Susumo Yokota Bay 9CD
Fruehe Werke des japanischen Kuenstlers/Musikers Susumo Yokota die wieder einmal die Behauptung Luegen straft, Technomusiker hätten keinen Bezug zu Musik und wären gleichsam inhaltslos. Das unter diesen auch begnadete Musiker und Kuenstler stecken kommt leider erst dann ans Tageslicht, wenn ihnen erst nach ihren Erfolgen mit Techno mal Gehoer geschenkt wird. Aber es gibt ja auch Dinge die man leider mit Worten nicht beschreiben kann, oder sollte man lieber zum Glück sagen? Die 13 Songs haben eine sonderbare Zerbrechlichkeit und Staerke zugleich, alle mit dem Bezug zu „Kona" - ein japanischer Ausdruck für Puder/Staub aus weissen Koernern/Partikeln. Dieser Bezug laesst klar werden was Musik für ihn darstellt: Zum einen ist die Zusammensetzung aus vielen winzigen Teilchen etwas klar vorhandenes, zum anderen birgt sie voellige Instabilitaetdie jeder Windhauch schon zerstoeren kann. Er bezeichnet dieses als „transpersonales" Thema, das auch in seinen bemalten Fotos und Polaroids, Collagen und Bildern zum Ausdruck kommt. Sowohl das Transpersonale als auch Kona sind für ihn in flexibel in ihren Dimensionen. Die Musik, zum groessten Teil aus Gitarre und Orgel komponiert, ist daher auch nicht direkt fassbar im herkoemmlichen Sinne sondern eher plaetschernd und unpraegnant. Sobald man es gehoert hat ist sie fast schon vergessen oder nur noch schemenhaft wahrnehmbar - „Like the vagueness of memories".