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Im Spinnennetz: Die Geschichte von David und Anna. Roman (Gulliver)
 
 
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Im Spinnennetz: Die Geschichte von David und Anna. Roman (Gulliver) [Taschenbuch]

Klaus Kordon , Rothfos & Gabler
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: 1 (6. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3407742606
  • ISBN-13: 978-3407742605
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 51.929 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Klaus Kordon
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Rund um seinen Helden David zeichnet Kordon lebendige Milieustudien, mit großem Ernst, mit viel Leichtigkeit und mit einer dicken Portion Berliner Schnauze ." Die ZEIT "Der Leser bekommt sozusagen im Vorbeigehen einen lebendigen Eindruck vom Berlin am Ende des 19. Jahrhunderts, wo sich kaiserliche Fassaden-Pracht und die Armut der Mietskasernen gegenüberstehen. Wie die politischen und sozialen Verhältnisse im kaiserlichen Deutschland das Leben von Davids Familie, den Jacobis, mitbestimmen, das erzählt Klaus Kordon anschaulich und unterhaltsam." Frankfurter Rundschau "Geschichte zum Anfassen, weitaus lebendiger und konkreter als in jeder Schulstunde." Deutschlandradio Kultur "Kordon erzählt alltagsnah und spannend Geschichte ohne zu belehren, mit viel Humor und guten Dialogen." WDR 5 Scala " Im Spinnennetz. Die Geschichte von David und Anna , ist ein spannendes, kundiges, emotionales Buch - für alle Teenager ab 13 Jahren." NDR Info Literatur "Klaus Kordon weiß Geschichte hautnah und interessant zu vermitteln." General-Anzeiger "Nicht erst zum Abschluss der Jacobi-Trilogie, aber jetzt mit noch mehr Berechtigung, muss man Klaus Kordon zugestehen, dass er Großes für das Jugendbuch geleistet hat. Seine historischen Romane, angesiedelt in einer dokumentarisch exakt recherchierten Kulisse, ersetzen manche Stunde trockenen Geschichtsunterrichts." Frankfurter Neue Presse "Kordon zeichnet lebendige Milieustudien mit Ernst, Leichtigkeit und Berliner Schnauze ." WAZ "Es ist die Berliner Schnauze, die Anna so liebenswert, für David und den Leser unvergesslich macht." Süddeutsche Zeitung

Kurzbeschreibung

Während der Hundstage des Sommers 1890 wird der 16-jährige David mitten in die Konflikte des Deuschen Kaiserreichs gerissen: Er hat staatsfeindliche Plakate geklebt, fliegt von der Schule und soll wegen Verstoßes gegen das „Sozialistengesetz“ angeklagt werden. Sitzt nicht schon sein Großvater im Gefängnis, weil er sich für mehr Demokratie eingesetzt hat? David will nicht in Plötzensee landen, denn wer weiß, ob Anna, die freche Berliner Göre, auf ihn warten würde. Dabei ist Anna das Mädchen seines Lebens ... Der große Familienroman spielt in einer Zeit, in der im deutschen Kaiserreich protziger Reichtum und politische Willkür einer unfassbaren Armut gegenüberstehen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Kurzbeschreibung:
Während der Hundstage des Sommers 1890 wird der 16-jährige David mitten hineingerissen in die sozialen Konflikte des Deutschen Kaiserreichs. Eines Morgens stehen preußische Polizeibeamte vor der Tür und wollen ihn verhaften. In der Nacht wurden in Berlin staatsfeindliche Plakate geklebt und man hat am Tatort Davids Gymnasiastenmütze gefunden. Für die Vertreter der Staatsmacht ist der Fall klar: Sitzt sein Großvater, Frieder Jacobi, nicht im Gefängnis Plötzensee, weil er sich für mehr Demokratie eingesetzt hat? Ist sein Onkel August nicht als Armenarzt bekannt und Onkel Köbbe als gesellschaftskritischer Journalist?
David will nicht in Plötzensee landen. Denn wer weiß, ob Anna, die freche Berliner Göre, mit dem Herz auf dem rechten Fleck, auf ihn warten würde. Anna, die in einem dunklen Elendsquartier, dem "Schwalbennest", lebt und mit der Arbeit in einem Knopfladen ihre Geschwister durchbringen muss - sie ist das Mädchen seines Lebens...

