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Im Winter der Löwen: Ein Kimmo-Joentaa- Roman
 
 

Im Winter der Löwen: Ein Kimmo-Joentaa- Roman (Gebundene Ausgabe)

von Jan Costin Wagner (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 382180758X
  • ISBN-13: 978-3821807584
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 130.790 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn man als freier Schriftsteller permanent zwischen Frankfurt und seiner zweiten Heimat Finnland hin und her reist – und wenn man einen Krimi schreiben will: Wo wird man ihn wohl ansiedeln wollen? Eigentlich ist die Frage eher rhetorischer Natur. Denn Deutschland mag kriminaltechnisch ein heißeres Pflaster sein (ist es das überhaupt?). Aber Finnland, so scheint es Lesern hierzulande, ist weitaus melancholischer, rauer, liebenswerter – und, vor allem skurriler.

Deshalb hat der deutsche Autor Jan Costin Wagner den richtigen Schritt getan, als er mit seinem jungen finnischen Ermittler Kimmo Joentaa die Krimilandschaft bereicherte. Nach privaten Schicksalsschlägen wird dieser in Im Winter der Löwen nicht nur mit einer neuen, ungewöhnlichen Liebe konfrontiert, sondern auch mit einem außergewöhnlichen Fall. Nach einer Talkshow im Fernsehen wird ein Gerichtsmediziner und ein Puppenbauer für makabre Leichenpuppen erstochen aufgefunden, der Moderator entkommt nur schwer verletzt einem Anschlag. Joentaa beginnt zu ermitteln, nicht zuletzt, um weiteres Schlimmeres zu verhindern. Dabei kommt er einer furchtbaren Tragödie auf die Spur, die tief hinein führt ins dunkle Herz finnischer Traumata. Versteht sich von selbst, dass sich da auch nach der Lösung des Falls beim Leser nicht tiefe Befriedigung über den Sieg der Gerechtigkeit breit macht, sondern eine noch tiefere – fast möchte man sagen: finnische – Melancholie...

Was soll man sagen: Im Winter der Löwen ist ein schönes Buch. Weit und dunkel wie die finnische Landschaft, tief und unergründlich wie ein finnischer See, treu und vielschichtig wie die finnische Seele. Und dabei noch geschrieben in deutscher Sprache, also nicht von einer (oftmals ja schlechten) Übersetzung entstellt. Ja, es stimmt: Mit Im Winter der Löwen hat Jan Costin Wagner alles richtig gemacht. -- Stefan Kellerer



kulturnews.de

Jan Costin Wagner will kein Krimiautor sein. Verständlich, denn noch immer wird das Genre hierzulande als anspruchslos diskriminiert und allzu oft auf schnöde Tätersuche reduziert. Aber kann er auch als Serienschreiber der Kategorie entkommen, wenn er bereits zum dritten Mal einen Roman um den melancholischen Kommissar Kimmo Joentaa baut? Gerichtsmediziner Laukanen und der Dummy-Puppenbauer Harri Mäkelä werden ermordet. Beide waren kurz zuvor Gast in einer Ausgabe von Finnlands beliebtester Talkshow, in der es um die verschiedenen Gesichter des Todes ging. Als dann auch noch ein Mordanschlag auf den Talkmaster verübt wird, ist dem Team um Joentaa endgültig klar, dass die Verbrechen in Zusammenhang mit der Sendung stehen. Wie üblich wechselt Wagner die Erzählperspektiven und entwirft dadurch auch vom Täter ein sensibles Psychogramm. Doch "Im Winter der Löwen" ist ein eigenständiger Roman, der nicht einfach nur das bewährte Erfolgskonzept wiederholt. Der viel geführten Diskussion um Talkshows und Reality-TV fügt das Buch einige interessante Gedankengänge hinzu, ohne dabei auf stereotype Kritik zu verfallen. Das Serienformat nutzt Wagner lediglich auf legitime Weise: um auf den Nebenschauplätzen mehr wagen zu können und um den Hauptfiguren mehr Tiefe zu geben. Allen voran natürlich Kimmo Joentaa, der hoffentlich noch viele weitere Romane trägt. (cs)

