Kurzbeschreibung
Im19. Jahrhundert stellt die archäologische und quellenkritische Erforschung des Altertums dessen ästhetische Vergegenwärtigung vor ein grundsätzliches Problem: Literarische und bildkünstlerische Imaginationen dürfen die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht ignorieren, gleichzeitig aber lassen sich die fragmentarischen Zeugnisse der Vergangenheit nur mittels ästhetischer Organisationsformen zum Sprechen bringen. Während also dichterische und bildkünstlerische Werke nicht selten zu Speichermedien für altertumskundliches Wissen avancieren, zehrt die historiographische Vermittlung der Antike vielfach von den spezifischen Darstellungsstrategien der Literatur und Malerei.
Über den Autor
Ernst Osterkamp, geb. 1950, ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der HU Berlin. Veröffentlichungen u.a. zu folgenden Themen: Literatur der deutschen Frühaufklärung, der Klassik und der klassischen Moderne sowie die Wechselbeziehungen zwischen den Künsten (insb. Dichtung und bildende Kunst, Dichtung und Oper).Thorsten Valk, geb. 1972, leitet seit 2007 das Referat Forschung und Bildung der Klassik Stiftung Weimar und lehrt als Privatdozent Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zuvor war er als Wissenschaftlicher Assistent an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg tätig.