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Imaginaerum (Ltd. Digipak mit Poster) [Doppel-CD]

Nightwish Audio CD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (245 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (2. Dezember 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Nuclear Blast (Warner)
  • ASIN: B005MIYI3K
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (245 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.237 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. Taikatalvi
2. Storytime
3. Ghost River
4. Slow, Love, Slow
5. I Want My Tears Back
6. Scaretale
7. Arabesque
8. Turn Loose The Mermaids
9. Rest Calm
10. The Crow, The Owl And The Dove
Alle 13 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. Taikatalvi (Instrumental)
2. Storytime (Instrumental)
3. Ghost River (Instrumental)
4. Slow, Love, Slow (Instrumental)
5. I Want My Tears Back (Instrumental)
6. Scaretale (Instrumental)
7. Arabesque (Instrumental)
8. Turn Loose The Mermaids (Instrumental)
9. Rest Calm (Instrumental)
10. The Crow, The Owl And The Dove (Instrumental)
Alle 13 Titel anzeigen.

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Imaginaerum
Fantasiewelt voller Wunder
Vier Jahre nach »Dark Passion Play« schlagen NIGHTWISH ein neues Kapitel auf, das alles bisher Dagewesene revolutionieren soll. Auf »Imaginaerum« vermögen sie es, ein fulminant-komplexes Soundkonstrukt zu entwerfen, das stilistisch an ihrem Platinalbum »Dark Passion Play» anknüpft, aber gleichermaßen innovative Elemente integriert, die so zuvor nicht ihren Weg in die Musik fanden. So zieht sich nicht nur ein opulent-inszeniertes Soundtrack-Feeling durch die fulminanten Stücke, das oftmals düstere Szenarien aus Tim Burton s »Corpsbride« vor dem inneren Auge erscheinen lässt. Auf der durchweg virtuosen Exkursion, kredenzen NIGHTWISH Abstecher in die keltische Mythologie und verbinden melancholisch-sehnsuchtsvolle Momente ('Turn Loose The Mermaids'), mit bluesigem Varieté-Charme - nonchalant und höchst erotisch haucht Anette 'Slow, Love, Slow'. Dennoch liegt der Fokus nach wie vor auf den episch-bombastischen Nummern, die mit brachialer Gewalt und zutiefst intensiven Klangkaskaden aufwarten, wie schon die erste Single 'Storytime' eindrucksvoll unter Beweis stellt, wenn mystisch-opulente Chöre sich mit dem betörenden Orchester vereinen. Schnelle, peitschende Riffs erwarten den Hörer auch auf 'I Want My Tears Back', bei dem Anettes glasklarer Gesang wunderschön zum Ausdruck kommt und harmonisch mit Marcos prägnanter Stimme verschmilzt. Melodramatisch mutet dagegen überzeugt das mysteriöse 'Scaretale', das durch morbides Kindergeflüster eingeleitet wird, sich in einem Kinderkanon verliert und mit opulenter Gewalt nach vorne drückt, während das Instrumentalstück 'Arabesque' in orientalische Gefilde entführt und den Palast der Winde entfacht. 'Last Ride Of The Day' komplettiert noch mal alle Trademarks von NIGHTWISH und zeigt sich in grenzenloser, epischer Bandbreite mit verführerisch-symphonischer Intensität. Das Highlight dürfte aber die wahrlich überwältigende Mammutnummer 'Song Of Myself' sein, die in vier Kapitel untergliedert ist und derart vielschichtig aufgebaut wurde, das einem die Wort fehlen. Paper is dead without words , heißt es an einer Stelle und NIGHTWISH beweisen, dass sie es sind, die diesem Genre majestätisch und komplex wie nie, Leben einhauchen!

Produktbeschreibungen

NIGHTWISH, Imaginaerum - 2CD-Digi

Die limitierte Erstauflage des neuen NIGHTWISH-Meisterwerkes kommt im edlen 2CD-Digipak im Schuber inkl. Poster!

