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Im Toten Winkel: Hitlers Sekretärin
 
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Im Toten Winkel: Hitlers Sekretärin

Traudl Junge , André Heller , Othmar Schmiderer    Nicht geprüft   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 13,99
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Produktinformation

  • Darsteller: Traudl Junge
  • Regisseur(e): André Heller, Othmar Schmiderer
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (Stereo)
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • Studio: Hoanzl
  • Erscheinungstermin: 15. Mai 2005
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 90 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00063IQZ2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 40.688 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

DVD & Video Report

Dokumentatorisches Interview von André Heller mit Traudl Junge, Hitlers Privatsekretärin von 1942 bis zu seinem Tod 1945.

Produktbeschreibungen

Traudl Junge war von 1943 bis zum Zusammenbruch der Naziherrschaft eine der Privatsekretärinnen von Adolf Hitler. Sie arbeitete für ihn im Führerhauptquartier in der Wolfsschanze, im Berghof am Obersalzberg, im Sonderzug und in Berlin. 1944 wurde sie Zeugin des missglückten Stauffenberg-Attentats, die letzten Kriegstage und den Selbstmord Hitlers erlebte sie im Führerbunker der eingekesselten Hauptstadt. Traudl Junge war es auch, der Hitler sein "Testament" diktierte.

Erstmals äußert sich Traudl Junge öffentlich über ihr Leben, ihre Erinnerungen, Verstörungen und Selbstreflexionen. Sie spricht über ihre Kindheit in München, die Zufälle und Lebensumstände, die sie zunächst in die Berliner "Kanzlei des Führers", später als Privatsekretärin in die Wolfsschanze führten, die tägliche Routine im inneren Kreis von Hitlers Umgebung, von Tagesabläufen, deren freundliche Banalität in absurdem Widerspruch zur Vernichtungspolitik des NS-Regimes stand. Wenn Traudl Junge von den letzten Tagen vor Hitlers Selbstmord im Führerbunker erzählt - ein 25-minütiger Monolog ohne jeden Filmschnitt - entsteht das in seiner Eindrücklichkeit und Präsenz fast beängstigende Bild der Leere im Zentrum einer menschenverachtenden Macht, die angesichts ihrer Niederlage in sich zusammenfällt. Nach dem Krieg zur wütenden Gegnerin des Nationalsozialismus geworden, konnte sich Traudl Junge ihre damalige Naivität und Ignoranz, ihr Versagen nicht verzeihen. Die Frage nach der eigenen Verantwortung bleibt nicht akademisch, sondern wird in der schonungslosen, ernsten Erzählung erlebbar und lebendig. Traudl Junge verstarb nach


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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer Genaueres über Hitler wissen möchte (auch, wenn man bereits sämtliche Dokus und Filme kennt) und sich hineinversetzen will in die Atmosphäre, wie sie damals war, kommt an Andre Hellers "Im toten Winkel" einfach nicht vorbei.

OK, die Geschichte ist nur aus der Sicht einer einzigen Person erzählt (nämlich der Traudl Junges, Hitlers Sekretärin), trotzdem bietet dieses Interview eine Fülle an Perspektiven.

Die inzwischen bereits verstorbene Hauptakteurin des Films erzählt absolut fesselnd und packend.
Im Gegensatz zu so manch anderen Zeitzeugen, nimmt man ihr ihre Geschichte (und auch ihre Reue zum Geschehenen) tatsächlich ab, was wohl damit zusammenhängt, dass sie es (wahrscheinlich) wirklich ehrlich meint.
Frau Junge steht hier zu ihrer Vergangenheit. Sie kann erklären, warum sie sich damals willig "verführen" ließ, obwohl sie (wenngleich sie sehr jung war) schon damals die Vorzeichen hätte erkennen müssen.
Mir persönlich ist diese Dame jedenfalls sehr sympathisch.

Filmtechnisch gesehen glänzt "Im toten Winkel" mit Bescheidenheit, die aber vollkommen angebracht scheint.
Hervorragend gelungen sind vor allem jene Einstellungen, die Frau Junge zeigen, als sie sich ihr Interview selbst auf ihrem Fernseher ansieht. Achten Sie besonders auf ihre Mimik!

Kein Zweifel: Heller hat mit "Im toten Winkel" ein Juwel für das österreichische Filmarchiv geschaffen!
Ist (zumindest auszugsweise) auch für Schulen geeignet.

Unbedingt ANSEHEN!!

Anm.: "Im toten Winkel" diente unverkennbar als Grundlage für den ausgezeichneten (historischen) Spielfilm "Der Untergang".
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das dritte Reich besteht nicht nur aus Hassreden Hitlers, Goebbels, Goerings usw. Um die Nazi-Größen herum befindet sich eben auch der Otto-Normal-Verbraucher wie im vorliegenden Fall der Sekretärin Traudl Junge. Nach fast 60 Jahren sind die freigesprochenen Erinnerungen dieser in nächster Nähe zu Adolf Hitler lebenden jungen Frau eine wesentliche Grundlage zum Verständnis für die kompromisslose Gefolgschaft vieler Millionen Menschen. Die Dokumentation läst das Kopfschütteln meiner Generation über die Vorgänge einer Nachdenklichkeit über die allzu menschlichen Verhaltensweisen weichen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amazon bestätigter Kauf
... die nachprüfbare harte Fakten chronologisch sortiert auflisten und abhandeln, gewährt Traudl Junge Einblicke in den zentralen, inneren Zirkel einer Nation am Rande des NS- Wahnsinns. Natürlich enthüllt sie mit ihren Erinnerungen keine neuen, bisher unbekannten Fakten, liefert aber Nuancen und unmittelbare Erlebnisse zu bekannten Begebenheiten, die sich nicht durch Dokumente, zeitgenössische Filmaufnahmen oder Geschichtsschreibung rekonstruieren lassen. Dabei liefert sie keineswegs Aspekte, die die schrecklichen Geschehnisse dieser Zeit endlich verständlich oder nachvollziehbar machen. Ja, sie selbst versteht im Rückblick ja nicht einmal wie es zu alldem kommen konnte und das obwohl sie sich mindestens einmal täglich mit Hitler im selben Raum befunden hat. Manche werfen der Ex- Sekretärin des Führers so auch vor, nur Anekdoten zum Besten zu geben und nichts Reflektiertes von wirklicher Relevanz. Ich sehe das anders, es ist einfach spannend die bekannten Ereignisse einmal aus erster Hand geschildert zu erleben- nicht mehr und nicht weniger. Klar war die Rolle, die Traudl Junge zeitweise in ihrem Leben eingenommen hat, eine ganz besondere und schürt geradezu die Hoffnung das Unverständliche zu erleuchten. Unterschwellig scheint dabei auch die Hoffnung mitzuschwingen Traudl Junge könne versichern, dass das NS- Regime durch Hitler & Konsorten allein entstehen konnte und dass das "gewöhnliche" Volk daran keinen oder nur wenig Anteil, geschweige denn Schuld hatte. Dem ist leider nicht so, man muss sich, so schmerzhaft es auch sein mag, sachlich betrachtet eingestehen, dass unsere Ahnen wie auch immer nicht ganz unbeteiligt waren- zu offensichtlich agierten Nazis.

Aber und das ist der Punkt: die Schuld ist verjährt und gesühnt, ohne das Geschehene vergessen machen oder relativieren zu wollen und genau das zeigt Traudl Junge eindrucksvoll.
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