Imagine Dragons

Top-Alben von Imagine Dragons



Song-Bestseller von Imagine Dragons
Sortieren nach:
Topseller
1-10 of 133
Song Album  
30
30
30
30
30
30
30
30
30
30

Videos


Bilder von Imagine Dragons
Bereitgestellt von den Künstlern oder deren Vertretern.

Neuester Tweet

Imaginedragons

pre-ordered our upcoming album Smoke + Mirrors yet? 2 instant grat songs when you do: http://t.co/0DhWhDUrpv http://t.co/DHNcan1Pbi


Biografie

Es verhallte soeben der allerletzte Ton eines wahrhaft episch angelegten Marathon-Sets von Imagine Dragons, als es ihn überkam: Dan Reynolds, dem Frontmann der Rocker aus Las Vegas, wurde in diesem Moment schlagartig klar, dass die ganze Sache nun so richtig an Fahrt gewinnen würde. „Das war vor ein paar Jahren und wir waren da in diesem Laden namens O’Sheas aufgetreten, da gibt’s das billigste Bier in ganz Vegas“, erinnert er sich zurück. „Ich stand quasi oben auf dem Schlagzeug, weil die Bühne dort so mickrig ist, und wir spielten gerade den letzten Song in einem insgesamt – halt dich fest ... Lesen Sie mehr

Es verhallte soeben der allerletzte Ton eines wahrhaft episch angelegten Marathon-Sets von Imagine Dragons, als es ihn überkam: Dan Reynolds, dem Frontmann der Rocker aus Las Vegas, wurde in diesem Moment schlagartig klar, dass die ganze Sache nun so richtig an Fahrt gewinnen würde. „Das war vor ein paar Jahren und wir waren da in diesem Laden namens O’Sheas aufgetreten, da gibt’s das billigste Bier in ganz Vegas“, erinnert er sich zurück. „Ich stand quasi oben auf dem Schlagzeug, weil die Bühne dort so mickrig ist, und wir spielten gerade den letzten Song in einem insgesamt – halt dich fest – sechsstündigen Set. Ich schaffte es gerade noch so bis zum Schluss und wurde dann ganz plötzlich ohnmächtig. Doch gleich darauf war alles wieder klar, ich rappelte mich auf, sang das letzte Stück zu Ende, und schon jubelten die Leute los: Standing Ovations von irgendwelchen Wildfremden um drei Uhr morgens in einem kleinen Casino in Vegas! Irgendwie hat uns dieser Moment zusammengeschweißt und uns gezeigt, dass es da eine ganz besondere Verbindung zu den Leuten gibt, und dass unser Sound auch außerhalb von Vegas funktionieren kann.“

Seit jenem magischen Moment hat sich dieses Gefühl mehr als bewahrheitet, denn die Verbindung zu den Fans ist mit jedem Tag intensiver geworden: Reynolds und seine drei Bandkollegen – Gitarrist Wayne Sermon, Bassist Ben McKee und Schlagzeuger Daniel Platzman –, haben auf eigene Faust drei EPs veröffentlicht, waren pausenlos auf Tour und haben zwischenzeitlich diverse Best-of-Vegas-Awards in Empfang nehmen können. Anfang des Jahres machten sie dann den nächsten großen Schritt: Imagine Dragons veröffentlichten ihre Continued Silence-EP auf KIDinaKORNER, dem Label von Grammy-Gewinner Alex Da Kid (Eminem, Rihanna). Vom episch-ruhigen „Radioactive“ über den optimistischen Einschlag des intimen „On Top Of The World“ bis hin zum delikaten Mix aus Akustikgitarren-Sound und Synthie-Pop im Fall von „Round and Round“, beweist schon dieser EP-Vorgeschmack, wie unglaublich groß die Klang- und Gefühlspalette dieser Band angelegt ist. „It’s Time“ hingegen, Singleauskopplung und extrem ansteckende Mitsing-Hymne von Continued Silence, ist längst zur musikalischen Visitenkarte der vier jungen Männer avanciert; zugleich gibt dieser Track auch die Richtung vor, die sie mit ihrem kommenden Debütalbum einschlagen werden, für das Alex Da Kid auch die Rolle des Produzenten übernommen hat.