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206 von 243 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nightwishs Magnum Opus 2. Dezember 2011
Format:Audio CD
Im Prinzip ist es immer einfach mit einer Floskel eine Rezension zu beginnen. Im Falle von Nightwish wäre es wohl, dass die Band sicherlich nicht unumstritten in der Metal Szene ist, viele sie hassen oder nicht für Voll nehmen, während andere sie abgöttisch lieben. Das mag auch alles stimmen, allerdings wird wohl niemand bestreiten, dass Nightwish grandiose Musik machen und ihr Handwerk beherrschen. Zudem gibt ihnen, sofern dies ein akzeptabler Grund ist, der Erfolg Recht. Geschlagene vier Jahre sind nun seit ihrem letzten Album Dark Passion Play vergangen. Eine lange Zeit, in der viele Fans sich fragten wie es weiter gehen soll. Wir erinnern uns: Anett Olzon hatte die undankbare Aufgabe in die übermenschlich großen Fußstapfen der geliebten Tarja Turunen zu treten, die nicht nur das Gesicht der Band war sondern auch mit ihrem Gesang stilprägend für das Genre und eine Inspiration für Nachahmer, Plagiate und Verehrerinnen.
Und dann ist da noch Tuomas Holopainen, der ekzentrische Kopf und Vater der Band, der immer wieder versucht in neue musikalische Dimensionen aufzubrechen. Er ist ein Visionär und Genie, der es genießt das bisschen Größenwahn zu zeigen, welches Nightwish zu dieser einzigartigen Band macht, die sie nun mal ist.
Was kann man nach vier Jahren Wartezeit von einer Band erwarten? Die Antwort ist einfach: Alles und nichts. Im vorliegenden Falle ist es sicherlich alles. Eben dieses kleine bisschen Größenwahn, die Vision von Höher, Schneller, Weiter. Ein im Jahre 2012 geplanter Film!!! Einfach immer in die Vollen greifen. Was macht dieses Album Imaginaerum (Arbeitstitel: Imagine und schließlich Imaginarium) am Ende dann doch so unwiderstehlich, während jede andere Band für so viel Bombast, Pathos und Zuckerguss eine Rüge bekommen hätten? Ganz einfach: Es handelt sich nicht um eine andere Band, sondern um Nightwish. Die vier Jungs und das eine Mädel haben in der Hinsicht Narrenfreiheit.

Das Album beginnt mit dem von Marco Hietala komplett alleine dargebotenen Takaitalvi, ein Opener, der akustisch beginnt bis schließlich die Orchestrierung einsetzt und einen sanften Fade Out in Storytime einleitet. Man muss sich klar machen, dass das was man am Ende des Openers hörte gleichzeitig auch bereits eine Andeutung darauf ist, was man in den nächsten 70 Minuten geboten bekommt. Imaginaerum wird opulent und groß.
Der sinistre, mystische Beginn von Storytime ufert schließlich in für Nightwish typische Riffs und knallige Orchesterfarben, bevor der Gesang einsetzt und der Hörer einen waschechten Power Metal Ohrwurm bekommt. Die metaltypischen Instrumente halten mit Streichern und Bläsern zumindest in den Strophen die Waage, während es im Refrain und den finalen Momenten des Lieds ein Bombastzenit erreicht wird (mit deutlichen Anleihen an Songs wie Beauty Of The Beast oder FantasMic), den wohl nur diese eine Band selbst toppen kann. Und ja: Im Laufe des Albums wird das definitv passieren. Storytime gefällt mir als Albumversion übrigens deutlich besser als die vorab bekannte Singleauskopplung und ist trotz seiner Eingängigkeit überraschenderweise ein Grower.

Das folgende Ghost River ist mein persönlicher (erster) Höhepunkt des an der Spielzeit gemessenen noch jungen Albums. Das kernige Gitarrenspiel von Emppu Vuorinen und die orchestralen Ausbrüche konkurieren, um letztendlich von Anette Olzons Gesang abgelöst zu werden, nur um schließlich in einem weiteren Ausbruch in dem von Marco Hietalas zu münden. Dieser übernimmt daraufhin den Refrain und dominiert mit seiner Aggressivität den Song, der sich von Sekunde zu Sekunde selbst aufbauscht. Ein Kinderchor setzt ein. Gänzlich unpeinlich und (was nicht jede Band schafft) passend und intelligent. Das ganze Klanggebilde wird größer, erhabener, droht jede Sekunde zu explodieren.
Slow, Love, Slow überrascht als erste Ballade damit, dass der Song der vielleicht untypischste ist, den Nightwish jemals schrieben. Barjazzelemente! Wieso eigentlich nicht? Auch wenn die Bombastkurve (Chor) gegen Ende dann doch etwas steiler wird, herrscht hier eine direkt aus dem Film Noir zu kommen scheinende Coolness. Man beachte nur den Bass, das Cello, die Trompete. Frau Olzon beweist hier eindrucksvoll die Bandbreite ihrer Stimme, was jeglichen Kritiker verstummen lassen sollte. Vorsichtig ausgedrückt: Tarja Turununen hätte Slow, Love, Slow nie im Leben so darbieten können. Ganz dicker Anspieltipp!!!

