...das sind die letzten Worte, die Hank Deerfield(Tommy Lee Jones) von seinem Sohn Mike am Telefon hört. Deerfield ist Vietnamveteran und pensionierter Militärpolizist. Zusammen mit seiner Frau(Susan Sarandon) lebt er zurückgezogen. Sein ältester Sohn fiel im Krieg und sein jüngster Sohn Mike ist im Irak. Eines Tages erfährt Hank, dass Mike wieder in Amerika sein soll. Angeblich sei er nach seiner Rückkehr dessertiert. Hank macht sich auf die Suche nach seinem Sohn. Kurze Zeit später wird Mikes zerstückelte und verbrannte Leiche gefunden. Was zunächst nach einem Fall für die örtliche Polizei und die Ermittlerin Emily(Charlize Theron) aussieht, wird plötzlich von der Militärpolizei übernommen. Hank spricht mit Mikes Kameraden, versucht Licht in das Dunkel zu bringen. Er kommt in den Besitz von Mikes Handy und kann darauf einige unzusammenhängende Videosequenzen entschlüsseln. Aber das hilft ihm nicht weiter. Erst als er den Ort von Mikes Tod in Augenschein nimmt, sieht er, was passiert sein muss. Mit Hilfe von Emily gelangen die Ermittlungen wieder in die Hände der Polizei. Emily nimmt, mit Hanks Unterstützung, den roten Faden der Geschichte auf und folgt ihm bis zum unvermeidbaren Ende. Was Hank dabei über seinen Sohn, das Militär und den Krieg im Irak erfahren muss, stellt ihn auf die schwerste Probe seines Lebens.
Paul Haggis hat mit Im Tal von Elah einen ruhigen, ernsten und sachlich klar durchstrukturierten Film gemacht. Das Grundthema ist dabei so aktuell, wie man es sich nur wünschen kann. Dabei lässt Haggis keine platten, einseitigen Botschaften überschwappen, sondern zeigt uns eine Reihe von Bildern, aus denen wir uns selbst einen Reim machen dürfen. Gerade die Auflösung des Falls hebt sich wunderbar von manch reißerisch, im Stil von Verschwörungen und Geheimdienstaffären, produzierten US-Streifen ab. Tommy Lee Jones, Susan Sarandon und Charlize Theron spielen in Höchstform; ein Genuss, da zuschauen zu dürfen. Aber der eigentliche Hauptdarsteller des Tals von Elah ist die Story. Gnadenlos gut erzählt, gespielt und beendet. Genau richtig für einen Filmabend, an dem man nicht nur unterhalten werden möchte, sondern sich auch noch ein wenig Zeit zum Nachdenken gönnt. Belohnt wird der Zuschauer am Ende mit einer, so wie ich finde, kreativen und symbolischen Schlußsequenz, die man in dieser Art und Weise noch in keiner amerikanischen Produktion gesehen hat. Schon allein dafür hätte im Tal von Elah die volle Punktzahl verdient.