Die Story fängt sehr gut an sodass sich der Leser sehr rasch in das Geschehen einlesen kann. Die Anfänge erinnern in der Beschreibung der Tat, der beteiligten Personen sowie im Aufbau der Charaktere sehr stark an die Ausführungen und an den Stil von Henning Mankell. In der Mitte zieht sich die Handlung etwas in die Länge und mündet in einen sehr enttäuschenden Schluß. Tatsächlich mußte ich diesen mehrmals lesen um die Banalität, die sich dahinter verbarg zu realisieren. Hatte ich nun wirklich 400 Seiten gelesen um diese triviale Auflösung des Falles hinnehmen zu müssen? War die unzureichende Beschreibung des Motivs nun der Dank für all diese Nachmittage, die ich mit dem Buch verbracht hatte? Nun, das kann es nicht gewesen sein, dachte ich mir - doch ich war tatsächlich auf der letzten Seite angelangt! Nach dem gut durchdachten, spannenden Beginn hätte ich der Autorin durchaus mehr Phantasie in der Auflösung des Rätsels zugetraut - auf falschen Fährten verhungern ist für Krimifans nicht unbedingt erstrebenswert.