Aus meiner Sicht machen insbesondere 2 Dinge dieses Buch sehr lesenswert. Erstens listet hier kein ordenbehangener Kommandant seine Versenkungserfolge auf, sondern hier schreibt ein damals 19 jähriger Maschinengefreiter sein Leben als Soldat der Kriegsmarine und U-Bootfahrer nieder und das in einer sehr lebendigen und selten zu findenden detaillierten Form. Die Beschreibungen seiner Handlungen, der Nöte und Ängste auf den Feindfahrten sowie der wenigen Freuden beim Land- und Heimaturlaub kommen sehr gut rüber. Zweitens ist es sehr interessant, über die extrem unterschiedlichen Charaktere der 3 Kommandanten zu lesen. Zuerst der ruhige souveräne Kaleu Loewe, der auch erfolgreich war und von seiner Besatzung geschätzt wurde. Dann Kaleu Zschech, der mit Willkür und Strenge, aber nicht mit Führungsqualitäten aufwartete und sich seiner Verantwortung während eines schweren Wasserbombenangriffs durch Selbstmord entzog. Zuletzt der mit über 40 Jahre recht alte Reserveoffizier Lange, der als Führungskraft korrekt, aber insgesamt glücklos war.
Ein besonderes Boot mit einem besonderen Schicksal, beides in diesem Buch besonders gut beschrieben, darum besonders lesenswert! Volle 5 Sterne!