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Im Schatten
 
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Im Schatten [Gebundene Ausgabe]

Ragnar Kvam
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 332 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag (1. Januar 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827003210
  • ISBN-13: 978-3827003218
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 555.793 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Lieben Sie ewiges Eis? Und wie steht es mit monatelanger Dunkelheit? Falls Sie jetzt nicht zurückzucken, gehören Sie zu den zahlreichen Liebhabern Skandinaviens. Für die hat der Berlin Verlag dieses Buch aus dem Norwegischen übersetzen lassen. Sollte es Sie mehr zu den Dingen der See ziehen, einsamem Segeln auf dem Ozean und heroischen Fahrten: Auch dann lohnt sich die Lektüre; der Autor Ragnar Kvam ist übrigens gerade von einem mehrjährigen Einhandtörn zurückgekehrt.

Vor noch nicht einmal 100 Jahren waren große Teile der Erdoberfläche unerforscht, vor allem Nord- und Südpol; man gelangte schlicht nicht hin. Wer seinerzeit Erfolge auf diesem Gebiet vorweisen konnte, wurde zum Volkshelden. Die norwegischen Polarforscher Roald Amundsen (*1872, 1928 im Eismeer verschollen) und Fridtjof Nansen (1861-1930) waren schon zu Lebzeiten Legenden. Das Buch erzählt von einem Dritten, Hjalmar Johansen, dem einzigen Gefährten Nansens, als dieser zu Fuß von seinem im Eis gefangenen Expeditionsschiff "Fram" aufbricht, um Rettung zu holen. Polarwinter im Erdloch, auf dem Speisezettel wahlweise Robben- oder Bärenfleisch. Die Strapazen sind für uns heute kaum noch vorstellbar.

Nachdem man sich ein halbes Jahr den Schlafsack geteilt hat -- sonst drohte der Kältetod -- bietet der aus der Oberschicht stammende Nansen dem Hausmeistersohn Johansen das "Du" an. Ab sofort sagt er nicht etwa "Hjalmar" zu ihm, sondern "Du, Johansen". Zwar ernten beide Ruhm, aber nicht zu gleichen Teilen. Johansen zerbricht an mangelnder Anerkennung. --Michael Winteroll

Kurzbeschreibung

Hjalmar Johansen war der dritte Mann im Team der großen Polarforscher Fridtjof Nansen und Roald Amundsen. Die Rolle des unscheinbaren Dritten, ohne den die entscheidenden Südpolexpeditionen jedoch nicht denkbar gewesen wären, prägte sein Schicksal. Seiner Person und seinem Leben ist dieses Buch gewidmet. REASON: review already exists

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Held im Eis, Looser im Leben, 9. Januar 2001
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten (Gebundene Ausgabe)
Jeder kennt Nansen und jeder kennt Amundsen. Aber wer kennt Hjalmar Johansen? Wer weiß schon, daß er mit beiden unterwegs war, daß er Sie bei Ihren berühmten Touren begleitet, oder zumindest unterstützt hat? Vielleicht hing meine Faszination bei diesem Buch mit der besonderen Situation zusammen, daß ich beim Lesen in einer verschneiten Hütte in Norwegen bei -20 Grad saß. Im Flur hing meine Gore-Tex-Jacke mit dickem Fleece und der Kamin brannte. Aber bei jeder Skitour mußte ich an Johansen denken. Was sind das für Menschen, die bei solchen extremen Bedingungen mit einfachsten Mitteln und Kleidung zum Teil über Jahre in Schnee und Eis (über-)leben und sich immer wieder antreiben weiterzumachen, ohne mittelfristige Aussicht auf Besserung. Ich habe dieses Buch in 2 Tagen durchgelesen und habe ähnlich wie bei Krakauer's "In eisigen Höhen" sowohl fassungslos den Kopf geschüttelt und war gleichzeitig fasziniert von diesem extremen Leben. Gut gefallen hat mr dabei die recht nüchterne Art des Autors R.J. Kvam, mit er die Geschichte(n) des Hjalmar Johansen erzählt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Niedergang eines Schattenmannes, 20. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten (Gebundene Ausgabe)
Aufgespannt zwischen den beiden kältestarrenden Polarregionen der Erde, vollzieht sich die Lebensniederlage von Hjalmar Johansen. So weitreichend wie der geographische Rahmen ist auch die Vielschichtigkeit dieses Buches. Im Zentrum steht die sorgfältig recherchierte Biographie Johansens, die im Desaster des Selbstmordes endet. Er war der einzige, der mit Fridtjof Nansen und Roald Amundsen - den legendären norwegischen Eroberern der polaren Eisbastionen - unterwegs war, sowohl zum Nord- als auch zum Südpol.