I Want My Tears Back ist eine kraftvolle Up-Tempo Nummer, welche mit seinen Irish Folk/Celtic Elementen fast schon erschreckend an Last Of The Wilds vom Vorgängeralbum erinnert. Gesanglich wechseln sich Olzon und Hietala ab, der als Slogan benutze gerufene Songtitel erfolgt wie der Refrain stellenweise unisono. Gegen Ende steigern sich die Folkelemente schließlich so weit, dass eine klare Michael Flatley Hommage entsteht. Absolut hinreißend ist übrigens Olzons Gesang in den Strophen, welcher mit seiner Zerbrechlichkeit und Zartheit an ähnliche Momente der Turunen-Ära erinnert, während ihr kraftvoller Refraineinsatz fast schon ikonisch für ihren Stil (Stichwort Amaranth oder die B-Seite The Escapist) ist. Es würde mich übrigens nicht verwundern, wenn I Want My Tears Back die zweite, oder zumindest eine folgende, Single werden würde.

Mit Scaretale folgt ein atmosphärisches Monstrum, welches mit einer gesunden Härte (Doublebass und Gitarrenorientierung in der ersten Hälfte) zuerst ordentlich Ärsche tritt, bevor der musikalische Jahrmarkt schließlich Einzug gewährt bekommt und die Andeutung des Gesamtsounds der Band zum Filmscore hin immer mehr bestätigt. Scaretale ist wohl das quintessenzielle Werk von Nightwish vom Symphonic Power Metal hin zu einem Danny Elfman auf Stromgitarre. Scaretale wird polarisieren: Es wird Öl ins Feuer der Nightwish-Gegner kippen, steht aber gleichzeitig für Opulenz und Erhabenheit. Ein schwieriger Song, der darum schreit in den Gehörgängen der Fans wachsen zu dürfen. Die gesangliche Leistung ist nebenbei phänomenal: Anett Olzon spielt ihre Rollen von bissig-böse und agressiv bishin zu abgründig-verdreht und völlig neben der Spur mit einer wundervollen Portion Erotik. Bitte, bitte mehr davon! Fast nahtlos geht der Song schließlich in das Instrumental Arabesque über, welches das musikalische Konzept des vorangegangenen Scaretale fortführt.

Die melancholische Ballade Turn Loose The Mermaids leitet die zweite Hälfte des Albums ein. Olzon schafft es mit Leichtigkeit den Hörer gefangen zu nehmen, die sanften Flöten tun ihr Übrigens, bis schließlich Trommeln immer lauter werden und in einer gepfiffenen Melodie Marke Ennio Morricone münden und diese ruhige und getragene Nummer zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Turn Loose The Mermaids wird von Mal zu Mal besser. Vielleicht der heimliche Star des Albums.
Rest Calm ist in meinen Ohren der absolute Höhepunkt von Imaginaerum. Atmosphärisch und hart steigert sich der Song zu einer erdrückenden Anspannung und wird schließlich vom wunderschönen Refrain erlöst. Das Orchester setzt ein. Dann beginnt das Spiel erneut. Immer weiter wird die Dramatik erhöht, immer wieder rettet uns Olzons Gesang. Als dieser dann mit dem des einsetzenden Kinderchors zu verschmelzen wirkt, dann ist das einer magischsten Momente, die die Band ihren Fans jemals geboten hat. Das Finale wird orchestral, bombastisch und (auch wenn ich den Begriff im Bezug auf Musik eigentlich ungerne benutze) episch. Allein für diesen Song lohnt sich der Kauf des Albums.

