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Im Schatten der Wächter
 
 
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Im Schatten der Wächter [Gebundene Ausgabe]

Graham Gardner , Alexandra Ernst
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 199 Seiten
  • Verlag: Freies Geistesleben; Auflage: N.-A. (Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3772522513
  • ISBN-13: 978-3772522512
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 15 Jahre
  • Originaltitel: Inventing Elliot.
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 339.593 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Graham Gardner
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Produktbeschreibungen

literature.de, 18. Juni 2004

Das Buch ist eine verstörende Chronik über Macht, Gewalt und Verführung. Ganz sicher nicht nur für Jugendliche ab zwölf, sondern auch für Erwachsene empfehlenswert.

Kurzbeschreibung

Einsame Opfer - verschworene Täter
Du musst in der richtigen Weise bemerkt werden - das hat Elliot aus den bitteren Erfahrungen in der Vergangenheit gelernt. Jetzt, an seiner neuen Schule, wird er sich nicht mehr in die Opferrolle drängen lassen. Er wird einen neuen Elliot erfinden, der so kaltblütig und abgebrüht ist, dass ihn nie wieder jemand verletzen kann. Das Ergebnis übertriftt seine kühnsten Träume - zum ersten Mal im Leben hat Elliot Macht. Aber Macht hat einen furchtbaren Preis

