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Immensee [Taschenbuch]

Theodor Storm
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1998
Der greise Held Reinhard Weber lässt an einem dunklen Herbstabend seinLeben vor seinem inneren Auge vorüberziehen. Gegenstand seiner Erinnerung ist die unerfüllt gebliebene Liebe zu Elisabeth. Gemeinsam auf dem Landgut Immensee aufgewachsen, ist den beiden von Anfang an keine gemeinsame Zukunft vergönnt. Verantwortlich hierfür sind grundverschiedene Lebensentwürfe. Während Elisabeth Schutz hinter den bürgerlichen Normen sucht, meint Reinhard Glück und Schönheit nur jenseits dieser Grenzen finden zu können; er ist der Prototyp des Künstlers. Als Reinhard zum Studium in die Stadt geht, verlässt er zum ersten Mal Elisabeth und überschreitet die bürgerlichen Grenzen . Erst ein Brief von Elisabeth erinnert ihn an die Heimat und die alte Liebe. Als er Elisabeth über Ostern besucht, bemerkt er bei ihr eine Veränderung. Das materiell-bürgerliche Denken hat das poetische Element in ihrem Leben vollends verdrängt. Erich, ein Schulfreund Reinhards, wird für sie mehr und mehr zum Lebensmittelpunkt; die beiden heiraten schliesslich. Als Reinhard nach zweijähriger Abwesenheit wieder nach Immensee kommt, muss er erkennen, dass er Elisabeth endgültig verloren hat. Obwohl er weiss, dass Elisabeths Ehe mit Erich ein Fehler ist, beschliesst Reinhard seiner Liebe zu entsagen und kehrt Immensee unwiderruflich den Rücken. Ihm bleibt allein die Erinnerung.

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Immensee + Der Schimmelreiter: Novelle
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Boyens Buchverlag (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3804208290
  • ISBN-13: 978-3804208292
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,2 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 386.480 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Immensee
OA 1850 Form Novelle Epoche Poetischer Realismus
In der ersten von Theodor Storm veröffentlichten Novelle tritt das Lyrische noch unmittelbar hervor. Immensee ist geprägt durch seine idyllischen Bilder, melancholischen Erinnerungssequenzen und symbolhafte Sprache. Thema der Novelle ist der Widerstreit zwischen der bürgerlichen Welt und der Künstlerexistenz.
Inhalt: Der greise Held Reinhard Weber lässt an einem dunklen Herbstabend sein Leben vor seinem inneren Auge vorüberziehen. Gegenstand seiner Erinnerung ist die unerfüllt gebliebene Liebe zu Elisabeth. Gemeinsam auf dem Landgut Immensee aufgewachsen, ist den beiden von Anfang an keine gemeinsame Zukunft vergönnt. Verantwortlich hierfür sind grundverschiedene Lebensentwürfe. Während Elisabeth Schutz hinter den bürgerlichen Normen sucht, meint Reinhard Glück und Schönheit nur jenseits dieser Grenzen finden zu können; er ist der Prototyp des Künstlers. Als Reinhard zum Studium in die Stadt geht, verlässt er zum ersten Mal Elisabeth und überschreitet die bürgerlichen Grenzen . Erst ein Brief von Elisabeth erinnert ihn an die Heimat und die alte Liebe. Als er Elisabeth über Ostern besucht, bemerkt er bei ihr eine Veränderung. Das materiell-bürgerliche Denken hat das poetische Element in ihrem Leben vollends verdrängt. Erich, ein Schulfreund Reinhards, wird für sie mehr und mehr zum Lebensmittelpunkt; die beiden heiraten schließlich. Als Reinhard nach zweijähriger Abwesenheit wieder nach Immensee kommt, muss er erkennen, dass er Elisabeth endgültig verloren hat. Obwohl er weiß, dass Elisabeths Ehe mit Erich ein Fehler ist, beschließt Reinhard seiner Liebe zu entsagen und kehrt Immensee unwiderruflich den Rücken. Ihm bleibt allein die Erinnerung.
Aufbau: Storm wählte für seine Novelle die für das Genre typische Rahmenkonstruktion. Der sich erinnernde Greis Reinhard steht am Anfang und Ende der Erzählung. Seine Erinnerung an die Jugend bildet die Binnenerzählung. Ihr Aufbau entspricht formal dem eines Gedichts: Die acht Erzählabschnitte erinnern an in Prosa gesetzte Strophen, die einzelne Stimmungsbilder wiedergeben. Diese Funktion kommt auch den eingebauten Gedichten und Liedern zu, die wichtiger Bestandteil des Texts sind, indem sie Einblick in das Seelenleben der Figuren und die Motivationen ihres Handelns geben.
Wirkung: Neben dem Schimmelreiter gehört die Novelle Immensee zu den erfolgreichsten Prosatexten von Storm. Schon zu seinen Lebzeiten erfuhr die Geschichte einer unglücklichen Liebe 30 Auflagen. S. W.

