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I'm With You

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3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (175 Kundenrezensionen)
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  Song Länge Preis    
Wiedergabe   1. Monarchy Of Roses 4:11 EUR 0,99
Wiedergabe   2. Factory Of Faith 4:19 EUR 0,99
Wiedergabe   3. Brendan's Death Song 5:38 EUR 0,99
Wiedergabe   4. Ethiopia 3:50 EUR 0,99
Wiedergabe   5. Annie Wants A Baby 3:40 EUR 0,99
Wiedergabe   6. Look Around 3:28 EUR 0,99
Wiedergabe   7. The Adventures Of Rain Dance Maggie 4:42 EUR 0,89
Wiedergabe   8. Did I Let You Know 4:21 EUR 0,99
Wiedergabe   9. Goodbye Hooray 3:52 EUR 0,99
Wiedergabe 10. Happiness Loves Company 3:33 EUR 0,99
Wiedergabe 11. Police Station 5:35 EUR 0,99
Wiedergabe 12. Even You Brutus? 4:01 EUR 0,99
Wiedergabe 13. Meet Me At The Corner 4:21 EUR 0,99
Wiedergabe 14. Dance, Dance, Dance 3:45 EUR 0,99
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
155 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anders und trotzdem super 26. August 2011
Von S. Brack
Format:Audio CD
Normalerweise schreibe ich keine Rezensionen, aber was hier über dieses Album geschrieben wird muss ich einfach kommentieren.
Eigentlich sind die Rezensionen wie üblich: Die einen finden das neue Album super, die anderen nicht. Ich persönlich bin begeistert, möchte mich aber zu denjenigen äußern, die enttäuscht sind. Ich muss mich immer wieder wundern, warum es Leute gibt, die den alten Stil einer Band vermissen. Hallo? Sollen die Jungs nochmals die gleichen Lieder remixen und ne neue Platte machen? Ist natürlich Quatsch. Sollen Sie den Sound der vorherigen Platten exakt nachahmen? Ist auch Unsinn, warum soll man alte Kamellen aus der Schublade holen? Die Jungs verdienen ihr Geld mit Musik, sie wollen kreativ sein und etwas anderes machen als zuvor. Und das rechne ich Ihnen hoch an. Ich setze noch einen drauf: Das zeichnet Sie als gute Künstler aus!

Nun zum eigentlichen Album: Ja, dieses Album hört sich nicht genau an wie Californication, es hört sich nicht genau an wie Stadium Arcadium. Aber: Man erkennt sofort, dass hier die Chilis am Werk sind, und nur das zählt. Die Songs grooven, sind eigenwillig und heben sich ab vom Einheitsgrau der heutigen Pop- und Rockmusik. Die Melodien und Rhythmen in den Strophen (vor allem von Flea's Bass) sind überraschend und wirken erfrischend neu. Es kommt nie das Gefühl auf "Das hab ich doch schon x-mal gehört".
Frusciantes Gitarre vermisse ich auch nicht, mir gefällt auch die neue Besetzung, anders aber gut. Im Übrigen waren die Solos, in denen sich Gitarristen am meisten auszeichnen können, auch schon bei Frusciante nichts wirklich atemberaubendes. Das ist nun immer noch so, stört aber keinesfalls, da sich die Solos gut in den Charakter der Songs einfügen.

Ob für mich auf diesem Album ein ähnlich genialer Song wie Scar Tissue, Under the Bridge oder Californication dabei ist, lässt sich nach der kurzen Hörzeit noch nicht sagen. Einige Songs haben aber definitiv das Potenzial dazu.

Meine Favoriten auf der Platte:
-Factory of Faith (Mid-Speed Nummer mit super Basslinie, klasse Gitarrerhythmen/-licks und sehr gelungenem Refrain)
-Brendan' s Death Song (Klasse Ballade mit bewegender Melodie und super Refrain)
-Annie wants a Baby (abwechslungsreich, wunderbare Licks und Melodien)
-Look Around (Mid Speed Nummer mit tollen Rhythmen und Melodien, sehr abwechslungsreich, Gute-Laune-Song mit richtig Groove)
-The Adventures Of Rain Dance Maggie (Ja, ich finde die Singleauskopplung sehr gelungen, der Refrain benutzt zwar eine gewohnte Grundmelodie, weiß aber trotzdem zu gefallen; Die Strophe mit abwechselndem Einsatz von Gitarrist und Sänger ist klasse)
-Even You Brutus? (Strophen mit Rap-Anleihen, sehr interessant und ungewohnt von den Chilis, schöner Übergang von Sprechgesang zur Melodie)
-Meet Me At The Corner (Leicht verdauliche Ballade, absolut typischer Chilis-Stil, wunderbare Gitarrensolis)

