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Immer Recht haben! Der endgültige Ratgeber Gebundene Ausgabe – Mai 2008


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1., Aufl. (Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821809639
  • ISBN-13: 978-3821809632
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 631.775 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hannes Stein ist 1965 in München geboren, aber im österreichischen Salzburg aufgewachsen und belehrt worden. Seit Abschluss seines Studiums der Anglistik, Amerikanistik und Philosophie verdingt er sich als Publizist, zunächst für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und beim Spiegel, dann für die Literarische Welt in Berlin. Hannes Stein ist im Sommer 2007 nach New York ausgewandert, wo er als Journalist und Autor lebt. Von ihm sind bei Eichborn Berlin bereits erschienen: Endlich Nichtdenker! Handbuch für den überforderten Intellektuellen (2004), Enzyklopädie der Alltagsqualen. Ein Trostbuch für den geplagten Zeitgenossen (2006) und Immer Recht haben! Der endgültige Ratgeber (2008).

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

ONTRA"DIE SUPPEN IS VERSALZEN"ODERKAMPFREGELN FÜR DASZIVILISIERTE GESPRÄCHSchweigen ist Gold - aber Reden ist SilberEin Tiroler Bergbauernehepaar hatte einen Sohn, der warstumm wie ein Klotz. Der Junge tat alles, was man ihm anArbeiten auftrug und war auch sonst anstellig, nur hatteer sein liebes Leben lang noch keinen Ton gesagt. EinesAbends, so wird erzählt, saß die Bergbauernfamilie amBergbauernfamilientisch. Da tat plötzlich der Klotz denMund auf und sprach die geflügelten Worte: "Die Suppenis versalzen." Alle starrten, alle staunten; die Löffel bliebenin der Luft über den dampfenden Schüsseln stehen. Endlichfasste der pater familias sich ein Herz. "Bub, warum hastdenn bis jetzt nie nichts geredet?", fragte er. Der Klotzsenkte den Blick: "Weil", sagte er, "bis jetzt ist die Suppen janie versalzen gewesen."Bewundernswerte Ökonomie des Ausdrucks! Ach,wären wir doch alle wie jener Bergbauernsohn: diskretund bescheiden genug, keine Überflüssigkeiten von uns zugeben. Doch leider ist die Menschheit in ihrer Gesamtheitnicht so. Sie palavert, streitet, debattiert, quatscht, schnei-det auf und verbreitet Klatsch, dass es eine Art hat. Ja, überallund ständig wird geredet. Der Talmud nennt den Menschendann auch chai medaber, "das Tier, das spricht" - inGelehrtenlatein könnte man ihn auch als homo loquens bezeichnen.Zudem klärt uns die moderne Kommunikationswissenschaftdarüber auf, dass es ganz unmöglich ist,nicht zu kommunizieren. Es existiert nämlich kein Gegenteildes menschlichen Verhaltens - keinem Menschensteht es frei, sich nicht zu verhalten.Anders und deutlicher formuliert: Auch Nichtstun istein Tun. Darum ist es uns im Grunde nie möglich, dieKommunikation abzubrechen. Der Mann, der sich vonden anderen absondert, hält keineswegs den Mund - erlässt vielmehr deutlich erkennen, dass er nicht angesprochenwerden möchte. Sogar, wer eine starre Körperhaltungeinnimmt, sogar, wer wie ein Buddha stundenlangunbequem auf einer Matte sitzt und das Tapetenmusterstudiert, sogar, wer ein Schweigegelübde ablegt und sich ineine Mönchszelle zurückzieht, kommuniziert dabei unaufhörlichmit seiner Umwelt: Es gibt kein Schweigen, dasnicht vielsagend wäre.Wir sollten diesen Zustand indes nicht allzu wortreichbeklagen. Der Mensch wurde in der Urzeit nun einmal dadurchzum Menschen, dass er die Nacht des Schweigensdurch das Licht der Sprache ersetzte! Er könnte deshalb,selbst wenn er dies ernsthaft vorhätte, nie wieder zurückins schützende Dunkel: Die Pforten des Paradieses sind aufimmer für uns verschlossen. Jener scheinstumme Bergbauernbub,der nur das Allernötigste sagte, war gewiss einHeld, und er hätte verdient, dass ihm in jedem Parlament,jeder Redaktionsstube, jedem Fernsehstudio der Welt einDenkmal aus edelstem Marmor errichtet wird. Wer ihmaber dauerhaft nacheifern wollte, müsste übermenschlicheKräfte der Selbstbeherrschung aufbieten. Nein, es hilftalles nichts: Wir sind dazu verdammt, zu reden, uns auszutauschen,zu diskutieren.Dieses Buch wird Ihnen dabei rhetorisch auf dieSprünge helfen. Wenn wir nun einmal sprechen müssen,können wir es auch auf elegante und überzeugende Arttun. Bildlich gesprochen: Wer unter spastischen Zuckungenleidet, kann sich immer noch auf den Tanzbodenwagen und so tun, als sei das, was er da vollführt, Foxtrott.Allerdings muss er dazu die nötigen Tanzschritte kennen.* * *Wollen Sie Recht haben oder etwas erreichen?Es gibt Opernführer, in denen steht, welche Handlung dasMusiktheaterstück hat, in dem wir gerade sitzen und wiedereinmal nur Bahnhof verstehen, während wir uns ander ergreifenden Zwölftonmusik ergötzen. Es gibt Theaterführer,in denen man schwarz auf weiß die Handlungdes Dramas nachlesen kann, bevor man sich ins Parkettwagt und von dort aus nachschaut, was der Regisseur mitseinen tollen Regie-Einfällen daraus gemacht hat. Es gibtReiseführer, in denen werden Gegenden beschrieben, wosich Kojote und Büffel gute Nacht sagen, während im Hintergrundder Niagarafall rauscht. Das vorliegende Werkfolgt diesen erlesenen Vorbildern: Es ist sozusagen einKONVERSATIONSFÜHRER (und damit das erste Buch seinerArt). Es will klare Maßstäbe setzen, wie und worüber inder Öffentlichkeit gesprochen werden kann. Nicht mehrund nicht weniger.Machen