Synopsis

Off into the wood they went, on and on; on through moist shady glens, where everything was so peaceful, except for the cry of the falcon flying unseen in the heavens far above their heads; on again through the thick brushwood, so thick that Reinhard must needs go on ahead to make a track, here snapping off a branch, there bending aside a trailing vine. But ere long he heard Elisabeth behind him calling out his name. He turned round. "Reinhard!" she called, "do wait for me! Reinhard!" Reinhard and Elizabeth have grown together -- as children in their make-believe home in the fields, where they share fairy-stories; and as youths in the woodlands, where they go in search of strawberries. Yet he is the older of the two, and must go abroad to further his schooling: and with him he takes a book of poems he has been writing. They are songs of his youth, and of love, that he dares not show her. Theodor Woldsen Storm (1817-1888) in 1852 published both a collection of poems entitled Gedichte and the "nouvelle" Immensee, a deeply lyrical meditation upon the author's past and family home, firmly establishing his place in the German and international literary worlds. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Theodor W. Storm, poet and short-story writer (1817-1888), was born in Schleswig. Lesen Sie die erste Seite
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ausgezeichnetes Hörbuch 1. März 2005
Format:Audio CD
Die Hörbuchfassung der berühmten Erzählung über die bewegende Erinnerung an eine grosse Liebe Storms besticht durch den ausgezeichneten Vortrag des Sprechers, Christian Standtke. Die Stimmung der Novelle - eine leichte Melancholie - wird auch in der Hörspielfassung ausgezeichnet deutlich.
Kleines Manko der CD: Die tracks sind ein wenig lang, was den Wiedereinstieg etwas erschwert. Leider ist im Lieferumfang auch kein Booklet enthalten.
Nichts zu bemängeln gibt es beim Preis. Die CD ist - wie alle CDs dieser Serie - ausgesprochen günstig, was sich aber nicht in der Qualität niederschlägt.

Alles in allem: mir hat dieses Hörbuch sehr gefallen, und ich kann es nur weiterempfehlen!

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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesevergnügen mit vielen Symbolen 5. April 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Theodor Storm, Immensee (1850)

