Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein neuer Fall für Kimmo Joentaa!, 31. Juli 2009
Heiligabend in Finnland. Der Witwer Kimmo Joentaa meldet sich - wie immer seit dem Tod seiner Frau - freiwillig zum Dienst.
Doch aus einem beschaulichen Dienstbeginn wird schnell knallharter Polizistenalltag:
Zunächst erstattet eine Prostituierte Anzeige wegen Körperverletzung und steht nach Dienstschluss vor Kimmos Haustür. Er lässt sie herein, doch kurze Zeit später geschieht ein Verbrechen, dass niemanden im Kollegenkreis kaltlässt, denn der Ermordete ist ein Kollege, der in der Pathologie arbeitete.
Nur kurze Zeit später geschieht ein zweiter Mord. Dieses Mal ist ein Puppenbauer das Opfer. Die einzige Verbindung zwischen den Ermordeten ist die gemeinsame Teilnahme an einer Talkshow.
Während Joentaa beginnt, in diese Richtung zu ermitteln, befindet sich auch das bekannteste Fernsehgesicht Finnlands in höchster Gefahr.
Nach einem Anschlag entgeht er dem Tod nur knapp und nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit...
Der Plot ist gut, spannend und eigentlich klassisch.
Sehr gut ist, was Jan Costin Wagner daraus macht.
Erneut gelingen ihm in seinem neuen Kriminalroman intensive Beschreibungen tiefer seelischer Verletzungen.
Auch dieses Mal wird in Einschüben ein(e) Täter(in) eingeführt, deren Motiv und tiefe Verzweiflung immer schärfere Konturen annimmt.
Sehr viel Sorgfalt verwendet Jan Costin Wagner aber auch auf seine anderen Figuren. Kimmo Joentaa, der mit Larissa erstmals wieder so etwas wie eine unverbindliche Beziehung eingeht, wandelt sich allmählich.
Auch in diesem Fall erweist er sich erneut als sehr einfühlsamer und querdenkender Kommissar, der mit seinen ungewöhnlichen Einsätzen schließlich die Lösung des Falles vorantreibt.
Und dann ist doch noch der Talkshow-Moderator und sein Team, das von Wagner mit sehr viel Tiefenschärfe beschrieben wird.
Ein literarischer Kriminalroman mit einer schlüssigen Story und spannenden Charakteren.
Sehr lesenswert!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wer tötete die Herren des Todes?, 23. März 2009
Es ist kurz vor Weihnachten und Kimmo Joentaa plant das Fest wieder einmal allein zu verbringen, wie immer seit dem Krebstod seiner Frau. Als eine Prostituierte mit den Worten: "Ich bin vergewaltigt worden und möchte das zur Anzeige bringen, du Idiot!" auftaucht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Leben genauso verändern wird, wie die Dinge, die in den nächsten Stunden passieren. Ein Gerichtsmediziner aus Kimmos Team wird ermordet aufgefunden und auch ein Puppenmacher, der sich mit den Abbildungen von Leichen beschäftigt, findet einen unnatürlichen Tod. Beiden gemeinsam ist der Auftritt in einer der berühmtesten Talkshows des Landes bei Kai-Petteri Hämäläinen. Als dann auch noch der prominente Talkmaster nur knapp einem Mordanschlag entgeht, scheint klar, dass der Täter ein Motiv haben muss, dass alle drei Männer betrifft...
Eine Prostituierte, die, ohne ihren Namen zu nennen eine Anzeige erstatten will und sich kurz darauf bei dem Kommissar zu Hause einquartiert, ohne etwas von sich zu verraten, ist ein ungewöhnlicher Beginn für einen Krimi. Ungewöhnlich auch, weil man von einem Kommissar nicht erwartet, dass er eine ihm völlig unbekannte Frau so einfach in sein
Leben lässt. Und doch - man nimmt es ihm ab, denn Jan Costin Wagner beschreibt die Einsamkeit und die Sehnsucht nach Nähe mit solch einem feinen Gespür für Stimmungen, dass die Reaktionen des Kommissars fast selbstverständlich erscheinen.