„‘It’s Time’ habe ich während einer Phase geschrieben, als bei mir alles drunter und drüber ging“, erinnert sich Reynolds. „Damals hatte ich irgendwie das Gefühl, dass alles in falsche Bahnen geraten war. Ich wollte herausfinden, was ich mit meinem Leben anstellen sollte, inwiefern es drin war, die Sache mit der Musik ernsthaft weiter zu verfolgen. Ich traf damals also eine Reihe von Entscheidungen, die mein ganzes Leben und mein Selbstbild betrafen. Na ja, ich bin immer noch recht jung, und ich bin ehrlich gesagt immer noch auf der Suche nach Antworten zu diesen Fragen, aber ich schrieb diesen Song schließlich in meiner Küche: Ich stand einfach so da, stampfte mit den Füßen auf den Boden und klatschte dazu. Ich dachte gar nicht daran, ein neues Stück zu schreiben, sondern ich dachte nur darüber nach, was mir am Herzen liegt: Wie man es schafft, seinen Wurzeln treu zu bleiben und sich dabei trotzdem traut, die abgesteckten Grenzen immer wieder zu überschreiten.“

Diese Balance zwischen Gradlinigkeit einerseits und andererseits dem Mut, alles zu riskieren, bildet zugleich das zentrale Spannungsfeld, das den Kern von Imagine Dragons’ Sound und musikalischem Ansatz ausmacht – wobei es natürlich auch ein Spiegelbild jener Stadt ist, aus der sie stammen: „Ohne Las Vegas wäre unsere Band undenkbar“, sagt Reynolds. „Die Stadt ist ein perfekter Nährboden für Künstler.“

Denn obwohl Sin City keineswegs als Tummelplatz für Newcomer-Bands bekannt ist, liegt genau darin der große Vorteil für die Musiker, die es trotzdem dort versuchen: „Die Stadt ist nun mal nicht so übersättigt wie andere Orte“, erklärt er weiter. „Man tritt als junge Band dann erst mal in den Casinos auf: eine Hälfte Coversongs, die andere Hälfte eigenes Material. Und so kann man schon mal die Miete bezahlen. Wir konnten uns irgendwann sogar als Band ein eigenes Haus leisten und mehr oder weniger davon leben – es gab zwar nur Ramen-Nudeln, aber immerhin!“ Sich in Vegas irgendwie als Rock-Act durchzuschlagen, mag vergleichsweise einfach sein, nur ist der Wettbewerb trotzdem hart, schließlich ist die Stadt eine Art Boot-Camp für Performance-Künstler und Selbstdarsteller jeder Art: Während man sich in New York oder L.A. darum bemühen muss, die angesagteste Rockband zu werden und zu bleiben, muss man sich in Vegas eher gegen die ganzen Showgirls, gegen das massive Roulette-Angebot oder auch mal gegen Cher im Caesars Palace durchsetzen. „Man lernt da sehr schnell, wie man sich davon absetzen kann und sich Gehör verschafft, schließlich kämpft man jedes Mal um die Aufmerksamkeit von Leuten, die ihren Blick auf irgendwelche Münzautomaten gerichtet haben. Du musst also wirklich alles geben, und so lernt man nach und nach, was die Leute aufhorchen lässt vom Kartenspiel, was sie dazu bewegt, zu sagen: ‘Hey, das ist echt gut, lass uns die Jungs da mal näher ansehen.’“