The Crow, The Owl And The Dove ist da ganz ähnlich. Verträumt und verführerisch bietet die Powerballade mit dem folkigen Mittelteil sowie dem Gesangseinsatz von Troy Donockley, der sich für die Arrangements der Folkelemente dieses Albums verantwortlich zeigt, Nightwish in absoluter Hochform. Lyrisch toll und ansprechend und musikalisch ungewohnt versöhnlich und unbeschwert, gleichermaßen aber tränenschwer und ultra intensiv wird The Crow, The Owl And The Dove zu einem außergewöhnlich schwelgerischen Feelgood-Song.
Fast schon traditionell ist dagegen last Ride Of The Day. Mit Bombast, Choreinsatz so wie es auch schon auf Century Child oder Once funktioniert hat, wird Last Ride Of The Day zu einer Up Tempo Nummer, die direkt neben Songs wie Dark Chest Of Wonders oder End Of All Hope eine gute Figur gemacht hätte. Eine absolute Abgeh- und Euphorienummer, gesanglich super mit knackigen Gitarren und einem Bleifuß auf dem Gaspedal: Einer dieser Songs, bei dem man dazu geneigt ist beim ersten Reinschnuppern ins Album direkt auf Repeat zu drücken anstatt streng Lied für Lied hintereinander kennen zu lernen. Klasse!

Das Grand Finale heißt dann Song Of Myself. Der Longtrack von 13 Minuten lässt sich in vier Teile splitten. Es geht orchestral und dramatisch los: Up-Tempo, Chöre, eine kraftvolle und energetische Anett Olzon. Die Dynamik des Refrains geht mal abgesehen vom Orchester im Hintergrund sogar ganz leicht in die AOR Ecke à la Europe, aber nie soweit, dass das Gesamtbild des Songs davon arg beeinflußt werden könnte. Anschließend wird es mystisch und majestätisch, düster und bombastisch. Dann ein krasser Schnitt. Balladesk und melancholisch folgt das große Finale. Lesen Sie weiter... ›
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152 von 183 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Nightwish hat von allen Bands die wohl zerstrittenste und undankbarste Fangemeinde überhaupt. Die Ursache ist wohl allen bekannt: Der hochdramatische Rauswurf der heißgeliebten Opernsängerin Tarja Turunen, der nun schon ganze SECHS (!!!) Jahre zurückliegt. Doch leider hat die recht große Gruppe der Tarja-Fanatiker immernoch nicht aufgegeben sich über die neue Frontsängerin Anette Olzon aufzuregen, Anette als "Pop-Stimmchen" zu beschimpfen, oder positvive Rezensionen des neuen Albums runter zu bewerten, bzw. unkonstruktive und negative Hassrezensionen zu schreiben. Dabei ist die Sache doch ganz einfach: Wem schon das Vorgängeralbum "Dark Passion Play" nicht gefallen hat, soll sich nun eben von Nightwish abwenden und sich lieber der Solokarriere von Tarja Turen zuwenden. Der Musikstil von Nightwish hat sich mit der Neubesetzung von Anette einfach verändert, und es ist natürlich verständlich, dass die Band damit einige alte Fans verliert, doch die Musik insgesamt wurde Mit "Dark Passion Play" meiner Meinung nach besser als je zuvor. Natürlich hat Anette nicht die epische Wucht einer Tarja in ihrer Stimme, doch sie klingt dafür sehr viel angenehmer, wärmer und natürlicher. Ich kann es auch echt nicht mehr hören, dass einige glauben Nightwish wird durch Anettes "Pop" Stimme kommerziell... darf jetzt also überall nurnoch Opernstyle gesungen werden, damit Musik als "Gut" bezeichnet wird oder was?? Und Anettes Gesang ist besonders auf diesem Album, Imaginaerum, sehr gut... und mir dreht sich echt aufgrund der ganzen Ignoranz hier der Magen um wenn ich Rezensioen lese, die ihre Stimme als GRAUENVOLL bezeichnen...

