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Im Tal des Vajont
 
 
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Im Tal des Vajont [Gebundene Ausgabe]

Mauro Corona , Helmut Moysich
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [227kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Graf Verlag (9. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862200248
  • ISBN-13: 978-3862200245
  • Originaltitel: L`ombra del bastone
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 371.886 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Severino Corona, genannt Zino, wächst Ende des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Bergdorf im Friaul auf, als Waisenjunge. Als er später den jungen Raggio kennen lernt und sich mit ihm anfreundet, beschließen die beiden, eine Käserei aufzumachen. Die floriert auch bald… Aber da versucht Raggios Frau, Zinozu verführen. Ein Drama von biblischem Ausmaß nimmt seinen Lauf. Zino verstrickt sich immer tiefer in Schuld: Am Ende gibt er Raggio zerstoßene Tollkirsche, ein tödliches Gift. Raggio aber stirbt nicht, sondern wird verrückt…In der Einsamkeit der Bergwelt, in einer ebenso schönen wie unbarmherzigen Natur mit langen, eisigen Wintern und sengend heißen Sommern, sind die Menschen Gefangene ihrer Triebe, ihres Aberglaubens, ihres Argwohns. Mit seiner von der Bergwelt geprägten Sprache erzeugt Corona eine Mischung aus Härte und Poesie. Einfach, kraftvoll, wie gemeißelt ist jeder Satz wie ein Stein, der auf den vorangegangenen fällt.

Über den Autor

Mauro Corona, geboren 1950 in einem Bergdorf im Friaul als Sohn von fahrenden Händlern, ist Bildhauer, Bergsteiger und Schriftsteller. Die Geschichten, die er erzählt, stammen allesamt aus dem abgelegenen Tal seiner Kindheit. Mauro Corona hat zahlreiche Romane und Erzählungen veröffentlicht und zählt heute zu den erfolgreichsten Schriftstellern Italiens. Er lebt in Erto im Friaul.

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Archaisch und düster 15. Mai 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch hat mich von der ersten Seite in Bann gezogen. Es enthält so viele Beschreibungen eines bäuerlichen Lebens einer ganz anderen Zeit, die einem doch vertraut vorkommt. Die Menschen in dem Dorf, das Corona beschreibt, sind gleichzeitig abergläubisch und tief gläubig, ständig kommt jemand ums Leben aus merkwürdigen Gründen, oft Eifersucht. Zur Hälfte des Buches ist klar, dass einer von den beiden Freunden ' der Erzähler und sein bester Freund- sterben muss, weil die Frau des Freundes dem Erzähler 'schöne Augen' macht und mehr als das. Sie will sogar ihren Mann aus dem Leben befördern. Der Erzähler gibt seinem besten Freund ein Gift, von dem dieser aber wahnsinnig wird. Die zweite Hälfte hält die Spannung, wer wen zuerst erwischt und umbringt. Es spult sich ab wie ein Alptraum. Der Erzähler bekommt dann die Chance, noch mal ein neues Leben zu beginnen, doch der Fluch seiner Taten liegt über ihm. Ich finde die Sprache und die vielen zusammen getragenen Geschichten sehr archaisch, aber den zweiten Teil wahnsinnig düster.
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Format:Gebundene Ausgabe
In den italienischen Bergen Ende des 19.Jahrhunderts lebt der junge Waisenjunge "Zino" ein ängstliches Leben. Er verliert seinen Freund, seinen Bruder und denkt in der Einsamkeit der Berge nur noch an seine menschlichen Triebe. Abgründe und Aberglauben bestimmen die kalten Wintermonate bis zum bitteren Ende.
Ein wirklich beeindruckendes Buch in einer fantastischen Sprache. (****)

Zitat gefällig?
"... Man müsste sofort erkennen, das man besser keinen Schritt in eine Richtung macht, von der es keine Rückkehr mehr gibt. Und das macht den Schmerz im Leben aus: zu wissen, dass man das Glück in den Händen hielt, es dann für eine unbedeutende Sache wegwarf und es nun nicht mehr zurückkommt."
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Abseits in einem Tal des Vajont in dem Dorf Erto im Friaul wächst Severino Corona am Ende des 19. Jahrhunderts auf. Mauro Corona ist der Nachfahre des legendären Urvaters, dessen Geschichte er hier in der Form des Romans erzählt.
Das Friaul ist ein Gebiet am Rand der Südalpen, das später in die nördliche italienische Tiefebene übergeht.

Wir erleben hier eine archaische, bäuerliche und urwüchsige Welt. In ihr geht es simpel zu. Liebe, Eifersucht, Mord und Heimtücke, Tod, Leidenschaft und ungehemmter Sex zusammen mit den Urgewalten des Klimas bestimmen das Leben der Bergbewohner. Zino, wie der Held auch genannt wird, wurde mit seinem acht Jahre jüngeren Bruder früh zum Waisen. Der Vater war von einem eifersüchtigen Verehrer der Mutter erschlagen worden. Nur ein Jahr später starb die Mutter vor Gram um den Tod ihres Mannes.

Im Stil rudimentärer Quellen zwischen Gut und Böse setzt Mauro Corona seine Erzählung fort. Im Dorf des Vajont lebt man von der Aufzucht von Ziegen und Kühen und von der Milchwirtschaft und Handwerksbetrieben aller Art. Immer wieder erlebt Zino die Güte, Zuwendung und Freundlichkeit von Männern, die zu Freunden werden. Deren Frauen, die ihn umgarnen und zu sexuellen Handlungen auffordern, denen er nicht widerstehen kann, zerstören jedoch seine besten Freundschaften und schaffen ein Klima der Angst, des Neides, der Eifersucht, von Rache und Mordgelüsten. In diesem Milieu erlebt Zino ein Leben voller Unruhe, in Furcht und beladen von Schuldgefühlen. Doch reingelegt vom Sog, den die Frauen auf ihn ausüben, sucht er nach immer neuen Ausflüchten in Ortswechseln und im Kampf um das eigene Überleben. Sein Freund Raggio wird durch die ihm verabreichten vergifteten Pflanzen verrückt, andere sterben durch eigene Hand. Frauen bringen ihre ungeborenen und in Schande gezeugten Babys um oder sterben selber eines qualvollen Todes. Nur das letzte der von Zino außerehelich gezeugten Kinder überlebt in der Familie eines großzügigen Gutsbesitzers.
Nicht nur die hitzigen Temperamente der Protagonisten beleben die dargestellten Szenen. Auch der Aberglaube beherrscht das Leben der Anwohner.

Die gewaltige Natur mit ihren heißen und kalten Wintern, den steilen Berghängen und dem reißenden Fluss Tagliamento bedrohen düster dräuend das Leben der Dorfbewohner.
Nicht jedem werden diese Urgewalten, von denen die Lektüre strotzt, behagen.

Der Autor Mauro Corona, der selbst in einem Bergdorf im Friaul als Kind von fahrenden Händlern geboren wurde, erzählt urwüchsig und kraftvoll vom Leben in dieser abgelegenen Gegend und der Welt seiner Vorfahren. Er ist Bergsteiger, Bildhauer und Schriftsteller und lebt in dem Dorf Erto im Friaul.
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