Für Imagine Dragons steckt die perfekte Mischung mit Aufhorch-Potenzial in satten Beats, vom HipHip entliehen, auf denen sie unglaublich direkte und schnörkellose Gitarren-, Bass- und Schlagzeug-Parts ausbreiten. „Wir stehen nun mal auf echten, natürlichen Klang, den wir dann erst zu synthetischem Noise verarbeiten“, meint Sermon. „Und wir schrauben nun mal gerne am Sound rum. Wir experimentieren sehr viel mit elektronischen und akustischen Percussion-Spuren, die wir dann übereinander schichten.“ Mit Ausnahme von Reynolds waren alle Mitglieder der Band am renommierten Berklee College of Music in Boston, und das technische Know-how und die Präzision, die eine derartige Ausbildung mit sich bringt, hat den Sound und den ganzen Ansatz der Band ganz offensichtlich geprägt. „Ich hingegen lasse einfach mein Gehör entscheiden, was gut ist. Und erst wenn man Leute, die aufs Gehör bzw. auf Bauchgefühl setzen, mit solchen Theoretikern wie den anderen Jungs zusammenbringt, hat man alles, was es braucht, um echte Magie entstehen zu lassen“, ist Reynolds überzeugt.

In Zeiten, in denen jeder x-beliebige Teenager, der eine Webcam besitzt, von heute auf morgen Rockstar werden und genauso schnell wieder in Vergessenheit geraten kann, haben Imagine Dragons einen erfrischend ehrlichen, klassischen Weg gewählt und auf die guten alten Traditionen des Rock & Roll gesetzt: Sie haben von der Pike auf gelernt, was es bedeutet, eine Band zu sein, indem sie Songs geschrieben und diese den Leuten daraufhin erst mal live vorgespielt haben – und das zum Glück vor stetig wachsendem Publikum.

Dabei ist ihre Geheimwaffe letzten Endes noch ein ganz anderes Ding, ein Element, das uns in unserer exhibitionistischen Post-Internet-Musikkultur offensichtlich abhanden gekommen ist: Das Geheimnisvolle. „Unser Bandname ist nämlich ein Anagramm“, berichtet Wayne. „Wir hatten da etwas anderes im Sinn, aber dann wollten wir die Band doch nicht so nennen, und indem wir dann einfach die Reihenfolge der Buchstaben verändert haben, kam hinterher Imagine Dragons dabei heraus. Nicht mal unsere Mütter wissen, welchen Ausdruck wir ursprünglich nehmen wollten. Als Künstler muss man andauernd etwas von seinem Wesen präsentieren und sein Inneres nach außen tragen, und so ist es um so lustiger, wenn man mal was findet, was man dann einfach für sich behält.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Es verhallte soeben der allerletzte Ton eines wahrhaft episch angelegten Marathon-Sets von Imagine Dragons, als es ihn überkam: Dan Reynolds, dem Frontmann der Rocker aus Las Vegas, wurde in diesem Moment schlagartig klar, dass die ganze Sache nun so richtig an Fahrt gewinnen würde. „Das war vor ein paar Jahren und wir waren da in diesem Laden namens O’Sheas aufgetreten, da gibt’s das billigste Bier in ganz Vegas“, erinnert er sich zurück. „Ich stand quasi oben auf dem Schlagzeug, weil die Bühne dort so mickrig ist, und wir spielten gerade den letzten Song in einem insgesamt – halt dich fest – sechsstündigen Set. Ich schaffte es gerade noch so bis zum Schluss und wurde dann ganz plötzlich ohnmächtig. Doch gleich darauf war alles wieder klar, ich rappelte mich auf, sang das letzte Stück zu Ende, und schon jubelten die Leute los: Standing Ovations von irgendwelchen Wildfremden um drei Uhr morgens in einem kleinen Casino in Vegas! Irgendwie hat uns dieser Moment zusammengeschweißt und uns gezeigt, dass es da eine ganz besondere Verbindung zu den Leuten gibt, und dass unser Sound auch außerhalb von Vegas funktionieren kann.“