Naja, nach diesem etwas längeren Vorwort geh ich jetzt auf das Album an sich ein, bzw auf die einzelnen Songs und werde diese ausführlich beschreiben und bewerten. Es wird sehr lang werden, aber ich hoffe das einige von euch die Geduld haben es sich durchzulesen, werde mir nämlich viel Mühe geben ;) Naja los gehts:

TAIKATALVI: 8 / 10
Der erste Intro-Track in Nightwishs Karriere... und was für einer!!! Eine Spieluhr fängt an zu spielen und Marco setzt mit sanftem finnischen Gesang ein. Wenn nach einigen Sekunden dann auch eine kleine Orchesterbesetzung einsetzt hat man gleich das Gefühl man höre den Soundtrack eines Tim Burton Films (zum Beispiel "Corpse Bride"), eine dunkle und melancholische Atmosphäre, die sich im großen und Ganzen auch über das weitere Album ziehen wird. Deshalb toller Introtrack, einer der besten die ich je gehört habe!!!

STORYTIME: 9,5 / 10
Dieser Song dürfte wohl schon jedem bekannt sein. Allerdings findet man hier die eineinhalb Minuten längere Albumversion vor, im Gegensatz zum sehr viel schwächeren Radio Edit aus dem Musikvideo, das vor ein paar Wochen zum Beispiel in Youtube veröffentlicht wurde. Schon hier begann die Polarisation der Fangemeinde, die einen bezeichneten den Track als beste Nightwish Single, während die anderen Storytime als eine Anbiederung an den Mainstream ansahen. Nun für mich ist das wiederum völliger Quatsch, besonders die Album Version ist wohl sehr viel weniger kommerziell als beispielsweise "Nemo" oder "Amaranth"!!! Der Song hat ein für Nightwish Verhältnisse heftiges Riff, sehr schnellen Beat und einen GEWALTIGEN Mittelteil inklusive Kinder-/ ErwachsenenChor und Orchester! Der Refrain ist wohl das kommerziellste am Song, eine super eingängige und zuckersüße Melodie, die aber im krassen Gegensatz zu den eher unharmonisch und bedrohlich klingenden Strophen stehen. Mir gefällt der Song wirklich sehr gut, meiner Meinung nach die beste Single von Nightwish, da sie einfach alles beinhaltet, was die Band ausmacht: Härte, Bombast, sowie ausgefeilte, eingängige und schöne Melodien. Erstes Highlight des Albums.

GHOST RIVER: 10 / 10
Ok, dieser Track ist der HAMMER!!! Ein wahres Brett von Song: hart, melodisch, atmosphärisch. Alles beginnt mit einem Riff das mich etwas and das Album "Wishmaster" erinnert, kann aber nicht genau sagen wieso... dann setzt Anette mit ihrem Gesang, und man denkt der Song wird eine ganz nette, gut verdauliche Mid-Tempo Nummer... doch dann *BRAATZZ* wird Anette vom wild rumbrüllenden Marco (Bassist) abgelöst, der dann auch den darauffolgenden SEHR GUTEN Refrain singt: "He will go down, He will drown, drown, deeper down..." wirklich sehr geil und super atmosphärisch, einer der besten Refrains in Nightwishs Karierre! Im Mittelteil kommt dann schließlich noch ein Kinderchor, der diesen Refrain nochmals singt, welcher dann wiederum von Marco abgelöst wird. Alles in allem Mega Song, der allerdings einige Hörduchgänge braucht bis er richtig zündet, aufgrund der etwas komplexen Songstruktur. Meiner Meinung nach der vielleicht beste Song auf dem Album.

Slow Love Slow: 8,5 / 10
Nun... das dürfte wohl einige Nightwish Fans sehr verwirrt zurücklassen^^ Denn dies ist ein JAZZ-Song ála "ich sitze eines Nachts im Jahre 1930 in einem kleinem Nachtclub in Chicago" oder sowas in der Art ;). Doch ich kann erleichtert sagen, dass dieses Experiment sehr gelungen ist, Anette singt super, sehr ruhig und rauchig, und insgesamt merkt man trotz der ungewöhnlichen Wahl des Genres, dass dies ein Nightwish Song ist. Allein an dem Pianothema im Hintergrund, das dem Stück eine unglaublich dunkle und dichte Atmosphäre gibt. Außerdem gibt es ein sehr feines technisches Gitarrensolo von Emppu, sowie ein Trompetensolo das von Louis Armstrong höchstpersönlich sein könnte. Insgesamt ein ungewöhnlicher, aber sehr guter Song, zündet aber auch erst beim öfteren hören.

