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Was dann hervorkommt sind Untersuchungen von bestimmten Details verschiedener Werke und abschließend eine Diskussion über die Problematik fiktionale Literatur von realitätsverhafteter Literatur zu unterscheiden. Zu den angesprochenen Details gehört z.B. eine immer wiederkehrende Untersuchung der zeitlichen Verflechtungen in Nervals "Sylvie". Eine zentrale These jedenfalls zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, der Leser muss permanent den Text ergänzen, auch hier bezieht er sich immer wieder auf "Sylvie", wenn er meint Nerval musste nicht schreiben, dass ein Pferd vor die Kutsche gespannt war, es reichte zu schreiben, dass er in einer Kutsche fuhr - der Leser ergänzt die Pferde dann von selbst.
Im letzten Teil, in dem er die Unterschiede der beiden Textgattungen (Fiktion vs. Real) darzulegen versucht, kommt er zum Schluss, dass es kein eindeutiges Zeichen gibt, die beiden Gattungen mit Sicherheit zu unterscheiden. Wesentlich daran ist, dass er dann dazu kommt zu postulieren, dass diese Tatsache dazu führt, dass jeder Text in der Lage ist Realität zu schaffen. Wenngleich er es nicht explizit darlegt, erinnern viele der Gedanken und Ideen in diesem Teil an den radikalen Konstruktivismus à la Paul Watzlawick.
Kann man das Werk nun empfehlen. Diese Entscheidung ist sehr schwierig, denn einerseits gibt es absolut interessante Erkenntnisse in diesem Werk, andererseits plätschert es lange Zeit in Themen dahin, die für den Literaturwissenschaftler interessant, für den "normalen" Lesekonsumenten aber eher uninteressant sind. Vielleicht liegt meine Enttäuschung aber auch einfach daran, dass falsche Erwartungen geweckt wurden.
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