Die restlichen 7 Songs sind absolut akzeptabel und keinesfalls schlecht, reichen aber nicht an die Qualität der oben genannten Songs heran. Man möge sich an dieser Stelle jedoch ins Gedächtnis rufen, dass es wohl nie ein Album geben wird, in dem wesentlich mehr als 50% der Songs wirklich gut sind. Stadium Arcadium bietet auch nicht mehr als 4-5 Ohrwürmer. Berücksichtigt man dann noch, wie lange schon kein Rock-/Indie-/Pop-Album mit der Qualität von I'm With You herausgekommen ist (1 Jahr Minimum), hat dieses Album definitiv 5 Sterne verdient. Es wird einen Sonnenplatz in meiner CD-Sammlung bekommen und regelmäßig gelasert werden, um jung zu bleiben. Es ist wohl nicht das beste Album aller Zeiten, aber unter den ewigen Top 100 hat es definitiv einen Platz verdient.

Zum Schluss nochmals an alle die enttäuscht sind: Gebt keine vorschnellen Urteile ab und lasst euch auf das Album ein, versucht es zu verstehen. Nicht immer zündet eine Melodie beim ersten Mal anhören!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von T.S.
Format:Audio CD
Als langjähriger RHCP-Fan habe ich mich sehr auf "I'm With You" gefreut und bereits Wochen vorher regelmäßig auf der offiziellen Internetseite der Peppers nach neuen Informationen zur Veröffentlichung des Albums gesucht. Dort wurde ja ein ziemliches "Trara" veranstaltet (Countdown bis zum 1. Live-Streaming, Ankündigung der Kino-Live-Übertragung, ständiges Bekanntwerden diverser Secret Gigs und Gewinnspiele ...). So war die Erwartung natürlich ausgesprochen hoch, obwohl ich aufgrund des erneuten Ausstiegs von John Frusciante immer größer werdende Zweifel daran hatte, dass die neue Musik der Peppers auch ohne den "Gitarrengott" die gleiche Qualität haben kann.

Nach Erscheinen des neuen Albums war ich dann erst einmal tage- bzw. eigentlich wochenlang damit beschäftigt, die "neuen" Peppers zu bewerten und zu entscheiden, ob Josh Klinghoffer nun ein würdiger Nachfolger von John Frusciante ist. Ich wollte das Album einordnen können und es in meinem persönlichen Ranking einen Platz zwischen den anderen Platten geben, was sich als äussert schwierige Aufgabe erwiesen hat. Meine Meinung schwankte täglich zwischen "das ist ein super Album" und "doch nicht so gut wie die anderen Scheiben". Zunächst war ich zugegebenermaßen etwas enttäuscht, da sich der Sound doch SEHR verändert hat. Die RHCP sind nun eher eine Pop- als eine Rock-Band ' das muss man erst einmal verarbeiten. Ich wäre allerdings gleichermaßen enttäuscht gewesen, wenn sich der Stil nicht verändert hätte. Für eine Band, die jahrzehntelang erfolgreich ist, ist eine musikalische Weiterentwickling essenziell. Und so sehr ich Blood Sugar Sex Magik liebe ' ich möchte keine Neuauflage dieses legendären Albums, sondern etwas Neues (wenn ich BSSM hören will, höre ich es). Und das haben wir mit "I'm With You" nun (hört sich jetzt an wie "Da haben wir den Salat", aber so schlimm ist es nicht ;-) ).

Anfangs habe ich den Ausstieg von John Frusciante dann doch etwas mehr bedauert, als ich es erwartet hatte. Er hat den Sound der Chili Peppers geprägt und er war innerhalb der Band sehr dominant. Ich habe erst jetzt im Nachhinein so richtig realisiert, denn eigentlich war ich nicht so auf ihn fixiert und mochte "One Hot Minute" mit Dave Navarro lieber als z.B. "Californication", welches mir zu mainstreamig war. "By The Way" fand ich dann schon wieder besser als "Californication"; "Stadium Arcadium" ist mir in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen (an dieser Stelle möchte ich aber betonen, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die Stadium Arcadium anfangs nicht schätzten ... das war quasi Liebe auf den ersten Durchhörgang).

