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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hater, 1. August 2009
Ich hätte das Buch besser nicht gelesen, denn ab ca der Mitte des Buches habe ich erfahren, dass es sich um den Anfang einer Triologie handelt...
Das Buch ist aus der Sicht von Danny geschrieben, er ist bei der Stadt angestellt und hat zuhause Frau und drei Kinder.
Doch dann drehen die Menschen immer öfter durch und töten wahllos Menschen.
Die Regierung empfiehlt sich vor großen Menschenansammlungen fernzuhalten, denn niemand weiß, wer als nächstes durchdreht.
Die Handlung des Buches steigert sich immer weiter, die Situation wird immer aussichtsloser, bis es plötzlich zu einer riesen Wendung kommt, aber der man das Buch nochmehr verschlungen hat, als vorher schon.
Was ist es also, das die Menschen reihenweise verrückt werden lässt. Ein Virus? Eine Seuche? Wie wird es übertragen? Über die Luft? Über das Trinkwasser? Was hat die Regierung damit zu tun? Was will sie verbergen?
Das sind nur einige Fragen, mit denen sich Danny im Laufe des Buches quält.
Da es aus Dannys Sicht geschrieben ist, wird man richtig in die Situation hineinversetzt, als wär man persönlich dort und sein eigenes Leben, nicht nur Dannys, betroffen.
An einigen Stellen ist das Buch ziemlich brutal geschrieben und die Kämpfe sind sehr detailiert.
Es ist unterteilt in die Wochentage und fast jeder Tag beginnt damit, dass auf ein paar kursiv geschriebenen Seiten, ein weiterer Fall von jemandem beschrieben wird, der entweder selber wahnsinnig geworden ist, oder dabei ist, wie jemand anderes wahnsinnig wird.
Es hat leider zu schnell geendet (am Ende wird es wie gesagt richtig, richtig gut!) und ich berreue es, das Buch schon jetzt gelesen zu haben, da es einfach immer zu lange dauert, bis die anderen Bände erschienen sind :(
Sehr zu empfehlen, aber nichts für schwache Nerven.
Ein Pageturner der Extraklasse, vielleicht sollte ich mir die Zeit bis zum Erscheinen der anderen Bücher, mit dem Lesen seiner Herbst Bände vertreiben :)
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein beklemmendes, verstörendes Buch, dessen exzessive Gewalt den Leser nachhaltig beschäftigt, 25. Juli 2009
Auf dem Weg zur Arbeit wird Danny McCoyne Zeuge einer unbeschreiblichen Tat. Ein Mann attackiert aus heiterem Himmel eine ältere Dame, die ihm offensichtlich nichts getan hat. Anschließend greift er die umstehenden Personen an, die den Angreifer von seiner Wahnsinnstat abhalten wollen. Merkwürdigerweise scheint der Irre Angst und Panik zu empfinden. Für Danny McCoyne ist dieses Erlebnis zunächst nur eine schreckliche Episode, doch binnen weniger Tage häufen sich die Gräueltaten und immer grauenvollere Gewaltexzesse bestimmen die Nachrichten. Bald scheint sicher zu sein, dass eine Art Seuche bestimmte Menschen befällt, die aus heiterem Himmel über ihre Mitmenschen herfallen. Der Ausnahmezustand wird ausgerufen und Danny verbarrikadiert sich mit seiner Familie in der kleinen Wohnung. Die Angst ist allgegenwärtig und jeder misstraut jedem. Ist Danny bereits zu einem Hasser, wie die Presse die im Wahn mordenden Menschen nennt, geworden? Oder ist es seine eigene Familie vor der sich der Mann schützen muss?
