Seit Jahren mein Lieblingsbuch, das ich immer wieder zur Hand nehme, um es manchmal schon nach wenigen Sätzen nachdenklich sinken zu lassen. Der Autor gibt viele Denkanstöße, indem er reflektierend Ansichten und Blickweisen über verschiedene Lebenssituationen unaufdringlilch anbietet. Keine dogmatischen Äußerungen, keine Überzeugungsversuche. Der Roman stellt sich als Briefserie des Schreibers in Ich-Form an seine erwachsenen Tochter in Europa dar. Anhand vieler Ereignisse in der Vergangenheit der gemeinsamen Familie legt er ihr gegenüber seine Gedanken offen. Im Stil stets zurückhaltend, bietet Ulrich Schaffer Lebensbetrachtungen an, auch losgelöst von oberflächlichen Werten und Konventionen. Viele Gedanken, wie Sterbehilfe, Sterbebegleitung, einengende Ängste, Leben als ansteigender Weg bis zum Tod... Es ist ein Buch voller interessanter Reflektionen und tiefer Achtung vor dem Menschen, die zu einer positiven Lebenssicht beitragen können.