Obwohl ich nach einigen Tagen fast schon entschieden hatte, dass "I'm With You" nicht an die früheren Werke heranreicht, hat mich dann doch irgendetwas dazu veranlasst, es immer und immer wieder zu hören. Einige Songs fand ich anfangs nicht so gut (z.B. das etwas gewöhnungsbedürftige "Monarchy Of Roses", welches laut Flea der Idee entsprungen ist, den Sound von Back Sabbath mit dem von Michael Jackson zu kreuzen), aber mit jedem Hören fand ich das Lied besser. Auch andere Songs, die ich anfangs nur mittelmäßig fand ("Factory Of Faith", "Annie Wants A Baby", "Meet Me At The Corner") finde ich mittlerweile sehr gut. "Did I Let You Know" war von Anfang an mein persönliches Highlight der Platte und ist in meinen Augen ein perfekter Song. Ich hoffe sehr, dass die Peppers mit dem nächsten Album (welches es hoffentlich geben wird) diesen tollen, neuen Stil noch weiter ausbauen.

Momentan gibt es nur noch zwei Tracks, mit denen ich nach wie vor nicht so ganz warm werde. Das ist zum einen "Goodbye Hooray", welches mir anfangs zu hektisch daherkommt, sowie "Look Around", bei dem mir im Vergleich zu den anderen Liedern das besondere Etwas fehlt. Es klingt in meinen Ohren wie ein Mix aus vielen alten RHCP Songs. "The Adventures Of Rain Dance Maggie" fand ich eine gut gewählte erste Single. Das Lied hat etwas von den "alten" Peppers, ist aber ein guter Vorgeschmack auf die neuen Lieder auf "I'm With You". Die gute Laune, die man in dem Song hört, ist die Grundstimmung dieser Platte, obwohl auch das ein oder andere ernste Thema behandelt wird.

Mittlerweile mag ich das Album sehr und bin mir sicher, dass ich es in Zukunft regelmäßig hören werde. Die Lieder sind abwechslungsreich und leichter verdaulich als z.B. die Lieder auf "One Hot Minute", welche mehr Aufmerksamkeit erfordern. Das soll aber keinesfalls eine Abwertung sein. Für mich ist "I'm With You" eine Gute-Laune-Platte, die einen locker & flockig durch den Tag bringt. Nicht unbedingt eine Scheibe zum Philosophieren und Nachdenken, aber das muss ja auch gar nicht sein (und die RHCP waren eigentlich noch nie so eine Band).

Einen Stern Abzug gibt es von mir für die Texte von Anthony Kiedis, die meiner Meinung nach oft einfach willkürlich dahin geschrieben wurden. Man versteht nur selten, worum es in dem Lied eigentlich gehen soll ("Brendands Death Song", "Police Station" und "Did I Let You Know" sind hier einige Ausnahmen). Ich war immer ein Fan von AK's Texten, auch wenn diese oft von banalen Dingen wie Sex handeln und auch oft ins Alberne abdriften ("you try to be a lady, but you're walking like a sauerkraut"). Trotzdem schafft Anthony Kiedis es gewöhnlich, interessante Texte zu schreiben, die irgendwie "anders" sind und einen ganz speziellen Wortwitz aufweisen. Dies ist auf "I'm With You" leider nicht der Fall. Bemerkenswert finde ich aber, dass AK mit einfachen Mitteln (ein Seufzer hier oder ein "Dibidi-Dibidibidi" da) den Liedern noch etwas mehr Pfeffer verleiht.

Positiv ist mir die Backing-Stimme von Josh Klinghoffer (speziell bei "Meet Me At The Corner") aufgefallen. Diese empfinde ich - wenn auch etwas feminin - als sehr angenehm. Die Backing Vocals von Frusciante waren nie so ganz mein Fall, aber das ist natürlich Geschmackssache. Auch mag ich das subtile Gitarrenspiel sehr gerne und finde es gut, dass Flea in vielen Songs den Ton angibt. In "Factory of Faith" ist die Gitarre von Josh Klinghoffer gegen Ende des Liedes das "Tüpfelchen auf dem i".
Zu Josh Klinghoffer kann ich insgesamt nur sagen, dass er im Spiel und in den Interviews etwas zurückhaltender ist als John Frusciante es war. Das ist aber nicht schlecht - im Gegenteil. Ich hoffe nur, er kommt bei nächster Gelegenheit noch etwas mehr aus sich heraus. Wenn man sich die Lieder seines Soloprojektes "Dot Hacker" anhört (z.B. auf YouTube) merkt man, dass in ihm wirklich großes Talent steckt. Man sollte also aufhören, darauf herumzuhacken, dass Klinghoffer nicht Frusciante ist. In meinen Augen war Picasso nicht talentierter als Van Gogh - es waren einfach zwei talentierte Künstler mit einer anderen Sicht- und Ausdrucksweise.

