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Nur wenige Musiker haben Jazz und Pop derart zusammengeführt wie der große Herbie Hancock. Im April feierte der mehrfache Grammy-Preisträger und Musikpionier seinen 70. Geburtstag. Mit "The Imagine Project" erscheint nun Hancocks neues, beispielloses Aufnahmeprojekt, das er mit einer Reihe von Superstars aus aller Welt verwirklicht hat. Mit SEAL, PINK, INDIA ARIE und JEFF BECK nahm Hancock den Beatles-Klassiker "Imagine" auf, der das Album eröffnet. Weitere Titel sind: "Don't give up" mit PINK und JOHN LEGEND, "The song goes on" mit ANOUSHKA SHANKAR, CHAKA KHAN und WAYNE SHORTER, "A change is gonna come" mit JAMES MORRISON, "Tomorrow never knows" mit DAVE MATTHEWS, "Space Captain" mit DEREK TRUCKS, "The Times, they are changin'" mit den CHIEFTANS, LISA HANNIGAN, LIONEL LOUEKE und MANU KATCHE oder "La Tierra" mit JUANES und MARCUS MILLER. So weit wie mit dem "Imagine Project" hat Herbie Hancock sich vielleicht noch nie vom Sound des Jazz entfernt, seiner Grundidee allerdings ist er schon lange nicht mehr derart nahe gekommen.
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„Einfach schön. Einfach genial.“
Jazzpodium, 07/08 2010
„Musikalische Globalisierung – jenseits der Vorstellungskraft. Denn wie transparent die Einzelteile, Instrumente und Stimmen hier klingen, sich aber dennoch stimmig zu einem großen (globalen) Ganzen fügen, das ist das Werk eines wahren Genies.“
Stereoplay, 08/10
„…ein einzigartiges Musik- und Filmprojekt…“
ARD ttt, 11.07.10
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Grandios gescheitert,
Rezension bezieht sich auf: The Imagine Project (Audio CD)
Ist das noch Jazz? Mit prominenten Musikern aus verschiedenen musikalischen Genres und unterschiedlichen Kulturkreisen hat Herbie Hancock auf diesem Album Songs aus dem Pop-Kanon aufgenommen. Man könnte allein die nächsten drei Zeilen locker mit bloßem Namedropping füllen, allerdings ohne damit irgendetwas auszusagen (das überlasse ich lieber der Plattenfirma). Oberflächlich betrachtet könnte man dahinter zunächst beliebigen, kalkulierten, belang- und zusammenhanglosen Weltmusik-Pop vermuten. Doch nicht bei Hancock. Über ein Jahr war er auf dem halben Erdball unterwegs, um diese Aufnahmen zu machen. Es ging ihm nach eigener Aussage um nichts geringeres als den Begriff Frieden, nicht nur im Großen, sondern im Kleinen, Privaten. Kulturelle Vielfalt als Bereicherung, Unterschiedlichkeit als Faszination, Spannung nicht als Quelle von Konflikten sondern von Kreativität und Lebendigkeit. Das verbindende, Frieden stiftende Element ist für einen Mann wie Hancock natürlich die Musik. Klingt schwülstig, aber irgendwie nehme ich ihm das trotzdem ab.Tatsächlich ist Hancocks unverkennbarer, originärer Stil an Piano und Keyboard und seine Eigenart als Bandleader, den Musikern genügend Raum zu lassen, die Klammer, die alles zusammenhält. Manchmal ist das auch arg riskant und gefährlich nah an der Grenze zum Kitsch (und zugegebenermaßen in Momenten auch schonmal darüber). Der Interpretation von "Don't give up" kann er meiner Meinung nach nichts Neues hinzufügen, das ist ihm mit einem anderen Peter Gabriel-Song ( "Mercy Street" auf "The New Standard" ) schonmal besser gelungen. Ein Vorwurf, den man 'The Imagine Project' zumindest teilweise machen kann, ist das Schielen nach dem Markt. Meiner Meinung nach hat man die massentauglichsten aber auch schwächsten Stücke an den Anfang gestellt, was sicher auch Kalkül war. Pink