Pressestimmen
»Von den vielen Erklärungen für das Entstehen der Naturwissenschaften hält bisher keine stand. Eske Bockelmann zeigt, daß die Umwälzung sehr viel grundstürzender verläuft, als selbst die Bewunderer des wissenschaftlichen Aufbruchs ahnen. Denn um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert verändert sich grundlegend nicht nur das Denken, sondern sogar die Rhythmuswahrnehmung der menschen. Hier leigt der entscheidende Fund, der Eske Bockelmann gelungen ist, und zwar ein Fund mit unabsehbaren Weiterungen.« --Praxisjournal Buch, Juli/August 2005
»Man traut dem Kapital ja ohnehin alles zu. Daß dieser naive Verdacht aber auf eine viel radikalere Weise berechtigt ist, als man gemeinhin zu denken und hoffen wagt, belegt Eske Bockelmann in eindrucksvoller Art. Im Takt des Geldes vermag es, dem gewöhnlich recht abstrakten »Basis-Überbau-Theorem« wirkliche Substanz zu verleihen, ohne monokausalistisch zu werden. ... Dem Autor ist hier ein bemerkenswertes Buch gelungen, dem man kontroverse Debatten wünscht.« --Thomas Tetzner, UTOPIEkreativ, Dezember 2004
Kurzbeschreibung
Descartes, Galilei, Newton haben unsere Weltauffassung von Grund auf verändert und einem vollständig neuen Denken zum Durchbruch verholfen. Erst durch die wissenschaftliche Revolution des 17. Jahrhunderts sind jene dramatischen technischen Fortschritte möglich geworden, die inzwischen das gesamte Leben der Menschen durchdringen. Was aber hat dieses neue Denken ermöglicht? Eske Bockelmann zeigt, daß um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert sich nicht nur das Denken, sondern auch die Rhythmuswahrnehmung der Menschen verändert. Das Hören nach dem Takt, das uns heute als das einzig natürliche erscheint, hat also seinen historischen Ursprung in derselben Zeit und in derselben gesellschaftlichen Umgebung wie die moderne Wissenschaft. Eske Bockelmann zeigt, daß wir bisher von unserem Denken selbst noch unzureichende Vorstellungen haben. Er hat ein Werk geschaffen, das Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie neu schreiben könnte - mit unabsehbaren Folgen für unsere gesamte Denk- und Lebenspraxis.
Über den Autor
Eske Bockelmann, Jahrgang 1957, hat Klassische Philologie und Germanistik studiert. Er war als Dramaturg am Nationaltheater Mannheim und in verschiedenen Funktionen an den Universitäten München, Würzburg und Marburg tätig. Zur Zeit lehrt an der Technischen Universität Chemnitz.