Zum Autor:
Klaus Kordon, geboren 1943 in Berlin, wo er heute als freischaffender Schriftsteller lebt. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und zahlreich ausgezeichnet, darunter mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für seine Biographie über Erich Kästner, "Die Zeit ist kaputt", und den Roman "Das Krokodil im Nacken". Für sein Gesamtwerk erhielt er den Alex-Wedding-Preis der Akademie der Künste zu Berlin und Brandenburg und den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.

Doch wohin jetzt? Auf die Straße zurück kann er nicht, dann sehen sie ihn. Hier stehen bleiben kann er aber auch nicht, in jeden Torbogen, jede Haustürnische werden sie spähen...Ach, wäre er doch nur weitergelaufen! Jetzt sitzt er in der Falle, denn die Haustür hinter ihm, die ist doch sicher abgeschlossen, jetzt, mitten in der Nacht. (Seite 300)

Rezension:
1890 in Berlin: Der 16-jährige David Rackebrandt lebt zusammen mit seiner Familie und geht aufs Gymnasium. Sein Großvater sitzt in Plötzensee ein, da er überzeugter Sozialdemokrat ist und auch auf die anderen Mitglieder der Familie hat die Staatsmacht ein Auge, da sie politisch sehr engagiert sind. David lernt die 15-jährige Anna Liebetanz kennen, ein Mädchen, das es bisher nicht leicht im Leben hatte.

Anna ernährt ihre ganze Familie vom kargen Lohn, den sie in einem Knopfladen verdient. Ihr Vater trinkt und ihre Mutter kümmert sich mehr schlecht als recht um ihre zahlreichen Geschwister. David und Anna verlieben sich trotz ihrer Standesunterschiede. Doch dann wird David beim Plakatekleben erwischt, die staatskritische Texte enthalten, die sein Onkel Jacob, genannt "Köbbe", geschrieben hat, und David wird des Gymnasiums verwiesen.

Doch das kommt ihm eigentlich gerade recht, denn er will wie sein verstorbener Vater und inhaftierter Großvater Zimmermann werden und mit Anna eine gemeinsame Zukunft aufbauen.
"Im Spinnennetz: Die Geschichte von David und Anna" ist der Abschluss einer Trilogie des Autors Klaus Kordon, bei dem man die Vorgängerromane aber nicht zwingend gelesen haben muss. Bildreiche und detailhafte Beschreibungen verdeutlichen dem Leser die Zeit um 1890 in Berlin und macht sie regelrecht lebendig. Der Roman selbst ist aus der Sicht des neutralen Beobachters geschrieben.

David, die Hauptfigur, macht während des gesamten Buches eine sehr rasante Entwicklung durch. Vom Gymnasiasten, den so gar nichts in die Schule drängt, weil er sich dort nicht anerkannt fühlt und von manchen Lehrern vorgeführt, die ihm seine politisch engagierte Verwandtschaft vorwerfen, zum jungen Mann, der selbstbewusst ist und in seinem Zimmermanns-Beruf aufgeht.

Eindrucksvoll geschildert und sehr gut gefallen hat mir die Problematik der Standesunterschiede dieser Zeit: Auf der einen Seite die Neureichen, die mit ihrem Geld und Reichtum protzen und auf der anderen Seite die soziale Unterschicht, die von der Hand in den Mund leben muss. Anschaulich und zur Geschichte passend war auch die vielfache Anwendung des Berliner Dialekts in der wörtlichen Rede.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist in verschiedenen Orangetönen gehalten, eine Schwarz-Weiß-Abbildung eines jungen Mannes (David) im Vordergrund sticht davon ab. Im Hintergrund ist ein Straßenzug mit alten Häusern und Gaslaternen zu sehen.

