Der dreizehnjährige Nuri, aus Bagdad, wandert zusammen mit seiner Familie, voller Hoffnung auf eine grosse Zukunft im gelobten Land, nach Israel aus. Doch schnell versiegt die anfängliche Euphorie der Familie, endlich aus dem Exil ins " gelobte Land " heimgekehrt zu sein, um den Traum des Vaters zu verwirklichen, durch Reisanbau zu Ansehen in der neuen Heimat zu kommen.
Der Buchtitel passt eigentlich nicht wirklich zu dem Roman, ich denke er dient eher als Metapher, die jedoch keine grosse Bedeutung in der Handlung hat, denn die besagten Orangenhaine werden lediglich nebenbei erwähnt und spielen auch keine wichtige Rolle im Leben der Hauptfigur, Kabi. Die Handlung des Buches ist schnell erzählt; der junge Kabi wird von seinen Eltern, die in einem Flüchtlingslager untergekommen sind, getrennt und verbringt seine Jugend in einem Kibbuz. So sehr er sich auch bemüht sein altes Leben hinter sich zu lassen, schafft er es nicht, die immer wiederkehrenden Schuldgefühle gegenüber seiner Familie, abzuschütteln, nach deren Ansicht die Lebensweise im Kibbuz, einem "Verrat" an der jüdischen Tradition gleich Kommen. Im Gegensatz zu der Vorgeschichte, der Taubenzüchter von Bagdad, fehlt es diesem Roman an Einfühlungsvermögen.Es gelingt kaum sich in die Lage der Hauptfigur zu versetzen, da die Geschichte vorwiegend von nüchternen Fakten und Beschreibungen dominiert wird.Aber trotz allem kann man wohl auf eine Fortsetzung hoffen.