Pressestimmen
»... Handke gelingt es immer wieder, Poesie in das Geschehen zu bringen, ohne den tiefen Schmerz zu verleugnen. Immer noch Sturm ist mit Sicherheit das persönlichste Stück Handkes und transportiert mühelos große Gefühle. Ebenso sicher ist eine Herausforderung für die szenische Umsetzung. Und schon jetzt einer der vorprogrammierten Höhepunkte der Salzburger Festspiele 2011.«
(
relevant.at )
»Leidenschaftlich und poetisch.«
(
ORF Radio, Kultur aktuell )
»Peter Handke schreibt ein übergreifendes Opus Magnum und übertrifft sich noch einmal selbst.«
(Wolf Grombacher
Märkische Allgemeine )
»Immer noch Sturm ist ein Familienepos, vielleicht Peter Handkes geglücktestes, in jedem Fall sein persönlichstes Stück – ein Werk, das überdies seine frühesten Sprechtheater- und Prosaarbeiten mitschwingen lässt.«
(Peter Stephan Jungk
Die Welt )
»Spannend an dem gerade mal 166 Seiten starken Buch ist aber nicht nur die Verschränkung von Familien- und Weltgeschichte, sondern auch die literarische Form. In einer Mischung aus Drehbuch und Roman entwickelt Handke seine Szenen in dichten, wortgewaltigen Dialogen, die sein ›Ich‹ mit den familiären Traumgestalten führt.«
(Nada Weigelt
Gießener Allgemeine Zeitung )
» … Pathos und sakraler Ton, Heldentum und kleinlicher familiärer Zwist, Neckereien und Familientragödien, Verklärung und Entzauberung: Handke baut Positionen auf, nicht um sie zu behaupten, sondern um sie in Frage zu stellen, zu unterlaufen und zu brechen.«
(Hubert Spiegel
Frankfuter Allgemeine Zeitung )
»Handkes Beschäftigung mit dem ehemaligen Jugoslawien, dem Traum- und Sehnsuchtsland seiner Jugend, hat hier ihren Ursprung. Immer noch Sturm zeigt weitere Facetten dieser Sehnsucht.«
(Helmut Böttinger
Deutschlandradio Kultur )
Immer noch Sturm liegt thematisch als Schlusspunkt in einer Linie mit seinem früheren Geniestreich Wunschloses Unglück (1972) und mit seinem bisher besten Roman Die Wiederholung (1986).
(Franz Haas
Neue Zürcher Zeitung )
»‚Immer noch Sturm’ von Peter Handke ist voller Wunder und ein großes dramatisches Gedicht über seine slowenischen Ahnen. Als Welt-, Sprach- und Volksschicksal.«
(Gerhard Stadelmaier
Frankfurter Allgemeine Zeitung )
Über den Autor
Peter Handke wird am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten) geboren. Die Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich; der Vater, ein Deutscher, war in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Kärnten gekommen. Zwischen 1954 und 1959 besucht er das Gymnasium in Tanzenberg und das dazugehörige Internat. Nach dem Abitur im Jahr 1961 studiert er in Graz Jura. Im März 1966, Peter Handke hat sein Studium vor der letzten und abschließenden Prüfung abgebrochen, erscheint sein erster Roman Die Hornissen. Im selben Jahr 1966 erfolgt die Inszenierung seines inzwischen legendären Theaterstücks Publikumsbeschimpfung in Frankfurt in der Regie von Claus Peymann.
Seitdem hat er mehr als dreißig Erzählungen und Prosawerke verfaßt, erinnert sei an: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1969), Der kurze Brief zum langen Abschied (1971), Die linkshändige Frau (1976), Langsame Heimkehr (1979), Die Lehre Sainet-Victoire (1981), Der Chinese des Schmerzes (1983), Die Wiederholung (1986), Mein Jahr in der Niemandsbucht (2004), Der Bildverlust (2002) sowie 2008 Die morawische Nacht.
Auf die Publikumsbeschimpfung folgt 1967, ebenfalls in Frankfurt uraufgeführt, Kaspar von hier spannt sich der Bogen weiter über Der Ritt über den Bodensee (1970), Die Unvernünftigen sterben aus (1973), Das Spiel vom Fragen oder Die Reise zum sonoren Land (1988), Die Stunde da wir nichts voneinander wußten (1991), über den Untertagblues (2002) und Bis daß der Tag euch scheidet (2008) über das große Epos Immer noch Sturm, das im August 2011 bei den Salzburger Festspielen seine Uraufführung hatte und 2012 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet wurde, bis zum Sommerdialog Die schönen Tage von Aranjuez (2012).
Darüber hinaus hat Peter Handke viele Prosawerke und Stücke von Schriftsteller-Kollegen ins Deutsche übertragen: Aus dem Griechischen Stücke von Aischylos, Sophokles und Euripides, aus dem Französischen Emmanuel Bove (unter anderem Meine Freunde), René Char und Francis Ponge, aus dem Amerikanischen Walker Percy.
Sein Werk wurde mit zahlreichen internationalen Preisen geehrt.
Die Formenvielfalt, die Themenwechsel, die Verwendung unterschiedlichster Gattungen (auch als Lyriker, Essayist, Drehbuchautor und Regisseur ist Peter Handke aufgetreten) erklärte er selbst 2007 mit den Worten: »Ein Künstler ist nur dann ein exemplarischer Mensch, wenn man an seinen Werken erkennen kann, wie das Leben verläuft. Er muß durch drei, vier, zeitweise qualvolle Verwandlungen gehen.«