Alles in allem wirklich eine gelungene Scheibe für aufgeschlossene Peppers-Fans, die nicht den alten Zeiten nachtrauern und gerne abwechslungsreiche Gute-Laune-Musik hören. "I'm With You" kann man nicht mit früheren Alben vergleichen - muss man auch nicht. Es ist ein gutes Popalbum der Peppers und auch wenn die sich Zutaten geändert haben und die Gewürze hier und da andere sind, so ergibt sich insgesamt ein leckeres Gericht (und den Chili kann man durchaus noch rausschmecken).

Wer "BSSM" hören will, soll "BSSM" hören. Wer "Californication" hören will, soll genau das tun. "I'm With You" ist etwas anderes. Ich bin gespannt auf das, was noch kommt. Nur der Bart muss bitte ab. ;-)
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Auf John folgt Josh... 1. September 2011
Von chrizzle
Format:Audio CD
Das Album ist anders als die Meisterwerke 'Californication', 'By the Way' und das epochale Killeralbum 'Stadium Arcadium' (für mich persönlich das beste Album einer Band der letzten 20 Jahre, zusammen mit den 'Use Your Illusion' Alben der Guns and Roses). Es ist eine sehr gute platte, aber für richtige Chili-Fans doch etwas ungewohnt. Die größten Unterschiede sind, dass dieses Album etwas(!) melancholischer geraten ist als die sonst stets gutgelaunten Peppers-Alben (wobei melancholisch hier relativ ist, ein Peppers Album ist ja nie so richtig traurig, in jedem Song schwingt etwas Positives und ein Hauch Kalifornien mit) und dass die Bass Linie erstmals seit langem wieder bei vielen Songs den dominierenden Ton angibt.

Erst einmal die gute Nachricht vorneweg. Viele haben befürchtet, dass die Band ohne John Frusciante nicht funktionieren könne. Gar nicht so abwegig der Gedanke. Frusciante, immerhin vom Rolling Stone Magazin auf Platz 18 in einem Ranking der größten Gitarristen aller Zeiten gewählt und vom BBC 6 Music Poll sogar zu DEM Gitarrengott der letzten 30 Jahre geadelt, war nicht erst seit Stadium Arcadium die treibende kreative Kraft der Band. Er war es, der das Grundgerüste und Details großartiger Songs wie 'Under the Bridge' oder 'Tell Me Baby' komponierte, den Jams der Peppers eine herausstechende, melodische Grundlage gab und den Synthesizer bei den Peppers salonfähig machte. Ein Gitarrenvirtuose, Bastler und Tüftler. Nicht umsonst betitelte der Drummer der Peppers, Chad Smith, Frusciante als besten Musiker, der unter uns weilt. Die Angst war also groß, dass die Peppers ohne John ihr zweites 'One Hot Minute erleben'.

Doch weit gefehlt! Das Album ist nicht im geringsten mit "One Hot Minute" zu vergleichen. Die Scheibe ist richtig, richtig gut, aber doch anders. Zunächst einmal wird deutlich: Frusciantes Ziehsohn Josh Klinghoffer harmoniert mit der Band. Klingt banal, ist aber gerade für die Peppers, die einen Großteil ihrer Ideen durch Jams, den Spaß am Spiel, die Freude an der Musik bekommen, unabdingbar! Aber mehr noch: In der Abwesenheit Frusciantes konnten sich die anderen Bandmitglieder weiterentwickeln, mehr Verantwortung übernehmen und den Funk-Sound alter Tage wiederbeleben und in gewisser Weise neu erfinden.

Chad ist wie immer großartig, Anthony singt auf dieser Scheibe wirklich besser als je zuvor, Flea (der in der Pause zwei Semester Musik-Theorie studierte) spielt sehr klassische und eingängige Basslines und Josh verfeinert diesen Sound mit dezenten, harmonierenden Klängen. Hier ist auch der große Unterschied zu den Alben der Frusciante-Ära zu finden: Josh's Spiel ist subtiler als das von John. Josh sagte kürzlich selbst in einem Interview, dass es ihm vor allem um das Entstehen von Sounds gehe, Soli hingegen fielen ihm eher schwer, vor allem im Vergleich zu Frusciante. Dies hat zur Folge, dass auf diesem Album alle Bandmitglieder zur freien Entfaltung kommen. Die Tracks werden weniger von der Gitarre getragen, viele Stücken beginnen vor allem mit einer dominanten Bassline, viele Melodien werden durch Anthonys Stimme und nicht durch die Gitarre oder die Backing Vocals getragen.

