Als Fan von Büchern über Australien, möglichst mit historischem Hintergrund, liebe ich natürlich auch die von Di Morrissey. Dass sie hier eine tatsächlich reale Geschichte, nämlich die der Siedlerin Isabella Mary Kelly eingebaut hat, gibt diesem Buch eine besondere Würze.
Wie die Vorrezensentin schon beschrieben hat, werden hier verschiedene Geschichten von unterschiedlichen Generationen beschrieben: Die von Lara und Dani in der Jetzt-Zeit, die von Chem und Thommo in der Zeit vor und während des letzten Weltkrieges sowie die von Isabella Kelly zu der Zeit der Besiedelung des Tales Mitte des 19. Jahrhunderts.
Zum Inhalt: Dani sucht nach ihrer Scheidung eine neue berufliche Herausforderung, kündigt ihren Job als Grafikerin und fährt in die Geburtsstadt Cedartown ihrer Mutter Lara, um sich in ihrem Hobby Malen zu versuchen. Es dauert nicht lange und das abgelegene Tal und seine Bewohner ziehen sie in ihren Bann. Ganz besonders die Pionierin Isabella Kelly, die einst in diesem Tal wohnte, interessiert sie im Besonderen. Unterstützung und einen Job findet sie bei Jason, der einen ungewöhnlichen Bebauungsplan des ehemaligen Landes von Mrs. Kelly anstrebt.
Da auch Lara auf der Suche ist, nämlich nach ihrem leiblichen Vater, von dem sie nur den Namen kennt, fährt auch sie ins Tal der roten Zedern. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als die Bewohner des Hauses, das seinerzeit ihre Großeltern gebaut und bewohnt hatten, es ihr vermieten wollen. Lara und Dani finden beide sehr schnell Freunde. Jedoch gibt es auch einige, die verhindern wollen, dass Lara weiter recherchiert. Das geht soweit, dass sie Briefe mit drohendem Inhalt in ihrem Briefkasten findet. Allerdings hindert es sie nicht daran, damit fortzufahren und begibt sich damit in große Gefahr.
Das Buch hat ganze 710 Seiten, die ich verschlungen habe, da die Spannung groß war. Fasziniert haben mich die Landschaftsbeschreibungen so, dass ich das wunderbare Tal, die roten Zedern und die Inseln im Fluss vor mir sehen konnte und auch von den Personen reale Vorstellungen bekam.
Allerdings ist auch hier wieder einmal die Buchbeschreibung nicht richtig, und es lässt die Vermutung zu, dass der Schreiber das Buch nicht gelesen hat. Wie schon oben erwähnt, folgt nicht Dani ihrer Mutter nach Cedartown, sondern Lara ihrer Tochter Dani.
Fazit: Dieser Wälzer ist absolut lesenswert!