Seit jenem magischen Moment hat sich dieses Gefühl mehr als bewahrheitet, denn die Verbindung zu den Fans ist mit jedem Tag intensiver geworden: Reynolds und seine drei Bandkollegen – Gitarrist Wayne Sermon, Bassist Ben McKee und Schlagzeuger Daniel Platzman –, haben auf eigene Faust drei EPs veröffentlicht, waren pausenlos auf Tour und haben zwischenzeitlich diverse Best-of-Vegas-Awards in Empfang nehmen können. Anfang des Jahres machten sie dann den nächsten großen Schritt: Imagine Dragons veröffentlichten ihre Continued Silence-EP auf KIDinaKORNER, dem Label von Grammy-Gewinner Alex Da Kid (Eminem, Rihanna). Vom episch-ruhigen „Radioactive“ über den optimistischen Einschlag des intimen „On Top Of The World“ bis hin zum delikaten Mix aus Akustikgitarren-Sound und Synthie-Pop im Fall von „Round and Round“, beweist schon dieser EP-Vorgeschmack, wie unglaublich groß die Klang- und Gefühlspalette dieser Band angelegt ist. „It’s Time“ hingegen, Singleauskopplung und extrem ansteckende Mitsing-Hymne von Continued Silence, ist längst zur musikalischen Visitenkarte der vier jungen Männer avanciert; zugleich gibt dieser Track auch die Richtung vor, die sie mit ihrem kommenden Debütalbum einschlagen werden, für das Alex Da Kid auch die Rolle des Produzenten übernommen hat.

„‘It’s Time’ habe ich während einer Phase geschrieben, als bei mir alles drunter und drüber ging“, erinnert sich Reynolds. „Damals hatte ich irgendwie das Gefühl, dass alles in falsche Bahnen geraten war. Ich wollte herausfinden, was ich mit meinem Leben anstellen sollte, inwiefern es drin war, die Sache mit der Musik ernsthaft weiter zu verfolgen. Ich traf damals also eine Reihe von Entscheidungen, die mein ganzes Leben und mein Selbstbild betrafen. Na ja, ich bin immer noch recht jung, und ich bin ehrlich gesagt immer noch auf der Suche nach Antworten zu diesen Fragen, aber ich schrieb diesen Song schließlich in meiner Küche: Ich stand einfach so da, stampfte mit den Füßen auf den Boden und klatschte dazu. Ich dachte gar nicht daran, ein neues Stück zu schreiben, sondern ich dachte nur darüber nach, was mir am Herzen liegt: Wie man es schafft, seinen Wurzeln treu zu bleiben und sich dabei trotzdem traut, die abgesteckten Grenzen immer wieder zu überschreiten.“

Diese Balance zwischen Gradlinigkeit einerseits und andererseits dem Mut, alles zu riskieren, bildet zugleich das zentrale Spannungsfeld, das den Kern von Imagine Dragons’ Sound und musikalischem Ansatz ausmacht – wobei es natürlich auch ein Spiegelbild jener Stadt ist, aus der sie stammen: „Ohne Las Vegas wäre unsere Band undenkbar“, sagt Reynolds. „Die Stadt ist ein perfekter Nährboden für Künstler.“

Denn obwohl Sin City keineswegs als Tummelplatz für Newcomer-Bands bekannt ist, liegt genau darin der große Vorteil für die Musiker, die es trotzdem dort versuchen: „Die Stadt ist nun mal nicht so übersättigt wie andere Orte“, erklärt er weiter. „Man tritt als junge Band dann erst mal in den Casinos auf: eine Hälfte Coversongs, die andere Hälfte eigenes Material. Und so kann man schon mal die Miete bezahlen. Wir konnten uns irgendwann sogar als Band ein eigenes Haus leisten und mehr oder weniger davon leben – es gab zwar nur Ramen-Nudeln, aber immerhin!“ Sich in Vegas irgendwie als Rock-Act durchzuschlagen, mag vergleichsweise einfach sein, nur ist der Wettbewerb trotzdem hart, schließlich ist die Stadt eine Art Boot-Camp für Performance-Künstler und Selbstdarsteller jeder Art: Während man sich in New York oder L.A. darum bemühen muss, die angesagteste Rockband zu werden und zu bleiben, muss man sich in Vegas eher gegen die ganzen Showgirls, gegen das massive Roulette-Angebot oder auch mal gegen Cher im Caesars Palace durchsetzen. „Man lernt da sehr schnell, wie man sich davon absetzen kann und sich Gehör verschafft, schließlich kämpft man jedes Mal um die Aufmerksamkeit von Leuten, die ihren Blick auf irgendwelche Münzautomaten gerichtet haben. Du musst also wirklich alles geben, und so lernt man nach und nach, was die Leute aufhorchen lässt vom Kartenspiel, was sie dazu bewegt, zu sagen: ‘Hey, das ist echt gut, lass uns die Jungs da mal näher ansehen.’“