und Seal sind für die Gesangsparts nach meinen Geschmack auch die falsche Wahl (Gottseidank musste Elton John absagen'). Aber danach wird's besser und die CD enthält doch einige Perlen, die den Kauf rechtfertigen. "Tamitant Tilay/Exodus" ist ein echter Geniestreich und bis jetzt mein Lieblingssong auf diesem Album, ein Song der sich schlichtweg jedem Schubladendenken entzieht. Ich glaube nicht, das Herbie Hancock ein naiver Weltverbesserer ist. Er hatte ein Ziel, das zu hoch gesteckt war und das niemand je erreichen wird. Aber er weiß wahrscheinlich auch, das er ohne dieses Ziel vor Augen gar nichts erreicht. Nicht alles auf dieser Platte ist gelungen, an seiner Vision ist Hancock gescheitert. Aber dabei ist ihm zumindest in Teilen wunderbare Musik gelungen. Und Wagnis, Freiheit, Vielfalt, Lebendigkeit, Offenheit ' DAS ist allerdings Jazz Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erstaunliche Vielfalt,
Von Lenski_01 (Pirmasens) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Imagine Project (Audio CD)
Ein "grottenschlechtes Album"? Blödsinn. Schade, dass die Hardcore-Jazz-Fans jedes Mal aufschreien, wenn ein Jazzer mal ein bisschen über den Tellerrand schielt. Und erstaunlich, wie treffsicher und geschmackvoll das ausfallen kann, wenn der Jazzer Herbie Hancock heisst; erstaunlich, wie leichtfüssig sich Altmeister Herbie (der Mann ist 70!) nach wie vor zwischen den Stilen und Genres bewegen kann. Vielleicht hat er schon bessere Fusion-Alben heraus gebracht, aber "The Imagine Project" ist immer noch meilenweit entfernt von der Pop-Dutzendware, die heute sonst so im grossen Stil veröffentlicht wird. Ich persönlich finde P!nk in "Imagine" sehr gut - eine Stimme mit "Gänsehaut"-Faktor. Klar, ist das weit entfernt vom Original - aber das haben Cover-Versionen meistens nun halt mal so an sich... Und kitschig und überladen finde ich den Song auch nicht, man höre nur mal die ausgedehnte Intro - das ist doch Hancock vom Feinsten. Originell und auf hohem Niveau auch die restlichen Tracks: Die Fights zwischen Derek Trucks E-Gitarre und Hancocks Piano in "Space Captain" sind herrlich und "Exodus" mit K`NAAN, Tinariwen und Los Lobos ist etwas vom Originellsten, was ich seit langer Zeit gehört habe. Vier Sterne von mir.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Das Werk der Marketingabteilung, mit grossem Budget,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Imagine Project (Audio CD)
Ich bin ein alter Fan von Herbie Hancock seit den 70ern und habe allen Phasen seines Schaffens - von Jazz-Funk über Straight Ahead bis R&B - etwas abgewinnen können, aber nicht dieser Scheibe. Ist Herbie im höheren Alter die Luft ausgegangen? Diese Scheibe tönt wie das Werk einer Marketingabteilung, die mit unlimitiertem Budget sich mal überlegt hat, was man alles in eine solches Album reinpacken könnte, um das grösstmögliche Mainstream-Publikum mit dem nötigen Star-Aufgebot zu erreichen. Selbstverständlich ist die Musik ordentlich ausgeführt, es sind alles Profis am Werk, aber Sinn und Zweck im Unterfangen sucht man vergeblich - ausser man will dem weltumspannenden Friedens-Bla-Bla-Bla des Promo-Textes Glauben schenken. Herbie Hancock's Piano ist nur gelegentlich im Hintergrund zu hören, ansonsten dominieren die Gäste aus Pop und World-Musik. HH wird nur als Namensgeber eingespannt, aber seine Persönlichkeit als Musiker oder sein Pianospiel muss man mit der Lupe suchen. Enttäuschend!
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