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Im Wunderland der Triebe. CD: Ein tönender Sexreport
 
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Im Wunderland der Triebe. CD: Ein tönender Sexreport [Audiobook] [Audio CD]

Robert Gernhardt , Friedrich Karl Waechter , F. W. Bernstein
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Kunstmann; Auflage: 1., Aufl. (3. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888974410
  • ISBN-13: 978-3888974410
  • Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 12,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 450.503 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wer kennt die wahren Vorgänge im Zentralnervensystem, wenn das männliche Auge eine schöne Frau erblickt hat? Wer war schon Augenzeuge jenes dramatischen Wettlaufs der Spematozoen, der der Befruchtung unmittelbar vorausgeht? Fragen, auf die die Hörer dieses tönenden Sexreports überraschende und doch lehrreiche Antworten erhalten. In offener Sprache gibt diese CD, die seinerzeit von Pardon veröffentlicht wurde, Antwort auf und Anleitung für geheimste Fragen. Szenische Berichte und Reportagen von den Brennpunkten des menschlichen Körpers, aus dem Bett und von der Straße vermitteln Einblick in alles, was Sie schon immer über Sex wissen wollten.

Über den Autor

Robert Gernhardt, geboren am 13. Dezember 1937 in Reval (heute Tallinn/Estland), studierte Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin. 1964 zog er nach Frankfurt am Main und trat in die Redaktion der satirischen Zeitschrift "Pardon" ein. Hier erfand Robert Gernhardt zusammen mit F.K. Waechter und Fritz Weigle die Nonsense-Doppelseite "Welt im Spiegel" (WimS). 1979 war er Mitbegründer der satirischen Monatsschrift "Titanic". Ab 1966 arbeitete Robert Gernhardt als freier Lyriker und Schriftsteller, Maler und Zeichner, Theoretiker und Kritiker. Robert Gernhardt wurde mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, darunter mit dem Bertolt-Brecht-Preis (1998), dem e.o.plauen Preis (2002), dem Heinrich-Heine-Preis (2004) und dem Wilhelm-Busch-Preis (2006). Robert Gernhardt ist am 30. Juni 2006 in Frankfurt am Main gestorben.Friedrich Karl Waechter, geboren 1937 in Danzig, ausgebildet als Grafiker in Hamburg, war ab 1962 Mitarbeiter bei Zeitschriften wie 'Pardon', 'Konkret' und 'Twen'. Sein berühmter 'Anti-Struwwelpeter', als progressives Gegenstück zu Heinrich Hoffmanns 'Struwwelpeter' aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, erschien 1970, seit 1974 machte Waechter auch Filme und Theaterstücke für Kinder.
Im September 2005 starb Friedrich Karl Waechter.F. W. Bernstein zeichnet, macht Gedichte und schreibt Texte auf Papier, oft über Zeichnungen und Zeichnende. Seine Lyrik, Grafik und Satire wird zur sogenannten 'Neuen Frankfurter Schule' gezählt. F. W. Bernstein lebt als Pseudonym des Zeichenlehrers Fritz Weigle in Berlin. Dieser, Jg. 1938, studierte Kunst in Stuttgart und Berlin und unterrichtete von 1984-99 als Professor für 'Karikatur und Bildgeschichte' an der HDK Berlin. 2003 wurde er mit dem 'Göttinger Elch' ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Oswald Kolle reloaded ! 25. April 2007
Format:Audio CD
Die Thematik der CD ist sicher sehr alt und man hat alles schon mal gehört. Aber warum kommt einem alles bekannt vor? Weil diese LP / CD eine der ersten Vera....ungen der Sex Welle war. Damals sicher eine Provokation und brandneu. Meinem Vorredner muß ich widersprechen: Die Autoren haben sicher nicht bei Otto und Co geklaut- im Gegenteil. Sie waren Ottos Autoren und sehr viele andere Comedians haben sich bei Gernhard, Waechter,Bernstein bedient. Sie waren die Urväter und daher bekommt die CD auch 4 Sterne. Interessant für Nostalgiker und für Fans der "Welt im Spiegel" aus der Pardon.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
mal gut, mal sehr zotig! 29. Dezember 2009
Von Stefan Erlemann HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Audio CD
1968 - Oswald Kolle ist in aller Munde. Aufklärung ist ein Schimpfwort und niemand, wirklich niemand traut es sich, öffentlich von Geschlechtsverkehr, Ejakulation und Kamasutra zu reden. Nur Robert Gernhardt, F. K. Waechter und F. W. Bernstein beschließen, sich dem "Wunderland der Triebe" ernst und behutsam zu nähern. Es entsteht ein "tönender Sexreport" - eine Mischung aus ernstem Vortrag und höchst albernen Zwischeneinlagen.
2006 - Oswald Kolle ist Geschichte und kaum jemand kennt ihn noch. Seine Art der Aufklärungsfilme sind in den Schubladen der untersten Kommode auf dem Speicher verschwunden. Doch Rettung naht. Der Verlag "Antje Kunstmann" presst die Schallplatte, die 1968 als Beilage der Zeitschrift Pardon erschien, auf CD.