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein neuer Fall für Kimmo Joentaa!, 31. Juli 2009
Von zeilensprung - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
Heiligabend in Finnland. Der Witwer Kimmo Joentaa meldet sich - wie immer seit dem Tod seiner Frau - freiwillig zum Dienst.
Doch aus einem beschaulichen Dienstbeginn wird schnell knallharter Polizistenalltag:
Zunächst erstattet eine Prostituierte Anzeige wegen Körperverletzung und steht nach Dienstschluss vor Kimmos Haustür. Er lässt sie herein, doch kurze Zeit später geschieht ein Verbrechen, dass niemanden im Kollegenkreis kaltlässt, denn der Ermordete ist ein Kollege, der in der Pathologie arbeitete.

Nur kurze Zeit später geschieht ein zweiter Mord. Dieses Mal ist ein Puppenbauer das Opfer. Die einzige Verbindung zwischen den Ermordeten ist die gemeinsame Teilnahme an einer Talkshow.
Während Joentaa beginnt, in diese Richtung zu ermitteln, befindet sich auch das bekannteste Fernsehgesicht Finnlands in höchster Gefahr.
Nach einem Anschlag entgeht er dem Tod nur knapp und nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit...

Der Plot ist gut, spannend und eigentlich klassisch.
Sehr gut ist, was Jan Costin Wagner daraus macht.
Erneut gelingen ihm in seinem neuen Kriminalroman intensive Beschreibungen tiefer seelischer Verletzungen.
Auch dieses Mal wird in Einschüben ein(e) Täter(in) eingeführt, deren Motiv und tiefe Verzweiflung immer schärfere Konturen annimmt.
Sehr viel Sorgfalt verwendet Jan Costin Wagner aber auch auf seine anderen Figuren. Kimmo Joentaa, der mit Larissa erstmals wieder so etwas wie eine unverbindliche Beziehung eingeht, wandelt sich allmählich.
Auch in diesem Fall erweist er sich erneut als sehr einfühlsamer und querdenkender Kommissar, der mit seinen ungewöhnlichen Einsätzen schließlich die Lösung des Falles vorantreibt.
Und dann ist doch noch der Talkshow-Moderator und sein Team, das von Wagner mit sehr viel Tiefenschärfe beschrieben wird.

Ein literarischer Kriminalroman mit einer schlüssigen Story und spannenden Charakteren.
Sehr lesenswert!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wer tötete die Herren des Todes?, 23. März 2009
Von Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Es ist kurz vor Weihnachten und Kimmo Joentaa plant das Fest wieder einmal allein zu verbringen, wie immer seit dem Krebstod seiner Frau. Als eine Prostituierte mit den Worten: "Ich bin vergewaltigt worden und möchte das zur Anzeige bringen, du Idiot!" auftaucht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Leben genauso verändern wird, wie die Dinge, die in den nächsten Stunden passieren. Ein Gerichtsmediziner aus Kimmos Team wird ermordet aufgefunden und auch ein Puppenmacher, der sich mit den Abbildungen von Leichen beschäftigt, findet einen unnatürlichen Tod. Beiden gemeinsam ist der Auftritt in einer der berühmtesten Talkshows des Landes bei Kai-Petteri Hämäläinen. Als dann auch noch der prominente Talkmaster nur knapp einem Mordanschlag entgeht, scheint klar, dass der Täter ein Motiv haben muss, dass alle drei Männer betrifft...