Ein klassischer Plot an dessen Beginn, die Taten stehen, die es nun gilt, aufzuklären - man kennt diese Handlungsabfolgen aus vielen Krimis und es liegt am Autor, wie gespannt man die Geschichte verfolgt.
Wagner hat einen ungewöhnlich dichten und spannenden Erzählstil, bei dem man immer auch einen Hauch Melancholie spürt, so wie man es schon von anderen nordischen Krimis kennt und auch fast ein bisschen erwartet. Trotzdem verfällt er nicht dem "Mankell-Syndrom", das den Leser selbst in düstere Stimmung fallen lässt, sondern er schafft Bilder von starker Intensität, gibt Einblicke in die Psyche von Täter und Ermittler und fesselt damit ans Buch.
Mein Fazit: Ein Krimi, der im Winter spielt und dessen Lesegenuss mit einer Tasse heißen Tee und einer warmen Decke nur noch dadurch gesteigert werden kann, dass draußen langsam ein paar Schneeflocken gegen das Fenster wehen - 5 von 5 Punkten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der 3. Band aus der Kimmo Joentaa Reihe...., 9. Mai 2009
Einen winterlichen Krimi im Frühjahr lesen? Ui, dachte ich zuerst... aber ich bin froh, dass ich es getan habe und wieder zu einem Roman aus der Joentaa-Krimireihe von Jan Costin Wagner gegriffen habe.
Grundsätzlich kann ich diese Reihe vorab schon einmal empfehlen. Insbesondere Fans skandinavischer Krimis. Interessant ist, dass ein deutscher Autor seine Krimis in Finnland spielen lässt und er Skandinavien und den Flair skandinavischer Krimis ziemlich gut einfängt ohne ein "Abklatsch" zu sein! Die Bücher von Wagner zeichnen sich (meiner Ansicht nach) dadurch aus, dass sie sehr viel mehr Wert auf Charaktere, Geschichten, unterschiedliche ineinander verwobene Handlungsstränge und Persönlichkeiten der Akteure legen, als in der Regel in Kriminalromanen zu finden ist.
Worum gehts also in dem Buch?
Kimmo Joentaa ist Witwer, einsam und Single und geht wieder einmal seit dem Tod seiner Frau davon aus sein Weihnachten allein zu verbringen. Hierfür rüstet er sich aus mit Milch und Wodka...
Aber, wie so oft - wer kennt das nicht ;-) - kommt dann doch alles ganz anders.
Man gönnt es ihm ja, dass endlich wieder eine Liebe und eine Frau in sein Leben treten... wie dies dann allerdings passiert war für mich dann doch etwas überraschend :-)
Wie auch schon in den Vorgängerromanen legt Wagner viel Wert darauf die innere Zerrissenheit der Charaktere zu skizzieren, ihre Zweifel, ihre Suche und Sehnsucht nach NÄhe und Liebe und ihre Ängste vor zu viel Nähe, die oftmals in einer Flucht und in bewusster Distanz endet...
Auf einen berühmten Talkmaster wird ein Attentat verübt und er entkommt nur knapp diesem Mordversuch.... mit diesem Fall verweben sich auch die Lebensstränge von Kimmo Joentaa...
Mein Fazit:
Etwas viel Sinnieren über den Tod und das Leben... aber was wäre Kimmo Joentaa ohne diese Seite und sein Grübeln?! ;-) ... insgesamt aber ein stimmiger Plot, eine spannende Geschichte und sehr stimmungsvoll!
Mir haben die ersten zwei Bände etwas besser gefallen. Ich hätte mir auch ein paar Seiten mehr gewünscht, da der Krimi mit 288 Seiten etwas knapp ausfällt... er hat somit keine Seite zu viel ... ;-) ... was dann vielleicht auch wieder positiv ist...
Empfehlung für Wagner und Joentaa Fans, aber auch eine Empfehlung für die, die es noch werden wollen...
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