Für Imagine Dragons steckt die perfekte Mischung mit Aufhorch-Potenzial in satten Beats, vom HipHip entliehen, auf denen sie unglaublich direkte und schnörkellose Gitarren-, Bass- und Schlagzeug-Parts ausbreiten. „Wir stehen nun mal auf echten, natürlichen Klang, den wir dann erst zu synthetischem Noise verarbeiten“, meint Sermon. „Und wir schrauben nun mal gerne am Sound rum. Wir experimentieren sehr viel mit elektronischen und akustischen Percussion-Spuren, die wir dann übereinander schichten.“ Mit Ausnahme von Reynolds waren alle Mitglieder der Band am renommierten Berklee College of Music in Boston, und das technische Know-how und die Präzision, die eine derartige Ausbildung mit sich bringt, hat den Sound und den ganzen Ansatz der Band ganz offensichtlich geprägt. „Ich hingegen lasse einfach mein Gehör entscheiden, was gut ist. Und erst wenn man Leute, die aufs Gehör bzw. auf Bauchgefühl setzen, mit solchen Theoretikern wie den anderen Jungs zusammenbringt, hat man alles, was es braucht, um echte Magie entstehen zu lassen“, ist Reynolds überzeugt.

In Zeiten, in denen jeder x-beliebige Teenager, der eine Webcam besitzt, von heute auf morgen Rockstar werden und genauso schnell wieder in Vergessenheit geraten kann, haben Imagine Dragons einen erfrischend ehrlichen, klassischen Weg gewählt und auf die guten alten Traditionen des Rock & Roll gesetzt: Sie haben von der Pike auf gelernt, was es bedeutet, eine Band zu sein, indem sie Songs geschrieben und diese den Leuten daraufhin erst mal live vorgespielt haben – und das zum Glück vor stetig wachsendem Publikum.

Dabei ist ihre Geheimwaffe letzten Endes noch ein ganz anderes Ding, ein Element, das uns in unserer exhibitionistischen Post-Internet-Musikkultur offensichtlich abhanden gekommen ist: Das Geheimnisvolle. „Unser Bandname ist nämlich ein Anagramm“, berichtet Wayne. „Wir hatten da etwas anderes im Sinn, aber dann wollten wir die Band doch nicht so nennen, und indem wir dann einfach die Reihenfolge der Buchstaben verändert haben, kam hinterher Imagine Dragons dabei heraus. Nicht mal unsere Mütter wissen, welchen Ausdruck wir ursprünglich nehmen wollten. Als Künstler muss man andauernd etwas von seinem Wesen präsentieren und sein Inneres nach außen tragen, und so ist es um so lustiger, wenn man mal was findet, was man dann einfach für sich behält.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Es verhallte soeben der allerletzte Ton eines wahrhaft episch angelegten Marathon-Sets von Imagine Dragons, als es ihn überkam: Dan Reynolds, dem Frontmann der Rocker aus Las Vegas, wurde in diesem Moment schlagartig klar, dass die ganze Sache nun so richtig an Fahrt gewinnen würde. „Das war vor ein paar Jahren und wir waren da in diesem Laden namens O’Sheas aufgetreten, da gibt’s das billigste Bier in ganz Vegas“, erinnert er sich zurück. „Ich stand quasi oben auf dem Schlagzeug, weil die Bühne dort so mickrig ist, und wir spielten gerade den letzten Song in einem insgesamt – halt dich fest – sechsstündigen Set. Ich schaffte es gerade noch so bis zum Schluss und wurde dann ganz plötzlich ohnmächtig. Doch gleich darauf war alles wieder klar, ich rappelte mich auf, sang das letzte Stück zu Ende, und schon jubelten die Leute los: Standing Ovations von irgendwelchen Wildfremden um drei Uhr morgens in einem kleinen Casino in Vegas! Irgendwie hat uns dieser Moment zusammengeschweißt und uns gezeigt, dass es da eine ganz besondere Verbindung zu den Leuten gibt, und dass unser Sound auch außerhalb von Vegas funktionieren kann.“