Für den typischen Peppers-Fan mag dies zunächst ungewohnt sein. Johns gestaltete seine Backing-Vocals und das Gitarrenspiel dominanter und melodiös den Ton angebend (Man denke an 'Can't Stop' oder 'Turn It Again'). Joshs Gitarrenspiel lässt sich hingegen eher als avantgardistisch und minimalistisch beschreiben, sein Gesang ist ebenfalls wunderschön, jedoch dezenter als der von John. Josh drückte der Gruppe am Ende mehr und mehr seinen - wunderschönen -Stempel auf und trieb seine Bandmitglieder zu höchstleistungen, Josh lässt die Gruppe hingegen atmen und erlaubt ihnen so, den Gipfel musikalischer Perfektion selbst zu erklimmen.

Besonders nahe an ihren alten Sound kommen die Peppers in 'Annie wants a Baby' heran. Das Lied ist wunderschön, Anthony singt mit unglaublich viel Gefühl und Josh spielt dazu eine Melodie, die direkt in den Gehörgang geht und dort nicht mehr raus will. Ganz zu schweigen von Fleas Bassspiel, dass vom Rhythmus her sehr klassisch und unglaublich eingängig ist.

Ebenfalls unbedingt anzuspielen ist "Ethiopia". Der Song ist in vielen Kritiken schlecht weggekommen, dabei ist er - zurückhaltend ausgedrückt - bombastisch. Die Bassline ist mörderisch catchy, die Drums hämmern auf den Punkt, die Gitarre ist perfekt auf den Song abgestimmt und Anthonys Stimme überzeugt auch hier auf ganzer Linie.

Beide Stücke sind, zusammen mit 'Meet Me at the Corner', vom Stil her am ehesten mit den letzten drei Platten der Peppers vergleichbar. Letzteres ist ein ruhiges, sehr melodisches Lied mit ausgesprochen harmonischem Gitarrenspiel und einem geradezu engelsgleichen Hintergrundgesang von Josh.

Einen absoluten Kontrast zu diesem Song bietet die Power-Single "Monarchy of Roses". Der Song kann einiges und entfaltet seine Wirkung vor allem auf High-End-Systemen. Erst dann kann man die Backing Vocals und die perfekt aufeinander abgestimmten Arrangements wirklich erkennen und genießen. Ebenfalls gigantisch: "Factory of Faith"... einer dieser Songs, die einen auch an einem Montagmorgen aus dem Bett jagen, wie einen Duracell-Hasen aufladen und nicht mehr schlafengehen lassen.

Das Album hat, und das wird mit jedem neuen Hören der Scheibe deutlicher, einige tolle Nummern zu bieten. "Even You Brutus", "The Adventures of Rain Dance Maggie", "Look Around"' Jedes Lied auf dieser Platte steht für sich und ist eine Hörgenuss. Bis auf die kleine Ausnahme von 2, 3 Tracks ist dieses Album ein Ohrenschmaus, die Peppers werden nicht belanglos wie die anderen Altrocker im Club der Musiklegenden, sondern bleiben ihrem Prinzip treu, in erster Linie selbst Spaß zu haben und Spaß zu verbreiten! Dennoch ist dieses Album in Johns Abwesenheit anders geartet. Die gigantischen Soli, die inszenierenden Ideen, die große Portion Rock im Funk fehlen ein wenig auf der Platte. Das macht 'I'm with you' zwar immer noch zu einem herausragenden Musikalbum, für Peppers Fans jedoch ist der neue Sound zumindest am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig. Lässt man ihn jedoch erstmal in sein Herz, kann diese Scheibe intensive Stärken entfalten und rechtmäßig ihren Platz in der Riege der gigantisch guten Peppers Alben einnehmen.
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1. Mir gefällt das Album, ich will es gar nicht schlecht machen ...
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Sehr schöne Cd, viele schöne und auch bekannte Lieder.
Sehr schnelle Abwicklung, schneller Versand.
Für Fragen und Anregungen jederzeit offen. Lesen Sie weiter...
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