Zunächst eine unmissverständliche Warnung: Personen unter achtzehn Jahren dürfen sich diesen "tönenden Sexreport" nicht anhören. Bitte verlassen Sie unverzüglich den Raum.
Wir werden uns den Themen Geschlechtsverkehr, erogene Zonen, Ejakulation, Triebstau und Kenntnis der wichtigsten Stellungen behutsam nähern.
Zunächst einmal ist es möglich, dass eine Erektion entsteht, wenn ein Mann eine schöne Frau sieht. Diese Erektion ist meist umsonst und nutzlos - wie wird sie der gesunde Mann aber wieder los? Nun, man(n) kann erbauliche Lieder singen oder sich kalt abduschen. Man kann aber auch Holz hacken oder ein Instrument, beispielsweise ein Cello, spielen. Oder - und das ist sicherlich die beste Lösung - alles auf einmal tun!

In dieser Art und Weise vergehen die achtundvierzig Minuten dieser CD wie im Fluge. Der herrlich ernste Kommentar wird immer wieder auf das Vergnüglichste konterkariert durch Einspielungen größter Albernheit und durch eine freche Wortwahl, die 1968 sicherlich einigen Zuhörern die Zornesröte oder gar die Röte der Scham auf die Wangen trieb. Ob dies allerdings auch im Jahre 2006 noch funktioniert, ist zumindest fraglich. Das ist, als ob man zum achtzehnten Mal eine Otto-Show (deren Texte größtenteils von eben jenem Autorentrio stammen, die diesen Sexreport ersonnen haben) ansieht und immer noch über die teils flachen und groben, teils hintersinnigen und ironischen Scherze lachen kann. Gehören Sie als Hörer in diese Kategorie, ist diese Produktion ein "gefundenes Fressen". Niveau und Gagdichte sind höher als bei Otto, alberne Einlagen und krasse Wortwahl auch hier Programm. Einige Zoten und gar zu abgeschmackte Witze kann man leicht verschmerzen, muss man doch immer wieder schmunzeln über die Deutlichkeit, mit der die drei Spaßvögel den deutschen Spießer, oder zumindest dessen Klischee, auf den Arm nehmen.
Wer aber Otto blöd und langweilig, zotig und abgeschmackt findet und dessen Humor in die Ecke "schmuddelig" stellt, wird an Waechter, Bernstein und Gernhardt ebenso keinen Spaß haben.

Fazit: Die gewagte Idee, eine Schallplatte von 1968 - netterweise ist die hintere Seite der Papphülle identisch mit der Rückseite der damaligen LP - im Jahre 2006 herauszubringen, funktioniert. Witzig, lässig, locker präsentieren die drei Autoren auch heute noch, dass es eine Diskrepanz zwischen dem Erlaubten und dem Gewünschten im "Wunderland der Triebe" gibt. Allzu oft fühlt man sich entlarvt und bestätigt, wenn der Spießbürger in uns, der Worte wie Ejakulation und Geschlechtverkehr nicht ohne ein leises Unbehagen öffentlich ausspricht, "an den Pranger des Humors" gestellt wird. Leider erscheint der Preis für diese Produktion ein wenig zu hoch.

Stefan Erlemann
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Format:Audio CD
Plötzlich reden alle über das Unaussprechliche: Sex. Die Röcke sind verboten kurz, Illustrierte und Filme zeigen nackte Brüste, einige Irrsinnige wollen Homosexualität und Abtreibungen legalisieren.
So muss sich der ehrbare Bürger 1967 gefühlt haben, als dieser "Tönende Sexreport" entstand. Zielscheibe des Spotts ist sexuelle Aufklärung à la Oswalt Kolle. Die "Pardon"-Redakteure erkunden erogene Zonen, geben Ratschläge für den Beischlaf und wetteifern in erotischer Tierlyrik. Ihre teils ironischen, teils klamaukigen Pointen werden in dem trocken-schulmeisterlichen Ton des öffentlich-rechtliche Kulturfunks vorgetragen. Musikalischer Höhepunkt ist das auf naive Sexgöttin getrimmte Chanson "Madeleine Madeleine".
Das erinnert an Woody Allens Episodenfilm "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten". Der kam aber erst 1972, als die deutsche Sexindustrie Kolles Arbeit mit bigotten Schulmädchen-Filmen selbst parodierte. Heute klingt dieses Hörbuch wie eine liebevolle Hommage an die sexuelle Revolution. Und es ist auch nach fast vierzig Jahren noch lustig.
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