Fazit: "Im Spinnennetz: Die Geschichte von David und Anna" lässt deutsche Geschichte lebendig werden. Ein Lese-Muss für alle Leser, die sich für die Zeit des Deutschen Kaiserreichs und eine spannende Familiengeschichte interessieren.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Chris
Format:Gebundene Ausgabe
Mit diesem Roman legt Kordon erneut ein großes Werk voller Wahrheit, Wärme und Authentizität vor. Die Familien Jacobi und Rackebrandt sind wie in den ersten beiden bzw. dem zweiten Band der Trilogie liebevoll charakterisiert und sehr sympathisch. Menschen, die ein so ausgeprägtes Gerechtigkeits- und Solidaritätsempfinden haben und dabei so fest zusammenhalten wie die beiden Familien, müsste es in unserer Gesellschaft und auf der ganzen Welt viel häufiger geben. Auch Anna, die zunächst eher kühl daherkommt, wurde mir im Laufe der Handlung immer sympathischer.

Die dargestellte Liebesgeschichte zwischen Anna und David empfinde ich zwar als weniger dramatisch bzw. tragisch als die Liebesgeschichte von Jette und Frieder im ersten Band und Nelly und August im zweiten Band, aber dennoch ist Annas und Davids Geschichte voller hinreißender Wärme und Herzlichkeit.

Die Handlung ist durchweg spannend. Zwar gibt es als äußeren Rahmen keine Revolution mit Barrikadenkämpfen wie im ersten oder einen Krieg wie im zweiten Band; als äußeren Rahmen setzt Kordon dagegen das Deutsche Kaiserreich selbst und hierbei besonders die obrigkeitsstaatliche Struktur, welche in Gestalt des Polizeispitzelwesens und der Gefängnisstrafen wegen politischer Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie das Unrechtswesen jenes Staates besonders charakterisiert. Der beschriebene Staat wirkt in dem Roman als ständige Bedrohung der Freiheit und Unversehrtheit der Jacobis/Rackebrandts und anderen Anhängern der Sozialdemokratie, welche in dem Roman als Nebenfiguren erscheinen. Sehr deutlich wird der kaiserliche Staat als Unrechtsstaat bezeichnet: Zwar hält sich das Rechtswesen an geltendes Recht, dieses ist jedoch inhuman und deshalb Unrecht. Weitere in dem Roman thematisierte Kritik betrifft die extremen sozialen Ungleichheiten der damaligen Zeit sowohl sozioökonomisch als auch geschlechterbezogen, auch die Monarchie und generell das undemokratische Staats-, Gesellschafts-und Wirtschaftswesen werden kritisiert. Die von den Familienmitgliedern, ihren Vertrauten und auch Anna geführten Gespräche und Debatten sind von großer Erkenntniskraft und tragen maßgeblich zum hohen Wahrheitsgehalt des ganzen Romans bei. Die Darstellungen der persönlichen Entwicklungen der Hauptfiguren und ihre Schicksale sind von besonders einfühlsamem Ausdruck.
Der häufig gebrauchte Berliner Dialekt ist gut verständlich und macht den Schauplatz Berlin noch lebendiger.

Wie alle bisher gelesenen Werke von Klaus Kordon, so stellt auch dieser Roman eine wirkliche Bereicherung meiner Lesebiographie dar und ist allen Menschen zu empfehlen, welche sich für authentische und damit verbunden sozialkritische Darstellungen der Vergangenheit interessieren und Verknüpfungen von Vergangenheit und Gegenwart wahrnehmen möchten. Da Kordon die Vorgeschichte der beiden Familien mit der nötigen Intensität in die Handlung einflechtet, ist dieser Roman auch für alle, die die Bände "1848. Die Geschichte von Jette und Frieder" bzw. "Fünf Finger hat die Hand" nicht kennen, sehr gut zu verstehen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
trilogie von k. kordon 25. März 2011
Von Anita
Format:Gebundene Ausgabe
diese trilogie von k. kordon kann ich nur empfehlen

das spinnennetz ist der 3. teil
fünf finger hat die hand teil 2
und 1848 teil 1

viel grüße
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