachte ihn ins Krankenhaus.
Reeve war zu diesem Zeitpunkt schon eine bekannte Persönlichkeit. Seine Superman-Version war ein Klassiker, und seine Starrolle in The Bostonians lancierte die Merchant/Ivory Schule des Filmemachens. Aber erst nach seiner Lähmung wurde Reeve eine öffentliche Person ersten Ranges. Wie seine Memoiren Still Me detailliert darlegen, führte Reeve seit seiner Lähmung zum ersten Mal bei einem Film Regie, gründete die Christopher Reeve-Stiftung, um die Rückenmarks-Forschung finanziell zu unterstützen, betrieb Lobby-Arbeit im Kongreß, und reiste kreuz und quer durchs Land, um Vorträge zu halten. "Lindbergh schaffte es über den Atlantik [woraufhin er von Reeves Großmutter gefeiert wurde], Houdini gelang es, sich aus der Zwangsjacke zu befreien; warum also sollte ich es nicht schaffen, mit genug Geld und Unterstützung durch die Menschen, aus diesem Rollstuhl herauszukommen?", meint Reeve.
Teils Hollywood-Erinnerung, teils wissenschaftliche Detektivgeschichte und teils Volksrede, erläutert Still Me die verlockende, dabei doch nicht ganz unrealistische Möglichkeit, daß Reeve (und eine viertel Million anderer gelähmter Menschen, plus 49 Millionen behinderter Amerikaner) irgendwann wieder mit beiden Beinen auf dem Boden stehen werden können. Bobby Kennedy versuchte einmal, Reeves Zuversicht zu stärken, indem er sagte: "Tue einfach so, bis Du es schaffst. Die Gebete werden Dir hohl vorkommen, aber eines Tages werden sie Wirklichkeit werden." Christopher Reeve hat mehr als nur ein Gebet, er hat ein Programm. Er tut nicht einfach so, und eines Tages schafft er es vielleicht sogar. --Tim Appelo
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In seinem Buch wurde mir schlagartig klar an welchem seidenen Faden unser aller Leben duch hängt.
Auch ist es beeindruckt wie er sich für die Belange anderer Menschen und die medizinische Forschung trotz seiner körperlichen Eingeschränktheit einsetzt.
Ein Empfehlung an alle Menschen die mit Ihrem Wohlstandsleben nicht zufrieden sind.
Seit nunmehr drei Jahren ist Christopher Reeve ein Gefangener ohne Zelle, ein ruheloser fast ohne jegliche Bewegungsmöglichkeit.
Mit einer unvorstellbaren Willenskraft kämpft er tagtäglich gegen sich selbst, gegen das immer wiederkehrende Selbstmitleid und die so einfache Möglichkeit des Aufgebens. Christopher Reeve engagiert sich inzwischen für Rückenmarkverletzte, führte trotz seiner Behinderung erstmals Regie und übernahm die Rolle des im Rollstuhl sitzenden Jason Kemp in dem 1998er Remake von Alfred Hitchcocks "Das Fenster zum Hof". (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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