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Im Wendekreis des Kreuzes
 
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Im Wendekreis des Kreuzes

Gregory Peck , Sir John Gielgud , Jerry London    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Gregory Peck, Sir John Gielgud, Raf Vallone
  • Regisseur(e): Jerry London
  • Komponist: Ennio Morricone
  • Format: Dolby, PAL, Vollbild
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: KSM GmbH
  • Erscheinungstermin: 8. November 2007
  • Produktionsjahr: 1983
  • Spieldauer: 137 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000UQQKSK
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.112 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Inhalt

Dieser Film behandelt ein wahrlich kontroverses und immer noch brandaktuelles Thema, das bis heute noch nicht eindeutig geklärt werden konnte: Die Rolle des Vatikan bzw. der katholischen Kirche und der Haltung zum Nationalsozialismus. Von Zeit zu Zeit brandet in den Medien ein neuer Sturm der Entrüstung auf, der sich mit den damaligen Geschehnissen, ganz besonders aber mit der Person des Papstes Pius XII, auseinandersetzt. Hat der Stellvertreter Gottes auf Erden die finsteren Machenschaften des Dritten Reiches toleriert und einfach zugesehen, was den Juden passierte, oder hat er doch etwas zu deren Rettung unternommen?

Im Wendekreis des Kreuzes spielt in Rom des Jahres 1943 und ist extrem hochkarätig besetzt: So brilliert Oscar-Preisträger Gregory Peck (für Wer die Nachtigall stört, 1963), der vor allem als Kapitän Ahab in Moby Dick in die Annalen der Kinogeschichte eingegangen ist, als irischer Priester Monsignore Hugh O´Flaherty. Seinen Widersacher, SS-Offizier Herbert Kappler, gibt der kanadische Alleskönner Christopher Plummer (Luftschlacht um England, 12 Monkeys, A Beautiful Mind). Und als Papst Pius XII. Sir John Gielgud, der in Klassikern wie Gandhi, Mord im Orient Express oder als Cassius in Julius Caesar die Zuschauer beglückte.

1983 setzte Regisseur Jerry London (Shogun, Rent A Cop) diesen cineastischen Leckerbissen für das Fernsehen in Szene: Rom zur Zeit des Nationalsozialismus 1943. Die Heilige Stadt ist zu einem Ort des Verbrechens und Schreckens verkommen. Seit Hitlers Schergen Italien besetzt halten, werden alliierte Soldaten, Widerstandskämpfer und besonders Juden gnadenlos verfolgt. Diese schrecklichen Zustände bringen Priester O´Flaherty auf den Plan, der nicht weiter tatenlos zusehen kann.

Um den Verfolgten eine Überlebenschance zu ermöglichen und sie dem Zugriff der Gestapo zu entziehen, schmuggelt der Geistliche sie außer Landes. Natürlich bringt sich O´Flaherty alias Gregory Peck dadurch in Lebensgefahr. Die Katholische Kirche und Papst Pius XII. können dieses Treiben nur tolerieren, aktive Hilfe leisten sie nicht. Und spätestens als die Nazis in Person von Oberst Kappler von den Rettungsversuchen des Priesters Wind bekommen, wird die Lage brenzlig. Da es nicht möglich ist, einen Priester im Vatikan zu verhaften, beschließt der finstere Kappler, ihn zu ermorden. Von hier an kann sich O´Flaherty nur noch in Verkleidung blicken lasssen, was ihm aber brillant gelingt. Ein meisterhaftes und tödliches Verwirrspiel nimmt seinen Lauf... 138 Minuten Höchstspannung sind garantiert!

Der Film Im Wendekreis des Kreuzes basiert auf einer wahren Begebenheit: Herbert Kappler übernahm als Obersturmbannführer der SS 1943 das Kommando über die Sicherheitspolizei in Rom und begann mit der Beschlagnahmung jüdischen Besitzes. Sofort nach Dienstantritt plante er die Deportation der Juden Roms (8.000 - 10.000 Menschen). In nur einer einzigen Nacht, vom 15. zum 16. Oktober 1943, ließ Kappler 1259 Juden festnehmen und 1007 von ihnen nach Auschwitz deportieren. Monsignore Hugh O´Flaherty rettete in dieser dunklen Zeit mehr als 4.000 britischen und amerikanischen Soldaten und Juden durch sein mutiges und beherztes Eingreifen das Leben. Er tat dies ohne das Wissen des Vatikans.

So legt der Film ein beeindruckendes Zeugnis ab, was die mutige Haltung einzelner Menschen auch in Zeiten schauerlichster Diktatur und Willkür zu leisten vermag.

