"Im Zeichen der Libelle" ist ein stiller eher unspektakulärer Film über die Frage: Was kommt nach dem Tod ? Es geht hier meiner Meinung nach gar nicht darum, irgend einen großen Mystery-Grusel zu entfachen. Der Meinung scheint auch Regisseur Tom Shadyac gewesen zu sein, der einige klischeehaftere Szenen aus dem Film rausnahm, die in den zusätzlichen Szenen in den Extras dieser DVD präsentiert werden. Warum die optische Qualität der zusätzlichen Szenen so schlecht ist, bleibt wohl das Geheimnis von Buena Vista Home Entertainment.
Insgesamt zeigt der Film auf sehr einfühlsame Weise, wie ein völlig naturwissenschaftlich orientierter Mensch, der Arzt Dr. Joe Darrow (wunderbar gespielt von Kevin Costner) durch den Tod seiner Frau Emily, die aus wichtigem Grund versucht mit ihm Kontakt aufzunehmen, nach und nach entdeckt, dass es zwischen Himmel und Erde weit mehr gibt, als die Wissenschaft erklären kann. Begegnungen mit kranken Kindern und einer alten Nonne lassen seine nur an "harten Fakten" orientierte Sichtweise Schritt für Schritt in sich zusammen fallen und schließlich macht er sich auf nach Venzuela, wo seine Frau gestorben ist. Dort begegnet er nicht nur einem Indianerstamm, der dicht bei der Unglückstelle lebt, wo Joes Frau zu Tode gekommen war ...
Ein ruhiger, in stimmigen Bildern erzählter Film über die Möglichkeit, "dass wenn wir uns diese Welt erschaffen, wir uns auch die nächste erschaffen können", wie es ihm die alte Schwester Madeleine in einem berührenden Gespräch erklärt hatte.
Die Extras sind durchaus sehenswert und technisch bis auf die oben schon erwähnte lausige Bildqualität der geschnittenen Szenen auch einwandfrei. Ein Interview mit der Nahtodexpertin Betty Eadie, die ihr eigenes Sterbeerlebnis bewegend beschreibt, sowie ein Audiokommentar des Regisseurs und ein angenehm persönlich gehaltenes Feature über die Entstehung des Films mit berührenden Gesprächen mit Darstellern, Regisseur und Autor runden die durchaus empfehlenswerte DVD passend ab.