I WANT MY TEARS BACK: 9,5 / 10
Nach groovigem Jazz wird jetzt eine 180 Grad Wende vollzogen, und wir landen in der keltischen Ecke, inklusive Dudelsack (oder verwandtes Instrument, bin mir nicht sicher). Eine Midtempo Nummer, die wohl eins der eingänstigen Stücke auf dem Album ist. Nach einer sehr schön gesungenen Strophe von Anette gehts weiter in den Refrain, der mich ein bisschen an "Wish i had an Angel" erinnert, da sich Anette und Marco die Gesangsparts teilen. Doch der eigentliche Höhepunkt ist der Mittelteil: Ein an Riverdance erinnerndes Pipes/E-Gitarrensolo das ordentlich Tempo und Stimmung macht (erinnert mich an "Last of the Wilds"). Nach diesem Hammer gehts wieder in den Refrain. Ein wirklich sehr gutes Stück, und absoluter Singlekandidat, meiner Meinung nach schonmal viel besser als zum Beispiel "Bye Bye Beautiful", da es einfach diesen Mega Mittelteil hat.

SCARETALE: 9,5 / 10
Dieser Song wird wohl als komischster Nightwish Song überhaupt in die Geschichte eingehen. Alles beginnt schon sehr "Creepy" mit dem Kinderchor und jammernden Streichern, die sofort in eine Melodie münden, die mich wieder sehr stark an einen Tim Burton Soundtrack erinnert. Und dann gehts auch schon los: Orchester. Chor. Double Base. Insgesamt fast drei Minuten reines Instrumental. Doch dann setzt Anettes "Gesang" ein, und zwar so wie man ihn noch nie gehört hat. Sie quitscht, quiekt und schreit was das Zeug hält, klingt affengeil um es formell auszudrücken ;). Nach zwei Strophen von Anette (ohne Refrain, sowas hat diese Lied nämlich nicht) gehts weiter mit Zirkus-/Showmusik, diesmal von Marco "gesungen". Dieser Teil erinnert mich an Disneyfilme, wenn der Bösewicht sein Thema singt beispielsweise ;) So trällert Marco einfach mal "LALALALALAAAA" oder "HU HA HU HA". Beim ersten mal hören denkt man sich ganz bestimmt "Was zum..." aber ich finde es nach paar Durchgängen einfach nur GENIAL und total witzig. Vorallem das Orchester ist in diesem Song hervorzuheben, in keinem Nightwish Lied waren die Arrangements so komplex und durchdacht wie in diesem. Insgesamt wird dieser Song besser und besser mit jedem Mal hören, und er wird definitiv ein Klassiker in der Nightwish Geschichte ;)

ARABESQUE: 8 / 10
Erstes reines Orchester-Instrumental. Hier gibt es nicht sehr viel zu sagen, ausser dass es (wie man vom Namen schon ableiten kann) ein orientalisch klingendes Stück ist, und die Percussions dieses Songs wirklich sehr geil sind, sowie die eigentlichen Orchester Arrangements. Jetzt kein Höhepunkt des Albums, aber auch weitaus mehr als eine langweilige Überleitung. Auch für diesen Track gilt: öfter hören!!

Turn Loose The Mermaids: 9 / 10
Ein keltisch klingendes, akustisches Stück, dass mich etwas an "The Islander" erinnert, nur dass diesmal Anette alleine singt. Und das macht sie wirklich SEHR GUT, und wirklich sehr gefühlvoll. Einer der emotionalsten Songs von Nightwish, besonders wenn man die Bedeutung der Lyrics versteht... in der Mitte des Lieds gibt es einen gepfiffenen Teil (oder ist es doch eine Flöte..?) naja, klingt auf jeden Fall sehr schön. Zählt auf jeden Fall zu Nightwishs besten Balladen.

REST CALM: 8,5 / 10
Ein sehr schweres und schleppendes Stück, das in den Strophen von Marco und im Refrain von Anette, bzw Anette und Marco gesungen wird. Im Mittelteil gibt es eine sehr schöne Stelle, wenn der Kinderchor nochmals den eigentlichen Refrain singt. Kann einem eine echte Gänsehaut geben... doch danach explodiert der Song, und es kommt zu einer nahezu endlosen Wiedeholung des Refrains, der allerdings jede Runde noch bombastischer und heftiger wird. Ein starker Song, der allerdings bei mir erst nach dem 4-5 mal Hören gezündet hat.