Produktbeschreibungen

KSM Im Wendekreis des Kreuzes, USK/FSK: 12+

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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Großartig! 5. Juni 2008
Von Leopold Berger TOP 1000 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Seit Rolf Hochhuts Drama "Der Stellvertreter" wird Pius XII von vielen Menschen als der Papst verurteilt, der zu den Gräueln der Nazidiktatur geschwiegen habe. Mittlerweile ist von unabhängigen Historikern die Unhaltbarkeit der Hochhutschen Unterstellungen längst nachhaltig bewiesen worden - aber: Semper aliquid haeret! (Immer bleibt [bei einem Vorwurf] etwas hängen).
Dieser Film zeigt eine wahre Geschichte auf dem Hintergrund der Nazibesetzung Roms. Die Kirche hat - und zwar mit Wissen und Erlaubnis des Papstes - Tausenden von Verfolgten geholfen und ihnen das Leben gerettet. Eine Ausnahmeerscheinung war sicher der extrem mutige Msgr. OFlaherty. Seine Geschichte wird hier erzählt - an Originalschauplätzen gedreht und mit einer Reihe von brillanten Schauspielern: Gregory Peck, Christopher Plummer und Sir John Gielgud sind dabei die bekanntesten und werden ihrem Ruhm mehr als gerecht.
Ein Film, den jeder gesehen haben sollte, dem es um eine gerechtere Beurteilung der Rolle der römischen Kirche während des 2. Weltkrieges geht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Leben des Monsignore Hugh O'Flaherty dargestellt aus Sicht Hollywoods - und dennoch bewegegend und detailtreu.

Auch wenn an manchen Stellen die amerikanische Sicht zu O'Flahertys Beweggründen zu stark durchbricht (z.B. wenn er im Dialog mit Kappler über Demokratie und Freiheit spricht und wenn er durch Effekte als Abenteuer-Held inszeniert wird: hier hätte auch ein amerikanischer Gründervater sprechen können), so bleibt der Film doch authentisch: Der unerschütterlich mutige irische Priester bietet - von Gottvertrauen getragen - dem menschenverachtenden und Gott-losen Despoten die Stirn und erbarmt sich unter Lebensgefahr den Verfolgten und Bedürftigen. Dabei fehlt es ihm nicht an Witz, Ideen, Cleverness und Phanthasie. O'Flaherty besucht in SS-Uniform unter Lebensgefahr seinen gefolterten und todgeweihten Freund im Kerker, fälscht die Unterschrift Kepplers, um einen Gefangenen freizubekommen und schafft es, seinen gedungenen Mörder zu überwältigen. Insgesamt wird das Werk des Mannes gaubwürdig nachgezeichnet, dem ca 6000 Verfolgte ihr Leben verdanken.

Aber auch die Seite der Nazis wird realisitisch dargestellt und keineswegs nur in schwarz und weiß charakterisiert. Keppler ist eine Figur, die eigenhändig kalt und erbarmungslos einen Priester hinrichtet, nachdem das Erschießungskommando aus italienischen Soldaten ausnahmslos vorbeigezielt hatte, aber Frau und Kinder liebt. Ein Mann zwischen Größenwahn a la Nero, eigenartig anmutendem Pfichtgefühl ("nur das Reich zählt") und Gottesferne. Er ist jemand, der Menschen als aus Macht und Trieb bestehend charakterisiert - und letztlich doch an seinem Gegner O'Flaherty scheitert, der ihm zeigt, dass der Mensch als Geschöpf Gottes eben doch zu mehr in der Lage ist.

Besonders bewegend wird der Film im Lichte der Erkenntnisse der neuesten jüdischen Geschichtsaufarbeitung, die dem Vatikan nun endlich (nach Entlarvung des linken Geschichtsfälschers Hochhut) bescheinigt, dass die kath. Kirche unter Pius XII. durch den Einsatz von mutigen Mitgliedern wie O'Flaherty ca 800 000 Juden vor der Vernichtung gerettet hat - mit ausdrücklichem Wissen und Unterstützung des damaligen Papstes (an dieser Stelle ist der Film im übrigen weit weniger Papst-kritisch als es die offizielle Inhaltsangabe suggeriert). O'Flaherty war also beileibe kein einzelner Lichtblick - aber ein besonders charismatischer.

Fazit: Ein lohnenswerter Film für alle, die das Leben des mutigen irischen Katholiken interessiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Im Wendekreis des Kreuzes 12. April 2010
Dieses Buch sollte man gelesen haben, um das Verhalten der Kirche in der Nazizeit zu verstehen. Sehr gut - nur zu empfehlen
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