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helsant
Format:Gebundene Ausgabe
Elliot, der Prügelknabe, Elliot, das Opfer. Aber an der neuen Schule soll alles anders werden - vom ersten Tag an achtet der Junge peinlich genau auf jedes kleinste Detail, um nur ja „auf die richtige Art und Weise" aufzufallen. Er erfindet sich neu - und der Plan scheint aufzugehen. Bis er in einen Strudel gezogen wird, in dem es sich um Masken, Macht und Kontrolle dreht - und Elliot die fatalen Konsequenzen seiner täglich undurchdringlicher werdenden Mauer um sich selbst erkennen muss.
Ein Roman-Erstling von überwältigender Intensität, vollkommen in Handlung, Tempo und Struktur. Vielschichtig, voller Tiefgang, beklemmend, kalt und heiß zugleich. Inspiriert von Orwells 1984 legt Gardner auf eindringlichste Art die Psychologie der Macht bloß. Je kühler die Masken, desto mehr brodelt es im Innern - und Angst wird erst unerträglich, wenn es etwas zu verlieren gibt. Gibt es einen Ausweg aus der Sackgasse aus Zynismus und Menschenverachtung, in die sich Elliot unter dem Deckmantel der nüchternen, vernünftigen Weltsicht begibt? Oder wird er unwiderruflich Teil eines Spiels, in dem es nur zwei Rollen gibt: Kontrollierende und Kontrollierte, Machtvolle und Machtlose, unterkühlte Wölfe und zitternde Schafe...
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Mit Elf kommt Elliot an eine neue Schule. Und bald ist er das Opfer für alle, die ihr Mütchen an Schwächeren kühlen wollen. Die Schule wird zur Hölle.
Als er die Schule erneut wechselt, nimmt er sich vor, dass ihm das nicht noch einmal passieren wird. Er wird einen neuen Elliot schaffen, einen, der cool ist, einen, den niemand verprügeln wird. Er kauft sich aus seinen Ersparnissen die richtigen Klamotten, studiert vor dem Spiegel ein unbeteiligtes Gesicht, lässt sich die Haare kurz schneiden und blond einfärben.
Elliots Rechnung geht auf. Auch an der neuen Schule werden schwache Schüler gequält. Aber Elliot gilt nicht als schwach. Im Gegenteil, seine Maskerade gelingt so gut, dass ihn die Bande, die „Wächter" genannt, in ihren Reihen aufnimmt. Elliot hat gewonnen.
Oder doch nicht? Denn als Mitglied muss er jetzt seinerseits andere quälen, um dazu zu gehören. Und erst ganz am Schluss erfährt er ...
Gardner schildert, wie Elliot ganz allmählich zum Teilhaber der Macht wird. Obwohl er es nicht will, aber er hat Angst. Und wer würde, vor die Wahl gestellt, Opfer oder Täter zu sein, die Opferrolle wählen, wenn sie einem das Leben zur Hölle macht?
Die meisten Bücher wissen, was richtig und falsch ist. Andere quälen, ist sicher nicht richtig. Das tun nur die Bösen, die Nazis, Diktatoren, Kommunisten, Mafiosi und wie sie alle heißen.
Doch Gardner macht es sich und den Lesern nicht so einfach. Er zeigt, wie jemand in ein verbrecherisches System hineingezogen wird, selbst daran teilnimmt - obwohl er es eigentlich gar nicht will - und scheinbar mitlaufen muss, weil das die einzige Alternative ist, die er sieht. Und wie sich Elliot verändert, sobald er an der Macht teil hat. Wer in einer solchen Situation anders gehandelt hätte, der werfe den ersten Stein.
Das Buch ist eine verstörende Chronik über Macht, Gewalt und Verführung. Ganz sicher nicht nur für Jugendliche ab zwölf, sondern auch für Erwachsene empfehlenswert.
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das von einer Jugendjury mit dem deutschen Jugendliteraturpreis 2005 ausgezeichnete Buch „Im Schatten der Wächter“ beschreibt in düsteren Farben die Situation des Jungen Elliot, der praktisch ohne Vater aufwächst. Dieser ist durch einen Unfall berufsunfähig und sitzt nun, depressiv geworden, zu Hause nur noch vor dem Fernseher, während die Mutter die Erziehung des Jungen und den Lebensunterhalt übernehmen muss. Heutzutage keine untypische Situation: während die Väter kaum noch präsent sind, übernimmt die Mutter praktisch alle erzieherischen Belange. Für die Söhne hat diese Tragik Folgen, wie sich anhand Gardners Buch deutlich nacherleben lässt. Elliot gerät an seiner Schule zunächst in die verfängliche Rolle des Opfers subtil ausgeübter Gewalt und wechselt deshalb an eine andere Schule, um hier von vorne anzufangen, was ihm auch gelingt. Aber hier gerät er in die Fänge einer von älteren Schülern organisierten Verbindung, die sich „die Wächter“ nennt. Elliot soll nun selbst Gewalt ausüben, und zwar auf hinterhältigste Weise, nach dem Vorbild von George Orwells „1984“. Willkürlich werden einzelne Schüler als Opfer von Bestrafungsaktionen ausgewählt, die dann gnadenlos vollstreckt werden, aber so subtil, dass Lehrer und Eltern nichts davon bemerken oder nicht bemerken wollen.
Elliot ist einerseits froh, dass er nun nicht mehr auf der Seite der Opfer, sondern der Täter steht, andererseits bedrückt es ihn furchtbar, als er bemerkt, wie er sich „im Schatten der Wächter“ in einen anonymen Machthaber verwandelt, den nichts mehr zu berühren scheint. Die Freundschaft zu Ben, der ebenfalls ohne Vater aufwächst und ebenso Gewaltopfer wie früher Elliot geworden ist, lässt ihn an seiner neuen Rolle zweifeln. Ben leidet wie Elliot darunter, dass das männliche Vorbild des Vaters nicht mehr da ist. Er kann sich aber durch seine künstlerischen Fähigkeiten im Bereich der Schwarzweiß-Fotografie vor den Verstrickungen, in die Elliot geraten ist, bewahren.