wir uns zunächst klar, zu welchem Zweck wirim Alltag miteinander kommunizieren. Eigentlich gibt esnur zwei Gründe, warum wir ein Gespräch anknüpfen:1. um etwas zu erreichen, oder 2. um Recht zu haben. Wasden ersten Fall betrifft, so bitte ich Sie, die Wendung"etwas erreichen" möglichst breit aufzufassen - gemeintist alles vom Einstellungsgespräch über die erotische Werbungbis zu der entspannten Plauderei, in die Polizisteneinen Geiselgangster verwickeln. Wollen Sie dabei erfolgreichsein, gilt für Gespräche dieser Sorte immer dasselbe:nur nicht widersprechen! Versuchen Sie möglichst im Voraus,die Meinung Ihres Gegenübers zu eruieren, bestätigenSie diese ebenso geist- wie wortreich - und schmuggelnSie dann Ihren eigenen Vorschlag unter.Eine Szene in dem Film "Der Untergang des amerikanischenImperiums" zeigt, wie das in der Praxis aussieht.Zwei mittelhässliche Mittvierziger machen vor, wie sie inder Disco blutjunge Studentinnen abschleppen, und sagenzu diesem Behufe solche Sachen wie: "Mademoiselle, findenSie Atomkraftwerke nicht auch furchtbar? Und dasWaldsterben erst!" Dabei bewegen sie ihre unförmigenKörper zu den Rhythmen imaginärer Musik. Im Wesentlichenfunktionieren Verhandlungen mit bewaffnetenBankräubern nach denselben Prinzipien. Erst einmal suchtman nach Feldern der Übereinstimmung; dann wiegt mandie andere Seite in dem Glauben, es werde ewig so harmonischweitergehen; dabei macht man klar, dass gewisseGrenzen nicht überschritten werden dürfen. (Wenn dasMädchen sagt, dass es seinem Freund treu zu bleiben gedenkt,wird das Gespräch über Atomkraftwerke abruptabgebrochen. Dasselbe gilt für den Fall, dass die Bankräuberanfangen, Geiseln zu erschießen.) Zum taktisch richtigenZeitpunkt, den nur die Erfahrung lehren kann, heißtdie Devise: Zugriff! Dann wird gestürmt und alle Verteidigungsstellungenwerden machtvoll durchbrochen, in derHoffnung, dass der Sieg mit den Tapferen sein möge.Mit dem zweiten Fall des zivilisierten Gesprächs verhältes sich erheblich komplizierter. Zunächst einmal solltenwir die grundsätzliche Frage klären: Warum ist esüberhaupt so schön und erstrebenswert, Recht zu haben?Hierauf gibt es verschiedene Antworten, die freilich alle indieselbe Richtung weisen.Wir wollen falsche Meinungen ausmerzen. Es wäregeradezu grob und fahrlässig, wenn eine als falsch erkannteAnsicht - weniger höflich ausgedrückt: irgendwelcherUnsinn - unwidersprochen im zwischenmenschlichenRaum stehen bliebe. Also müssen wir diese Ansichtmit ein paar gezielten Hieben rhetorisch erledigen.Wir wollen die Welt retten. Nehmen wir an, wir habenerkannt, dass nur der Kommunismus unsere Gesellschaftvor dem Ruin bewahren kann - in diesem Fall wäre esdoch wohl verantwortungslos, antikommunistische Propagandazu dulden, wie man sie heutzutage leider ständigüber sich ergehen lassen muss. Es ist...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 29. Mai 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Hannes Stein ist hochironisch. Dieses Mal hat er sich in ironischer Spitzfindigkeit selbst übertroffen, nicht so sehr bei den Texten, die er verfasst hat, - sehr gute und reflektierte Texte übrigens - sondern in der Art, wie er sie einer breiten Leserschicht anbietet.
" Immer Recht haben " - Der endgültige Ratgeber -. Hier greifen Rechthaber doch gerne zu, insbesondere, wenn sie beim ersten Durchblättern feststellen, dass gleich zu Beginn des Buches die Grundregeln des Wortgefechts und zwölf schmutzige Tricks in der Sache dargelegt werden.
Schön zu wissen, wie man Argumente schlau präsentiert. Der Rechthaber frohlockt, während er alsdann ganz allmählich eingeseift und selbst als besonders hartnäckiges Exemplar in den Grundfesten seiner Borniertheit wachgerüttelt wird. Brillant auf Eis gezerrt! Meine Hochachtung Herr Stein! Ein intellektuelles Bravourstück.
In Steins Pro und Contra - Texten geht es um Fragen der kulturellen Entscheidungen, wie etwa um das Für und Wider von Kultur contra Zivilisation, von Wagner, von Wein contra Bier, von vegetarischer Ernährung, darauf folgend dann um wirtschaftliche Erwägungen. Thematisiert wird hier u.a. das Pro und Contra des Kommunismus und der Altruismus contra Egoismus. In der Rubrik politische Diskussionen werden. u.a. die Vor- und Nachteile der Demokratie, der Folter und der Atomkraft aufgezeigt. Religionsfragen sind ein weiteres Thema. Argumente für und gegen Gott, für und gegen die Todesstrafe, für und gegen Abtreibung, schließlich auch zum Thema Sex sind detailliert aufgelistet.
Je aufmerksamer man sich in die einzelnen Positionen vertieft, umso deutlicher wird, wie kleingeistig und peinlich Rechthabereien sind.
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Von Genussbiker am 27. Dezember 2012
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Alles super!
Warum muß ich jetzt noch Wörter scheiben, Was soll der Schwachsinn. Danke, Es fehlen noch ein paar Wörter .... jetzt nicht mehr.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von K. Krug am 11. Januar 2010
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
mir hat vor allem das erste Viertel des Buches etwas gegeben, wo er allgemein auf rhetorische Probleme einging. Dann die Argumente pro/kontra zum Beispiel Rolling Stones/Beatles oder Atomkraft erinnerten mich müde lächelnd an Studententage. Also jeder der genug gequatscht hat, sollte rechtzeitig anfangen weiterzublättern.

