Der Roman ist für meinen Geschmack allzusehr bedeutungsüberfrachtet. Die mannigfachen Doppeldeutigkeiten wirken auf mich allzu bemüht. Sinister schreiben als Selbstzweck? Warum nicht einfach klar benennen, was gemeint ist? Dann wäre allerdings nicht so ein dicker Wälzer entstanden (gegen die ich im Prinzip absolut nichts einzuwenden habe).
Die Protagonisten versuchen verweifelt, sich an irgendetwas festzuhalten,bilden teilweise die abstrusesten Obsessionen aus, um dem Chaos ihrer Existenz zu entgehen und stellen bestenfalls fest, daß sie einer Illusion unterliegen. Wirkliche Beziehungen finden nicht statt. Jeder lebt sein eigenes, zusammengebasteltes Leben und versucht, seine Mitmenschen in dieses System einzubeziehen.
Diejenigen, die sich dem Strudel stellen, kommen darin um.
Wer Verschleierung mag, ist mit diesem Roman bestens bedient, für mich war es kein Lesegenuss.