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Produktinformation
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Shao Bin, Künstler, Kalligraph und Arbeiter der Düngerfabrik »Ernteglück« in Endstadt, gehört nicht zu denen, die Ungerechtigkeit und Korruption von seiten der Führungskader einfach so hinnehmen. Als er und seine kleine Familie zum wiederholten Male bei der Wohnungszuteilung übergangen werden, glaubt er sich im Recht, die Machenschaften »dieser Banditen« endlich aufzudecken.
»So kann der Pinsel eines wahren Gelehrten das Gute befördern und dem übel vorbeugen«, liest er in einem Buch über altchinesische Weisheit, und inspiriert von solchem Streben nach Gerechtigkeit fertigt er eine Karikatur an, die die ortsansässige Zeitung auch tatsächlich druckt. Einmal in Gang gesetzt, ist die Schraube fortan nicht mehr zurückzudrehen: Shao Bin wird mehrfach verwarnt und bestraft, doch er gibt nicht auf. Im Gegenteil: In immer größere Gewässer wagt Shao Bin sich vor, sogar bis in die Hauptstadt Beijing.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zwischen Gerechtigkeit und Erfolgsstreben,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Im Teich: Roman (Taschenbuch)
Der Held dieser kleinen, aber sehr feinen Novelle ist ein junger Fabrikarbeiter in einer Düngemittelfabrik in postmaoistischen China. Shao Bin, so sein Name, fühlt sich indes zu mehr berufen - nicht zu Unrecht, ist er doch ein begabter Künstler. Als er zum wiederholten Male bei der Wohnungsvergabe übergangen wird, greift er zum Pinsel und prangert in einer Karikatur das Verhalten zweier Führungskader an. Von hier an entspinnt sich eine wunderbar leichte und doch nachdenklich machende Geschichte. Shao Bin kämpft - für die Gerechtigkeit. Aber auch sein eigenes Fortkommen liegt ihm am Herzen. Er fühlt sich zu höherem berufen, die Kunst ist sein Feld. In immer neuen Aktionen und Reaktionen von Shao Bin und den beiden betroffenen Führungskadern steigert sich der Kampf ums Fortkommen. Mit leichter Sprache, stets mit leicht humoristischem, nicht selten auch ironischem Unterton schildert Ha Jin die Versuche seines Helden, die Aufmerksamkeit auf sich und die erlittene Ungerechtigkeit zu lenken. Dabei entwickelt das Buch eine ganz erstaunliche Spannung: Jede Aktion macht neugierig auf die Reaktion. Shao Bin wird so zum Helden, mit dem man mitfühlt - und der doch nur ein Mensch ist, der auf den eigenen Vorteil bedacht ist. Ein höchst gelungenes Werk, das kurzweilige Unterhaltung bietet.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einsame Spitze! Satire als Interkulturelles Training,
Rezension bezieht sich auf: Im Teich: Roman (Taschenbuch)
Schon oft habe ich (Sinologin) dieses Buch empfohlen, weil man ganz nebenbei unwahrscheinlich viel über die chinesische Mentalität lernt. Die Tragik eines verhinderten Künstlers vor Bürokratie und Kleingeistigkeit ist natürlich auch auf andere Länder übertragbar. Ha Jin hat den nötigen Abstand, sein Volk liebevoll und ironisch zu portraitieren. Sein eingängiger Schreibstil macht es jedem Anfänger leicht, der sich für China interessiert. Ein tolles Buch!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Deftig und witzig,
Von
Rezension bezieht sich auf: Im Teich: Roman (Taschenbuch)
Den anderen Rezensionen ist Recht zu geben, dies ist wirklich ein schöner schmaler Band, der uns einiges über China erfahren lässt. Als Ergänzung vielleicht nur eines: Das Buch ist auch witzig! Wenn auch manches tragisch verläuft, wenn auch der Protagonist am Ende seine Überzeugungen über Bord wirft und sich "kaufen lässt". Es ist irgendwie alles zu ertragen und zu verstehen, vor allem durch die deftige Komik des Autors. Und in dem Deftigen, in der sehr klaren, mitunter obszönen Sprache, spiegelt sich ein Realismus wieder, der auch bei den anderen Werken des Autors (und, wie mir scheint, bei vielen modernen chinesischen Autoren) zu beobachten und zu loben ist. Also: Ein echter Lesespaß, intelligent gemacht, deutlich in der Sprache und trotz der Überspitzungen im Kern realistisch in der Darstellung.
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