Spannend geschriebene Nacherzählungen legendärer Expeditionen hat man auch schon anderswo gelesen, doch das Buch von Ragnar Kvam taucht unter die Oberfläche und öffnet den Blick für Zusammenhänge. Die Triumphe des „Davids" Norwegen in den Polgebieten sind eng verknüpft mit der nationalen Identitätsfindung des damals noch jungen Staates im politischen Abnabelungsprozeß von Schweden. Hinterfragt wird auch die Sinnhaftigkeit menschlicher Extremleistungen, deren Hauptziel es ist, als erster auf einem weit abgelegenen Flecken Erde zu stehen, der ringsum von lebensabweisender Ödnis umgeben ist.

Der Autor seziert das Scheitern eines Menschen, der uns nicht unbedingt sympathisch sein muß - allzu oft manövriert sich Johansen in ausweglose Verhältnisse -, doch die Widersprüchlichkeit seines Charakters wird verständlich. Nur in den lebensfeindlichen Wüsten aus Eis und Finsternis vollbringt Johansen Großartiges: Fridtjof Nansens Marsch zum Nordpol rangiert längst im Pantheon der Expeditionsliteratur. Ohne Johansen wäre diese arktische Tour de force niemals möglich gewesen - so die interessante Hypothese von Ragnar Kvam. Johansen verträgt die unerbittliche Kälte besser, ist zäher und bedachter, kann besser mit den Schlittenhunden umgehen. Die eisige Festung des Nordpols bleibt für die beiden Arktisfahrer uneinnehmbar, aber im Niemandsland der Breitengrade setzen sie eine neue nördliche Rekordmarke.

Nach Hause zurückgekehrt, findet sich Nansens „Schattenmann" im Alltagsleben nicht zurecht. Wiederholter Alkoholabusus zerstört die militärische Laufbahn und die Ehe, gesellschaftlich isoliert und finanziell am Ende, wird Johansen wiederholt zum Bittsteller. Nach zermürbenden 14 Jahren scheint Rettung in Sicht. Roald Amundsen rüstet zum Marsch auf den Südpol. Doch der erste Vorstoß verfängt sich bei minus 50 Grad Kälte und blindem Schneegestöber. Amundsens Vorbereitung ist gefährlich dilettantisch gewesen, beim überhasteten Rückzug läßt er als Expeditionsleiter einen Teil seiner Mannschaft in Stich und riskiert damit das Leben der Männer. Johansen stellt ihn daraufhin zur Rede. Seine Bestrafung ist niederschmetternd - er wird von der Eroberung des Südpols ausgeschlossen. Amundsen kehrt später als Triumphator nach Norwegen zurück, während Johansen anonym und gedemütigt seine letzte große Reise beendet.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unbedingt Empfehlenswert, 27. März 2000
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten (Gebundene Ausgabe)
Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Entdeckung der Polargebiete. Nansen und Amundsen haben Hjalmar Johansen sehr unterschiedlich in ihren Büchern beschrieben und so war ich doch sehr gespannt, als ich von diesem Buch erfuhr. Wie so oft nimmt die Anzahl der Meinungen und Deutungen mit der Anzahl der Quellen zu, so daß es unbedingt ratsam ist, sich so vieler Quellen wie möglich bei der eigenen Meinungsbildung zu bedienen. Herrn Kvam ist es gelungen ein aus meiner Sicht zwar sehr "Johansen-sichtiges" Buch zu schreiben, aber genau das war wohl auch sein bestreben. Neben den unzähligen Informationen zu Johansen selbst, seinen Eindrücken und Empfindungen (offensichtlich seinene Tagebüchern entnommen) erfährt man auch eine Menge über die norwegischen Nationalhelden Nansen und Amundsen, was man in der Form sicherlich nicht so schnell woanders findet. Wer also Interesse an dem Thema hat, sollte auf alle Fälle dieses Buch lesen. Nichts desto trotz gehören die Werke wie "Farthest North" d.h. "In Nacht und Eis" von Fridtjof Nansen, "The Last Place on Earth" von Roland Huntford und "Die Eroberung des Südpols 1910 - 1912" von Roald Amundsen mit auf die Leseliste.
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