Jedoch auch die Institution der Wächter scheint etwas mit diesem fehlenden männlichen Element in der Erziehung zu tun zu haben. So stellt Richard, der Anführer der „Wächter“ seinem „Zögling“ Elliot dar, wie sehr er seinen Vater dafür verachtet, dass dieser sich zum Knecht seiner Vorgesetzten machen lässt. Auch Richard erlebt seinen Vater als negatives Vorbild. Alle männlichen Protagonisten in Gardners Roman haben letztlich ein problematisches Verhältnis zu ihren Vätern. Es scheint sich in ihnen dadurch wie ein Vakuum zu bilden, das aber durchaus eine stark wirksame Realität darstellt. Und damit berührt Gardner ein in unserer Gesellschaft sich immer weiter ausbreitendes Phänomen: die „vaterlose Gesellschaft“. Zahlreiche Autoren sind sich darin einig, dass wir in der westlichen Welt mit der „Vaterlosigkeit“ heute ein massives Problem haben, das sich eben dahingehend äußert, dass drei Viertel der Kinder mit Verhaltensstörungen und zwei Drittel der Kinder mit Lernschwierigkeiten Jungen sind und dass nicht ausreichend „bevaterte“ Jungen in der Schule durch Aggression im Umgang mit anderen, übertrieben männliche Verhaltensweisen und Interessen, ein extrem eingeschränktes Verhaltensrepertoire sowie abschätziges Auftreten gegenüber Frauen auffällig werden.
So ist nicht nur der australische Familientherapeut Steve Biddulph, sondern vor ihm auch Robert Bly zu der Einsicht gelangt, dass es für die Reifung des männlichen Jugendlichen vom Kinde zum Manne naturgemäß richtig war, wenn hierfür bestimmte Initiationsrituale, die sogenannten „Rites de Passage“ vollzogen wurden. Dabei übernahmen es ältere, weise Männer, die Jungen aus dem mütterlich geborgenen Zustand der Kindheit wie schockartig herauszureißen, um sie dann durch Mutproben, die mit Schmerz und der Überwindung von Angst zu tun hatten, zu prüfen. Trennungsschmerz, Überwindung von Furcht und das Erreichen einer neuen, selbstständigen Existenz waren die drei Stadien solcher Initiationsrituale. Weil sich für solche Rituale keine adäquaten Nachfolgeriten entwickelt haben, gibt es in unserer zivilisierten Welt nur degenerierte Überreste solcher Rituale, und ein Beispiel dafür wird in Gardners Roman als „die Wächter“ beschrieben: „Die Gewalt, die Bestrafungen, die Opfer – all das war schon vor uns da. Egal wie man es nennen will, es existierte bereits, bevor die Wächter auf der Bildfläche erschienen. Alles was die Wächter tun, ist, sich dieses Etwas zunutze zu machen.“ Dekadent gewordene Initiationsrituale könnte man diese Praxis willkürlich ausgeübter Gewalt, wie sie heutzutage an praktisch jeder Schule existiert, auch nennen.
Graham Gardners großartige Leistung ist es, auf das Vakuum, das durch die „vaterlose Gesellschaft“ und die nicht mehr bewusst gehandhabte Begleitung der Reifung des Jungen zum Mann entstanden ist, in einer für Jugendliche und Erwachsene gleichzeitig ansprechenden Art aufmerksam gemacht zu haben.
Gardner deutet aber in seiner genauen Art zu beobachten und zu beschreiben auch auf die feinen Unterschiede in der Entwicklung der Geschlechter. Elliot ist jedes Mal tief beeindruckt von der emotionalen Souveränität, mit der die von ihm geliebte Louise ihre Gefühle beherrscht, wie sie sich intellektuell mit dem von den „Wächtern“ zum Vorbild erkorenen Roman „1984“ auseinandersetzt, ohne dabei in den Bann der Gewalt zu geraten. Gardner beschreibt präzise, wie die Herrschaft im Gefühlsbereich vom Ich, über das ja erst der Erwachsene voll verfügen kann, beim Mädchen bereits ausgeübt wird. Eine biologische Begründung könnte darin gesehen werden, dass in der Entwicklung des weiblichen Jugendlichen jene „Rites de passage“ bereits von der Natur veranlagt sind, wenn sich die Geschlechtsreife schmerzhaft und unter Blutverlust vollzieht. Damit werden entsprechende seelische Kräfte frei, die zur Stärkung und Reifung der weiblichen Persönlichkeit beitragen und eben nicht jenes beim Jungen entstehende Vakuum gerade im Gefühlsbereich entstehen lassen.
Am Ende entstehen beim Leser zwei Fragen: Wie müsste eine Pädagogik aussehen, die vor allem zur Reifung der männlichen Jugend jene Elemente wieder einfügt, die in alten Gesellschaften initiationsartig in die Erziehung eingebaut waren. Und: Trägt nicht die „vaterlose Gesellschaft“ mit ihren fehlenden Möglichkeiten zu einer gesunden „männlichen“ Entwicklung auch die Verantwortung für das viel beklagte, aber dennoch stetig zunehmende starke Bedürfnis der männlichen Jugend nach gewalthaltigem Medienkonsum? Sei es im Fernsehen, im Kino und vor allem in der rasant zunehmenden Fülle gewalthaltiger Computerspiele, überall füllt sich das von Gardner beschriebene Vakuum mit künstlichen Surrogaten, die offensichtlich für viele männliche Jugendliche ein notwendiges Kompensationsmittel für das fehlende väterliche Element in der Erziehung darstellen. Verbote werden hier nichts ausrichten, sondern nur ein dringend erforderliches Umdenken in der Erziehung, und das betrifft in unserer Gesellschaft vor allem die Väter und Lehrer.
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Veröffentlicht am 6. Oktober 2007 von andrea
zu viel spannung am anfang!!
es geht um den 11-jährigen jungen elliot! an seiner alten schule war er immer das opfer, doch dann schlug seine mutter vor, wegen geldproblemen mit elliot und seinem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Mai 2007 von ICH
Im Schatten der Wächter
Ich bin 12 Jahre alt und habe das Buch, "Im Schatten der Wächter" vor kurzem gelesen. Ich fand es sehr gut denn, das Buch gibt mir zu Denken. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2007 von Kloss Reinhold
Unpassend für 12 jährige
Prinzipiell finde ich dieses Buch gut. Jedoch finde ich nicht das es generell für 12 jährige geeignet ist. Lesen Sie weiter...
Am 6. Dezember 2005 veröffentlicht
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