Im Wahn bildet den Auftakt einer neuen Trilogie des britischen Autors David Moody. Ebenso wie in seinen Herbst-Romanen erschüttert auch in diesem Werk ein globales Ereignis die Menschheit. Anders ist dabei, dass dieses Mal keine Untoten das Land unsicher machen und Protagonisten, wie Leser im Unklaren bleiben, was überhaupt geschehen ist. Trägt eine Seuche, die Schuld an den Vorfällen? Sind es endogene Faktoren, die Menschen zu mordenden Bestien machen? Gekonnt spielt Moody auf der Klaviatur menschlicher Empfindungen und schildert die Angst des Ich-Erzählers Danny McCoyne, eines Durchschnittsbürgers, um sein und das Wohlergehen seiner Familie. Dabei beginnt die Katastrophe eher unscheinbar, ein brutaler Akt der Gewalt, grauenvoll aber nicht ungewöhnlich. Dann häufen sich die Übergriffe und die Bluttaten kommen, Bombeneinschlägen gleich, immer näher und kreisen Danny McCoyne und seine Familie regelrecht ein. In kurzen, minimalistisch geschriebenen Kapiteln entwirft Moody ein Schreckensszenario ohnegleichen. Beklemmend, brutal und visionär. Das Erschreckende an diesem Horror-Thriller ist, dass die Szenerie durchaus denkbar ist und authentisch dargestellt wird. Im Wahn ist ein rasantes und blutiges Buch, dass sensible Menschen mit Vorsicht genießen sollten, und doch bekommt man bei der Lektüre nie den Eindruck, dass der Autor Spaß daran hatte sich immer neue Gräueltaten auszudenken. Man spürt beim Lesen, dass David Moody eine Geschichte zu erzählen hat, die von Angst, Verzweiflung und Wut handelt. Wie viel unseres zivilisierten Verhaltens ist erlernt und antrainiert? Was bleibt übrig, wenn eine solche oder ähnliche Ausnahmesituation hereinbricht? Im Pressespiegel unter dem Klappentext wurde der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro (Pans Labyrinth, Hellboy) zitiert, der sagte: Im Wahn wird jeden noch lange, nachdem er die letzte Seite gelesen hat, verfolgen.
Und das stimmt. Im Wahn entwickelt sich bereits nach den ersten Seiten zu einem Pageturner par excellence, den man in einem Rutsch durchlesen kann, der den Leser aber danach wie betäubt zurücklässt. Nach der Lektüre schwingt etwas von dem Buch im Geist nach und beschäftigt das Unterbewusstsein noch, wenn man bereits den nächsten Roman zur Hand nimmt.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schockierend, intelligent, abgründig, 20. Juli 2009
David Moody dürfte vielen Horror-Liebhabern seit seinem überragenden AUTUMN- bzw. HERBST-Zyklus ein Begriff sein. Mit IM Wahn (im Original: HATER) legt er den Beweis vor, dass er nicht nur verteufelt gut schreiben kann, wenn es um Zombies geht.
IM WAHN geht von folgender Prämisse aus: ohne erklärbaren Grund werden immer mehr Menschen gewalttätig und greifen ihre Mitmenschen auf das Brutalste an - der Amok wird mehr und mehr zum Alltags-Ereignis. Täter und Opfer kommen aus allen Teilen der Gesellschaft und haben bis zur Tat nicht die geringste Beziehung zu einander. Diese Akte vermeindlich sinnloser Gewalt nehmen von Tag zu Tag zu, und die Gesellschaft ist bereits nach wenigen Tagen am Rande des Zusammenbruchs... und keiner weis, wer als nächstes durchdreht.
Aus der Sicht des bei den städtischen Betrieben angestellten Danny beschreibt David Moody, wie die Gesellschaft auseinanderfällt und Paranoia und Angst permanent zunehmen - bis das Chaos vollständig ausbricht.
Die gesamte Stimmung von IM WAHN hat mitunter erschreckende Ähnlichkeiten mit dem "Krieg Gegen Den Terror" - Moody erwähnte auch in Interviews, dass die Bombenattentate 2005 von London Mitinspirationsquelle waren... nicht das dies ein Buch ist, was irgendetwas mit Terrorismus zu tun hätte, aber das Phänomen, das man keinem trauen kann und auch der friedlichste Nachbar sich möglicherweise ohne Warnung in einen brutalen Killer verwandeln kann schwingt in der Handlung mit - genauso wie Überlegungen ala "wer nicht für uns ist, der ist gegen uns!".
Meiner Ansicht nach hat Moody mit IM WAHN eine weitere brilliante Horror-Idee entwickelt - und wieder gelingt es ihm, seine schriftstellerischen Stärken hervorragend auszuspielen. Moody schreibt hart und schonungslos, und er versteht es, einen Horror-Roman mit durchaus tiefgründigen Aspekten zu füllen.
Das Innenleben seines Protagonisten beschreibt Moody nämlich mal wieder sehr plastisch und so packend, dass es definitiv unter die Haut geht. Gleichzeitig präsentiert er eine Story, die mehrere überraschende Wendungen nimmt und erstmal in Gang gekommen keine Pause mehr einlegt, wobei sämtliche Klischees konsequent vermieden werden. Die letzten paar Seiten von IM WAHN sind dabei ganz besonders gut geschrieben und in ihrer apokalyptischen Intensität direkt verstörend.
Insgesamt erneut eine brilliante, finstere und schonungslose Leistung von David Moody.
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