Fazit: ein kurzweiliges Buch, aber es gibt wichtigere Bücher zu lesen
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Der Leser am 7. Dezember 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Ich kann meinem Vorrezensenten Tristan nur zustimmen. Das Buch fängt unterhaltsam und humorvoll an. Leider geht es dann mit banalen Vergleichsdiskussionen bestimmter Themen weiter. Das lustige Kapitel lässt sich sicher auch in einer Buchhandlung kurz durchlesen. Mehr lohnt sich leider nicht.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von œ TOP 50 REZENSENT am 1. Januar 2009
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Was erwarte ich, wenn ich einen Ratgeber kaufe? Zunächst einmal Tips und Informationen, vor allem auch praktische Hilfe. Kurze und präzise Erläuterungen sollte er haben, in allgemeinverständlicher Form. Ich erwarte eine konkrete Gebrauchsanweisung zum Vorgehen, Ratschläge, nicht notwendigerweise eine direkte Lösung des Problems, sondern Hinweise auf mögliche Lösungsvarianten.

Und was bekommt der Leser, wenn er diesen endgültigen Ratgeber aufschlägt ... von S. 9 bis 29 eine theoretische Einführung und danach Pro-und-Contra-Aufsätze zu Themen aus Kultur, Wirtschaft, Politik, Religion und Sex. Immerhin im Rahmen der Einführung erfährt der interessierte Leser drei Kniffe (Niemals verkrampfen, den moralisch Empörten geben, souverän und nicht schusselig sein). Außerdem werden im Fließtext auch noch zwölf schmutzige Tricks aufgeführt. Die darauf folgenden Aufsätze sind - zunächst jedenfalls - amüsant zu lesen. Allerdings stimme ich den Vorrezensenten zu: oberflächlich und banal. Ein Kauf lohnt definitiv nicht. Blättern Sie das Buch in einer Buchhandlung durch, leihen Sie es sich in der Bibliothek aus, aber zum Kauf kann ich keinem raten.
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