THE CROW, THE OWL AND THE DOVE: 8 / 10
Eine weitere Ballade, und der vielleicht radiofreundlichste Song des Albums. Lesen Sie weiter... ›
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48 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jezze
Format:MP3-Download
Ich darf mich als Nightwish-Fan der ersten Stunden bezeichnen, Oceanborn und Wishmaster sind nach wie vor meine Lieblingsalben. Dark Passion Play hatte mir schon nicht mehr so gut gefallen, und auch von Imaginaerum war ich beim ersten Probehören nicht begeistert.
Aber dann habe ich nochmal reingehört. Und ein drittes Mal. Und mir das Album gekauft. Jetzt läuft es seit ein paar Tagen schon jeden Abend.

Man muß einfach mal ein paar Dinge klarstellen: Nightwish hat sich weiter entwickelt. Sie klingen halt nicht mehr wie die x-te Variante ihrer ersten Alben. Tarja ist nicht mehr dabei. Und Anette macht ihren Job nicht schlecht: auf dem Vorgängeralbum klangen die Lieder noch sehr danach, als seien sie für Tarja geschrieben. Das ist jetzt nicht mehr der Fall, Imaginaerum paßt viel besser zu Anettes Stimme.
Die barocken Harmonien, von denen z.B. Wishmaster sehr stark geprägt gewesen ist, gibt es halt nicht mehr. Das Album hat viele instrumentale Arrangements, ist aber nicht mehr so experimentell.

Inzwischen gefällt mir das Album wirklich gut! "Slow, Love, Slow" halte ich übrigens für den totalen Knaller, obwohl (oder grade weil?) dieser jazzige Blues-Sound etwas ist, das man von Nightwish überhaupt nicht erwartet.

Fazit: Gebt dem Album ne Chance! :)
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Ein Meisterwerk!
Ich bin absolut überzeugt von diesem Album.
Als Tarja Turunen aus dieser Band geschmissen wurde, war ich höchst enttäuscht gewesen. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Tagen von Marij Ke veröffentlicht
imaginaerum
die Lieferzeit war sehr lang! Es war nicht direkt ersichtlich das es US Import ist und über ein Schweizer Versandlager abgefertigt wird. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von Martin veröffentlicht
Mainstream Mist
Mir ist eigentlich ziemlich egal welche Sängerin dabei ist ( ich fand die neue live sogar besser als Tarja) was mich an dieser CD so erheblich stört - es wirkt als wenn... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Tagen von Spacelove veröffentlicht
Tolle Musik
Ich höre erst seit ca 2 Jahren Nightwish, und muss sagen, dass mir die ganze Diskussion über die Sängerin ziemlich egal sind. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Tagen von Max Jakob Maass veröffentlicht
Genial!
So. Ich bin absoluter Nightwish- Neuling. Ich habe es früher immer mal wieder mit Nightwish probiert, da ich die Art von Musik liebe, aber ich konnte Tarjas Stimme einfach... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Sabrina Kolhosser veröffentlicht
Einfach der HAMMER!!!
Wir alle wissen ja wie genial Tuomas ist, aber dieses Album ist die Krönung!!!
Ich höre eigentlich nichts anderes als NIGHTWISH, weil es mir einfach hilft passende... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Erlkoenig veröffentlicht
clear vinyl
ja, was kann man zu nightwish sagen... - die platten sind leider kein picture vinyl mehr, wie die veröffentlichungen zuvor... - beide platten sind im clear-vinyl gepresst... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von The-Art-of-Perception veröffentlicht
Toll
Ich habe das Album wirklich sehnsüchtig erwartet und war um so kritischer, als ich dann rein hòrte. Aber ohnr Grund. Nughtwish zeigt mal wieder wie vielseitig sie sind. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Sarah Rehbein veröffentlicht
Hört doch endlich mal auf dieses Album.........
......mit den alten Scheiben zu vergleichen! Es hat nicht viel mit den bereits vorhandenen Scheiben zu tun und das ist auch von NW so gewollt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von F. Weinbrenner veröffentlicht
Genuss pur
Dies ist meine erste Rezension zu einem Artikel... und direkt positiv :)

Nein, mal ganz im Ernst. Dieses Album zu bestellen, hat sich wirklich gelohnt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Stephan veröffentlicht
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