Aus der Amazon.de-Redaktion
Sie sind schon ein seltsames Trio, die drei jungen Franzosen, die es zum Studium nach Rom verschlagen hat und die sich, aus welchem Grund auch immer, nur mit den Namen römischer Kaiser anreden: Claudius, der Hitzige, Tiberius, der Überlegte, und Nero, der Exzentriker. Zusammen bilden sie ein untrennbares Gespann, und alle sind sie der schönen Laura verfallen, der jungen Stiefmutter von Claudius. Als Claudius' Vater Hugo Valhubert, ein Pariser Kunstsachverständiger, unerwartet nach Rom reist, um dem Raub einer Michelangelo-Zeichnung nachzugehen, fällt er gleich am ersten Abend mitten in der Menschenmasse auf der Piazza Farnese einem Mord zum Opfer - ein Unbekannter hatte Gift in seinen Wein gemischt. Das Motiv bleibt zunächst unklar: War es Zufall oder stand die Tat im Zusammenhang mit der geraubten Zeichnung?
Valhuberts Tod löst einige Unruhe in den höchsten Kreisen der französischen Hauptstadt aus, und man setzt Richard Valence auf den Fall an. Valence ist nicht nur kultiviert und äußerst gut aussehend, sondern auch ein erfahrener Sonderermittler und Spezialist für verworrene Kriminalfälle. Außerdem ist er immer noch in Laura verliebt, was seine Ermittlungen in der ewigen Stadt nicht gerade vereinfacht. Weitere Hindernisse auf dem Weg zur Lösung des Falles sind ein italienischer Kollege, der ganz eigene Spuren verfolgt und ein durchtriebener Bischof, der mehr weiß als er zugibt.
Fred Vargas schreibt Kriminalromane der ganz anderen Art. Die Bücher der französischen Kultautorin verdrehen ihren Lesern mit viel Genuss und Geschick den Kopf. Ihre eigenwilligen Dialoge und die oft exzentrischen Charaktere sorgen für einen seltsamen Schwebezustand, in dem man nicht so genau weiß, was eigentlich geschieht, was aber der Spannung keine Abbruch tut. Im Gegenteil, wer Vargas' französische Fälle wie zum Beispiel Fliehe weit und schnell oder Das Orakel von Port-Nicolas mit zunehmender Begeisterung verschlungen hat, wird auch von diesem erstaunlichen ersten Roman (der bereits 1994 in Frankreich erschien) schnell in seinen Bann gezogen werden. --Peter Schneck
Pressestimmen
"Der erste Krimi von Fred Vargas endlich auf deutsch: mit allem, was 'die Magie' Vargas ausmacht" (Le Monde)
"Fred Vargas schreibt Kriminalromane, die irrsinnig sind. Vor allem: irrsinnig gut. Schräge Typen gilt es darin zu entdecken, furiose Gedanken, abgedrehte Dialoge. Humor, Hintersinn, Psychologie und Phantasie: jeder Vargas-Krimi strotzt davon." (Frankfurter Rundschau)
Kurzbeschreibung
Hier ist der erste Krimi von Fred Vargas, der bereits ihr großes Talent für herzergreifende, schräge Typen erkennen läßt. Drei exzentrische Studenten, eine wundervolle Femme fatale und ein Bischof, den Genüssen des Lebens zugetan, haben alles, was eine echte Vargas ausmacht. Auf dem europäischen Kunstmarkt tauchen unbekannte Zeichnungen von Michelangelo auf. Sind sie aus der Vatikan-Bibliothek gestohlen? Als ein Pariser Kunsthistoriker daraufhin eilends nach Rom reist, wird er mit einem Becher Schierling umgebracht. Preis der Leserinnen von "Elle" 2002. Ausgezeichnet mit dem Buchhändlerpreis (Prix des libraires)
Über den Autor
FRED VARGAS, geb. 1957 und von Haus aus Archäologin. Sie ist heute die bedeutendste französische Kriminalautorin und eine Schriftstellerin von Weltrang. 2004 erhielt sie für „Fliehe weit und schnell“ den Deutschen Krimipreis. Ihre Werke sind in über 40 Sprachen übersetzt und liegen sämtlich bei Aufbau in Übersetzung vor: Im Schatten des Palazzo Farnese Die schöne Diva von Saint-Jacques Der untröstliche Witwer von Montparnasse Das Orakel von Port-Nicolas Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord Bei Einbruch der Nacht Fliehe weit und schnell Der vierzehnte Stein Die dritte Jungfrau Die schwarzen Wasser der Seine Das Zeichen des Widders Der verbotene Ort Die Tote im Pelzmantel Die Nacht des Zorns (Frühjahr 2012)