Eine Prostituierte, die, ohne ihren Namen zu nennen eine Anzeige erstatten will und sich kurz darauf bei dem Kommissar zu Hause einquartiert, ohne etwas von sich zu verraten, ist ein ungewöhnlicher Beginn für einen Krimi. Ungewöhnlich auch, weil man von einem Kommissar nicht erwartet, dass er eine ihm völlig unbekannte Frau so einfach in sein
Leben lässt. Und doch - man nimmt es ihm ab, denn Jan Costin Wagner beschreibt die Einsamkeit und die Sehnsucht nach Nähe mit solch einem feinen Gespür für Stimmungen, dass die Reaktionen des Kommissars fast selbstverständlich erscheinen.
Ein klassischer Plot an dessen Beginn, die Taten stehen, die es nun gilt, aufzuklären - man kennt diese Handlungsabfolgen aus vielen Krimis und es liegt am Autor, wie gespannt man die Geschichte verfolgt.
Wagner hat einen ungewöhnlich dichten und spannenden Erzählstil, bei dem man immer auch einen Hauch Melancholie spürt, so wie man es schon von anderen nordischen Krimis kennt und auch fast ein bisschen erwartet. Trotzdem verfällt er nicht dem "Mankell-Syndrom", das den Leser selbst in düstere Stimmung fallen lässt, sondern er schafft Bilder von starker Intensität, gibt Einblicke in die Psyche von Täter und Ermittler und fesselt damit ans Buch.
Mein Fazit: Ein Krimi, der im Winter spielt und dessen Lesegenuss mit einer Tasse heißen Tee und einer warmen Decke nur noch dadurch gesteigert werden kann, dass draußen langsam ein paar Schneeflocken gegen das Fenster wehen - 5 von 5 Punkten.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der 3. Band aus der Kimmo Joentaa Reihe...., 9. Mai 2009
Einen winterlichen Krimi im Frühjahr lesen? Ui, dachte ich zuerst... aber ich bin froh, dass ich es getan habe und wieder zu einem Roman aus der Joentaa-Krimireihe von Jan Costin Wagner gegriffen habe.

Grundsätzlich kann ich diese Reihe vorab schon einmal empfehlen. Insbesondere Fans skandinavischer Krimis. Interessant ist, dass ein deutscher Autor seine Krimis in Finnland spielen lässt und er Skandinavien und den Flair skandinavischer Krimis ziemlich gut einfängt ohne ein "Abklatsch" zu sein! Die Bücher von Wagner zeichnen sich (meiner Ansicht nach) dadurch aus, dass sie sehr viel mehr Wert auf Charaktere, Geschichten, unterschiedliche ineinander verwobene Handlungsstränge und Persönlichkeiten der Akteure legen, als in der Regel in Kriminalromanen zu finden ist.


Worum gehts also in dem Buch?
Kimmo Joentaa ist Witwer, einsam und Single und geht wieder einmal seit dem Tod seiner Frau davon aus sein Weihnachten allein zu verbringen. Hierfür rüstet er sich aus mit Milch und Wodka...

Aber, wie so oft - wer kennt das nicht ;-) - kommt dann doch alles ganz anders.
Man gönnt es ihm ja, dass endlich wieder eine Liebe und eine Frau in sein Leben treten... wie dies dann allerdings passiert war für mich dann doch etwas überraschend :-)

Wie auch schon in den Vorgängerromanen legt Wagner viel Wert darauf die innere Zerrissenheit der Charaktere zu skizzieren, ihre Zweifel, ihre Suche und Sehnsucht nach NÄhe und Liebe und ihre Ängste vor zu viel Nähe, die oftmals in einer Flucht und in bewusster Distanz endet...

Auf einen berühmten Talkmaster wird ein Attentat verübt und er entkommt nur knapp diesem Mordversuch.... mit diesem Fall verweben sich auch die Lebensstränge von Kimmo Joentaa...

Mein Fazit:

Etwas viel Sinnieren über den Tod und das Leben... aber was wäre Kimmo Joentaa ohne diese Seite und sein Grübeln?! ;-) ... insgesamt aber ein stimmiger Plot, eine spannende Geschichte und sehr stimmungsvoll!

Mir haben die ersten zwei Bände etwas besser gefallen. Ich hätte mir auch ein paar Seiten mehr gewünscht, da der Krimi mit 288 Seiten etwas knapp ausfällt... er hat somit keine Seite zu viel ... ;-) ... was dann vielleicht auch wieder positiv ist...

Empfehlung für Wagner und Joentaa Fans, aber auch eine Empfehlung für die, die es noch werden wollen...
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3.0 von 5 Sternen Hat was! - Aber was?
Für mich war es der erste Roman von Jan C. Wagner und ich bin noch nicht sicher, ob ich einen zweiten Versuch unternehmen werde. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von rl_germany veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Nicht ganz so stark wie die Vorgänger
Mir persönlich haben die beiden ersten Bände um den finnischen Kommissar Joentaa besser gefallen, aber auch die dritte Geschichte um den trauernden Witwer, der in winterlicher... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Claudia Horvath veröffentlicht

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