Es handelt sich um eine Rahmennovelle, bestehend aus Eröffnung, acht anschliessenden Episoden und dem Schlussteil. Das Aufbauprinzip übernahm Strom aus der Bildungsdichtung, ein Phasenschema von Kindheit, Jugend und Reife, wobei der auf die einzelnen Stufen herangereifte Person Reinhards keine Erfüllung findet. Dieser Aufbau trägt sehr viel zum Lesevergnügen bei. Ich habe die Entwicklung Reinhards sehr aufmerksam verfolgt und seine Trauer mitfühlen können. Es zeigt Storms Qualitäten, wie nahe er dem Leser die Personen und ihre Handlungen bringen kann. Ich denke, Reinhards Gefühle hätten aber noch genauer dargestellt werden können. Obwohl ich als Leser mitgefiebert habe, bestand immer noch eine gewisse Distanz zwischen mir und den Personen, vor allem derjenigen Reinhards. Storm arbeitet gezielt mit Symbolen. Einerseits bereiteten mir diese Schwierigkeiten, denn nicht immer klar ersichtlich sind die Gedankengänge des Autors, andererseits war es enorm spannend, diese Symbolik aufzuschlüsseln und so die Novelle besser zu verstehen. Jedoch wurden mir die meisten Symbole erst durch Konsultation der Sekundärliteratur klar und je besser ich Storms Werk verstand, desto mehr Spass bereitete es mir. Schon in der ersten Episode verweist der Erzähler auf den unglücklichen Ausgang der Liebe zwischen Elisabeth und Reinhard, als nämlich Reinhard die Geschichte von Daniel in der Löwengrube abbricht, bevor der erlösende Engel erscheint. Noch deutlicher spiegelt der Schluss der Szene unerfülltes Leben, nämlich als die beiden Kinder heimgerufen werden und der Ausbruch in die Ungebundenheit der Natur abrupt zu Ende geht. Von zentraler Bedeutung scheint mir die Gesellschaft zu sein, deren übermächtigem Druck die Kinder nicht standhalten können. Der Integrationszwang triumphiert über die Unbedingtheit der Liebe, die Gesellschaft über die Natur, und somit ist die volle Entfaltung gar nicht möglich. Die einzige Möglichkeit, Schönheit und Glück zu finden, liegt ausserhalb der bürgerlichen Enge. Sehr schön zeigen diesen Zwang Elisabeths Vögel. Den Hänfling, den sie von Reinhard geschenkt bekommen hat und der unermüdlich singt, möchte die Mutter am liebsten zum Schweigen bringen. Er wird durch den kreischenden, aber prächtigen Kanarienvogel, ein Geschenk Erichs, der sogar an Elisabeths Fingern herumhackt, verdrängt. Hier wird verdeutlicht, dass der materielle Schein den poetischen Zauber verdrängt. Ich denke, dass der erste Teil der Novelle vor allem die Gesellschaftsverhältnisse darstellt und der zweite Teil die daraus resultierenden Folgen aufzeigt. Immer wieder keimt in Reinhard neue Hoffnung auf, sein persönliches Glück doch noch zu finden und jedesmal ist sie trügerisch. Reinhard wird seine Erfüllung in der Liebe nie finden, aber dennoch erzeugte sein ständiges Suchen danach eine gewisse Spannung beim Lesen. Reinhard wird hin und her gerissen, Hoffnung und Enttäuschung liegen nahe beieinander. Manchmal wirkt Reinhards Verhalten ein wenig verwirrend. Nicht immer konnte ich seine Gedankengänge klar nachvollziehen und hatte sogar das Gefühl, das er selber sich darüber nicht immer im Klaren war. Ganz wichtig scheint mir die Bedeutung des Immensees und seiner Wasserlilie. Der See stellt die Plattform des Lebens dar. Die verstellte Sicht auf ihn verdeutlicht die Entfremdung des Menschen von seiner ursprünglichen Bestimmung, Glück und Liebe zu finden. Die Lilie, Sinnbild der Liebe, ist für Reinhard unerreichbar, wie auch Elisabeth es ist. Aber sie verweist auch auf den Tod, und auf die Elisabeth zum Grab gewordene Ehe mit Erich. Trotz allen Unglücks versucht Reinhard, inzwischen gealtert und einsam, weiterhin den Sinn des Lebens zu finden. Das Ende ist geprägt durch seinen Wunsch nach Erkenntnis und Veränderung. Storm hat gezielt auf die Missstände der Gesellschaft hingewiesen. Viele Menschen fühlten sich in dieser Zeit eingeengt und begrenzt. Ich denke, Storms Botschaft verstanden zu haben und kann dieses Werk weiterempfehlen.

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5.0 von 5 Sternen Ein kleines Meisterwerk 12. April 2012
Von Emily L.
Format:Taschenbuch
Ich habe soeben die Novelle "Immensee" von Theodor Storm in einem Zug durchgelesen.
Es handelt sich um eine kurze, schlicht aber punktgenau erzählte Geschichte, in dem es um eine verloren gegangene Jugendliebe geht.
Die Geschichte hat mich in ihrer Einfachheit und Zartheit zu Tränen gerührt.
Nun bin ich gespannt auf die anderen Novellen des Autors.
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