Mit Im Schattenwald hat Matt Haig ein eher ungewöhnliches Buch geschaffen. Wo sonst bekommt man Hinweise während des Lesens, dass man das eine oder andere Kapitel einfach auslassen kann, wenn man einen seiner Charaktere nicht so mag. Auch sonst klingt in diesem Buch oft ein ironischer Unterton mit.
Eingeführt wird der Leser in dieses Buch durch eine kurze Vorstellung aller relevanten Charaktere beziehungsweise all der Wesen, die in diesem Buch eine Rolle spielen, bevor es an die eigentliche Geschichte geht. Der Schreibstil ist hierbei gut lesbar, auch wenn es dich stellenweise schon etwas wie Kaugummi hinzieht. Auf jeden Fall hat Matt Haig eine schöne Idee und die Wesen/Figuren, deren er sich in seiner Welt bedient, zeugen von viel Herz. Etwas sehr plötzlich stellt sich aber das Ende bei diesem Buch ein, was wohl auch den größten Abzug hierbei ausmacht, da sich der Schluss nicht wirklich harmonisch ankündigt und dann fast schon lieblos dahingeklatscht wird, obwohl die grundsätzliche Idee und der Ablauf nicht verkehrt sind, aber mehr Worte sind manchmal doch etwas wert. Zwar fängt sich Matt Haig auf den letzten Seiten wieder, speziell mit dem Schlusssatz, aber das bügelt den Schlussbruch leider nicht wirklich weg.
Zusammengefasst ergibt sich daraus ein befriedigendes Jugendbuch. Etwas ungewöhnlich in seinem Schreibstil, aber durchaus eine nette Idee für ein Buch für zwischendurch. Abschließend sollte man vielleicht noch anmerken, dass der Junge auf dem Cover, der wohl Samuel darstellen soll, verblüffende Ähnlichkeit mit dem Autor hat.