Seit jenem magischen Moment hat sich dieses Gefühl mehr als bewahrheitet, denn die Verbindung zu den Fans ist mit jedem Tag intensiver geworden: Reynolds und seine drei Bandkollegen – Gitarrist Wayne Sermon, Bassist Ben McKee und Schlagzeuger Daniel Platzman –, haben auf eigene Faust drei EPs veröffentlicht, waren pausenlos auf Tour und haben zwischenzeitlich diverse Best-of-Vegas-Awards in Empfang nehmen können. Anfang des Jahres machten sie dann den nächsten großen Schritt: Imagine Dragons veröffentlichten ihre Continued Silence-EP auf KIDinaKORNER, dem Label von Grammy-Gewinner Alex Da Kid (Eminem, Rihanna). Vom episch-ruhigen „Radioactive“ über den optimistischen Einschlag des intimen „On Top Of The World“ bis hin zum delikaten Mix aus Akustikgitarren-Sound und Synthie-Pop im Fall von „Round and Round“, beweist schon dieser EP-Vorgeschmack, wie unglaublich groß die Klang- und Gefühlspalette dieser Band angelegt ist. „It’s Time“ hingegen, Singleauskopplung und extrem ansteckende Mitsing-Hymne von Continued Silence, ist längst zur musikalischen Visitenkarte der vier jungen Männer avanciert; zugleich gibt dieser Track auch die Richtung vor, die sie mit ihrem kommenden Debütalbum einschlagen werden, für das Alex Da Kid auch die Rolle des Produzenten übernommen hat.

„‘It’s Time’ habe ich während einer Phase geschrieben, als bei mir alles drunter und drüber ging“, erinnert sich Reynolds. „Damals hatte ich irgendwie das Gefühl, dass alles in falsche Bahnen geraten war. Ich wollte herausfinden, was ich mit meinem Leben anstellen sollte, inwiefern es drin war, die Sache mit der Musik ernsthaft weiter zu verfolgen. Ich traf damals also eine Reihe von Entscheidungen, die mein ganzes Leben und mein Selbstbild betrafen. Na ja, ich bin immer noch recht jung, und ich bin ehrlich gesagt immer noch auf der Suche nach Antworten zu diesen Fragen, aber ich schrieb diesen Song schließlich in meiner Küche: Ich stand einfach so da, stampfte mit den Füßen auf den Boden und klatschte dazu. Ich dachte gar nicht daran, ein neues Stück zu schreiben, sondern ich dachte nur darüber nach, was mir am Herzen liegt: Wie man es schafft, seinen Wurzeln treu zu bleiben und sich dabei trotzdem traut, die abgesteckten Grenzen immer wieder zu überschreiten.“

Diese Balance zwischen Gradlinigkeit einerseits und andererseits dem Mut, alles zu riskieren, bildet zugleich das zentrale Spannungsfeld, das den Kern von Imagine Dragons’ Sound und musikalischem Ansatz ausmacht – wobei es natürlich auch ein Spiegelbild jener Stadt ist, aus der sie stammen: „Ohne Las Vegas wäre unsere Band undenkbar“, sagt Reynolds. „Die Stadt ist ein perfekter Nährboden für Künstler.“

