die große frage, die sich bei mir schon ca. ab seite 20 stellte war: was soll das alles?
zunächst machen sich die protagonisten nach ein paar kinheitserinnerungen auf, um auszuwandern, legen aber überall zwischenstopps ein, die meiner meinung nach total unsinnig sind, und erklären sich nebenbei die welt.
der erste wirklich tiefpunkt war eine viel zu schwülstige liebeserklärung in paris: "natürich liebe ich dich, fiona. das ist so wahr, wie es wahr ist, dass alles gedeiht, worauf das licht fällt."
gut, das kann man mögen und schön finden, oder eben nicht.
aber ich zwang mich weiter zu lesen.
die beiden gehen farben einkaufen, zu einer auktion, fahren zug, gehen wander, kommen endlich in genua an, erklären wieder, heiraten, fahren wieder weg... usw.
mittlerweile bin ich genervt. mich beschleicht das gefühl, dass die autorin unbedingt alles unterbringen will, was sie über die gegend weiß und ich denke, dass das eher zu einem roman passen würde, der in tagebuchform geschrieben ist.
nun ja, was soll ich sagen, ein paar seiten hab ich noch geschafft, kann mittlerweile das wort impessionist nicht mehr hören und stelle fest, dass "wie du weißt..." und "du hast recht..." die beiden am häufigsten gebrauchten floskeln sind. fühle mich etwas an eine vorabendsoap erinnert und sehe vor meinem geistigen auge unentwegt schlechte schauspieler. gebe auf.
nachdem die anderen rezessionen, die bis jetzt online gestellt wurden so positiv sind, frage ich mich, ob ich etwas vorschnell bin, das buch schon auf seite 60 zu beenden, immerhin könnte es noch ganz spannend werden, aber vielelicht liegt es einfach am stil der autorin, der mir nicht zusagt.
deshalb von mir nur 2 punkte.(einer davon für die beigefügten rezepte)