Denn obwohl Sin City keineswegs als Tummelplatz für Newcomer-Bands bekannt ist, liegt genau darin der große Vorteil für die Musiker, die es trotzdem dort versuchen: „Die Stadt ist nun mal nicht so übersättigt wie andere Orte“, erklärt er weiter. „Man tritt als junge Band dann erst mal in den Casinos auf: eine Hälfte Coversongs, die andere Hälfte eigenes Material. Und so kann man schon mal die Miete bezahlen. Wir konnten uns irgendwann sogar als Band ein eigenes Haus leisten und mehr oder weniger davon leben – es gab zwar nur Ramen-Nudeln, aber immerhin!“ Sich in Vegas irgendwie als Rock-Act durchzuschlagen, mag vergleichsweise einfach sein, nur ist der Wettbewerb trotzdem hart, schließlich ist die Stadt eine Art Boot-Camp für Performance-Künstler und Selbstdarsteller jeder Art: Während man sich in New York oder L.A. darum bemühen muss, die angesagteste Rockband zu werden und zu bleiben, muss man sich in Vegas eher gegen die ganzen Showgirls, gegen das massive Roulette-Angebot oder auch mal gegen Cher im Caesars Palace durchsetzen. „Man lernt da sehr schnell, wie man sich davon absetzen kann und sich Gehör verschafft, schließlich kämpft man jedes Mal um die Aufmerksamkeit von Leuten, die ihren Blick auf irgendwelche Münzautomaten gerichtet haben. Du musst also wirklich alles geben, und so lernt man nach und nach, was die Leute aufhorchen lässt vom Kartenspiel, was sie dazu bewegt, zu sagen: ‘Hey, das ist echt gut, lass uns die Jungs da mal näher ansehen.’“

Für Imagine Dragons steckt die perfekte Mischung mit Aufhorch-Potenzial in satten Beats, vom HipHip entliehen, auf denen sie unglaublich direkte und schnörkellose Gitarren-, Bass- und Schlagzeug-Parts ausbreiten. „Wir stehen nun mal auf echten, natürlichen Klang, den wir dann erst zu synthetischem Noise verarbeiten“, meint Sermon. „Und wir schrauben nun mal gerne am Sound rum. Wir experimentieren sehr viel mit elektronischen und akustischen Percussion-Spuren, die wir dann übereinander schichten.“ Mit Ausnahme von Reynolds waren alle Mitglieder der Band am renommierten Berklee College of Music in Boston, und das technische Know-how und die Präzision, die eine derartige Ausbildung mit sich bringt, hat den Sound und den ganzen Ansatz der Band ganz offensichtlich geprägt. „Ich hingegen lasse einfach mein Gehör entscheiden, was gut ist. Und erst wenn man Leute, die aufs Gehör bzw. auf Bauchgefühl setzen, mit solchen Theoretikern wie den anderen Jungs zusammenbringt, hat man alles, was es braucht, um echte Magie entstehen zu lassen“, ist Reynolds überzeugt.

In Zeiten, in denen jeder x-beliebige Teenager, der eine Webcam besitzt, von heute auf morgen Rockstar werden und genauso schnell wieder in Vergessenheit geraten kann, haben Imagine Dragons einen erfrischend ehrlichen, klassischen Weg gewählt und auf die guten alten Traditionen des Rock & Roll gesetzt: Sie haben von der Pike auf gelernt, was es bedeutet, eine Band zu sein, indem sie Songs geschrieben und diese den Leuten daraufhin erst mal live vorgespielt haben – und das zum Glück vor stetig wachsendem Publikum.

Dabei ist ihre Geheimwaffe letzten Endes noch ein ganz anderes Ding, ein Element, das uns in unserer exhibitionistischen Post-Internet-Musikkultur offensichtlich abhanden gekommen ist: Das Geheimnisvolle. „Unser Bandname ist nämlich ein Anagramm“, berichtet Wayne. „Wir hatten da etwas anderes im Sinn, aber dann wollten wir die Band doch nicht so nennen, und indem wir dann einfach die Reihenfolge der Buchstaben verändert haben, kam hinterher Imagine Dragons dabei heraus. Nicht mal unsere Mütter wissen, welchen Ausdruck wir ursprünglich nehmen wollten. Als Künstler muss man andauernd etwas von seinem Wesen präsentieren und sein Inneres nach außen tragen, und so ist es um so lustiger, wenn man mal was findet, was man dann einfach für sich behält.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Verbessern Sie diese Seite

Sie sind der Künstler, das Label oder das Management des Künstlers? Über Artist Central können Sie dieser Seite eine Biografie, Fotos und mehr hinzufügen und die Diskografie bearbeiten.

Feedback

Sehen Sie sich die häufigsten Fragen zu unseren Künstler-Seiten an
Senden Sie uns Feedback zu dieser Seite