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Im Schatten
 
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Im Schatten

Misel Maticevic , Karoline Eichhorn , Thomas Arslan    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 12,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Misel Maticevic, Karoline Eichhorn, Uwe Bohm
  • Regisseur(e): Thomas Arslan
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Filmgalerie 451
  • Erscheinungstermin: 29. April 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 83 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: 3941540335
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.343 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Profieinbrecher Trojan kommt frisch aus dem Gefängnis. Doch anstatt sich geläutert zu geben, fordert er zum einen seinen Anteil vom Expartner, und möchte zum anderen schnellstmöglich wieder ins Geschäft einsteigen. Doch sein ehemaliger Partner schickt ihm zwei Killer auf den Hals. Diesen kann Trojan zwar knapp entkommen, aber ein geplanter Coup kann nicht realisiert werden. Doch er plant bereits das nächste große Ding, allerdings nicht ahnend, dass er von einem Polizisten observiert wird.

Produktbeschreibungen

Trojan ist ein professioneller Verbrecher, der auf Raubüberfälle spezialisiert ist. Aus dem Gefängnis entlassen, macht er dort weiter, wo er vor seiner Verhaftung aufgehört hatte. Doch muss er jetzt wieder fast von Null anfangen. Seinem ausgeprägten Bedürfnis nach Unabhängigkeit stellen sich zahlreiche Hindernisse in den Weg. Er steht fast ohne Geld da und der Großteil seiner alten Kontakte erweist sich als wenig zuverlässig. Richard Bauer, der Trojan seinen Anteil aus einem früheren Coup schuldet, hat nicht vor ihn auszuzahlen. Stattdessen setzt er seine Leute auf Trojan an, um ihn loszuwerden. Durch die Vermittlung von Dora Hillmann, mit der er nach langer Zeit wieder zusammentrifft, eröffnet sich ihm die Möglichkeit auf einen Geldtransporterüberfall. Als Trojan gemeinsam mit seinem alten Freund Nico die Vorbereitungen für den Job trifft, hängt sich auch der korrupte Polizist Meyer an ihn dran. In einem Geflecht aus Misstrauen, Verrat, Beschattung und Gewalt muss Trojan den

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin Ostermann TOP 500 REZENSENT
Eine Straßenkreuzung in Berlin-Mitte an einem regnerischen Tag, ein Mann allein am Tisch eines Straßencafés betrachtet durch das vom Regen nasse Fenster die Szenerie, minutenlang. Der Zuschauer wird noch mehrmals diese Einstellung im Film in ähnlicher Form sehen: Menschen im Café, in anonymen Hotelzimmern, auf Parkplätzen und in Tiefgaragen oder während einer Autofahrt. Es sind fast dokumentarische Szenen in einem erstklassigen Genre-Thriller, der mehr durch Bilder und Erzählwiese als durch äußere Action fasziniert.
Der Mann im Café heißt Trojan (!), ist gerade aus dem Gefängnis entlassen und steigt nun sofort wieder in sein altes Leben in Berlin vor der Haft ein: Er sucht seinen früheren Komplizen auf und fordert seinen Anteil, trifft einen "Zwischenhändler" (großartig: Hanns Zischler), der einfach nur "Der Planer" genannt wird und sowohl Waffen wie auch Aufträge vermittelt, und nimmt schließlich Kontakt zu einem mittlerweile ausgestiegenen und bürgerlich gewordenen Freund auf, um mit einem größeren Gewinn aus der zu erwartenden Beute untertauchen zu können.
Dies alles geschieht äußerlich ruhig und unaufgeregt, Trojan macht nie mehr Worte als unbedingt nötig, ist stoisch und unterkühlt, aber eben auch hochprofessionell: Der Mann geht seinem Gewerbe nach, das hat er gelernt und darin ist er gut - Verbrechen ist sein Beruf und prägt sein ganzes Leben. Er scheint keine wirklichen Beziehungen zu haben und vor allem kein Zuhause. Er lebt beständig auf der Durchreise, immer in Bewegung, selbst die Hotelzimmer wechselt er regelmäßig. Die aufkommende Nähe zu einer Anwältin (Karoline Eichhorn), die den Kontakt zu einem Geldtransporterüberfall vermittelt, bleibt auf das Sexuelle beschränkt, die Idee einer gemeinsamen Zukunft ist träumerisch-illusionär: Sie: "Irgendwo Schafe züchten" - Er: "Warum nicht".
Thomas Arslan hat nach seiner Trilogie über türkischstämmige junge Menschen in Deutschland (Geschwister, Dealer und Der schöne Tag) mit "Im Schatten" formal zwar nahtlos an seine früheren Werke angeknüpft, geht hier aber mit einem (in Deutschland eher ungewöhnlichen) Gangster-Thriller neue Wege. Ihn interessiert die Innenansicht eines Lebens, in dem Verbrechen die Normalität ist, und in welchem Gewalt als Mittel zur Erreichung der Ziele zwar sparsam aber selbstverständlich eingesetzt wird. Durch die fast meditatitven Bilder der Transitorte, an denen dieses Leben sich vorwiegend abspielt, wird immer wieder das Tempo stark verlangsamt, umso erschreckender wirken dadurch die Gewaltausbrüche, die oft drastisch eindeutig, manches Mal aber auch nur andeutend (z.B. im Falle der Folter eines Freundes) gezeigt werden. Formal ist der Film weit über dem Niveau herkömmlicher deutscher Krimi-Kost á la Tatort, unterscheidet sich dadurch aber wieder auch von den actionbetonten amerikanischen und französischen Thriller-Vorbildern. Freude haben dürfte der Arthouse-Filmfan und Cineast, der einen guten Thriller zu schätzen weiß, in welchem Stil und Form wichtiger sind als die gezeigte Action.
Arslan zeigt ein Leben ohne zu kommentieren, ohne zu werten oder zu überhöhen und inszeniert nicht nur eine interessante Hauptfigur, sondern auch spannende Nebenfiguren, wie z.B. den korrupten Polizisten (Uwe Bohm), der im deutschen Krimi die Ausnahme ist.
Sehenswertes Genre-Kino aus deutschen Landen, auf anspruchsvollem formalen Niveau (vgl. Berliner Schule), das Geduldige spannend unterhält und zum Nachdenken anregt.
In den Extras der DVD werden die gezeigten Transitorte kommentiert, sowie in einem Interview mit dem Regisseur mehr über die Grundidee des Filmes verraten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Film Noir Redux 12. Oktober 2011
Man kann Thomas Arslans "Im Schatten" leicht mit Benjamin Heisenbergs "Der Räuber" vergleichen. Beide Filme stammen aus dem Jahr 2010, in beiden steht ein Gangster im Mittelpunkt, beide wurden von der Kritik hochgelobt und vom Publikum verschmäht, beide kommen mit wenig Dialogen aus und brillieren dafür durch starken Bilder. Kein Wunder: Kameramann beider Filme ist Reinhold Vorschneider. Dennoch ist "Im Schatten" noch viel reduzierter als "Der Räuber".

Trojan (Misel Matièeviæ) ist jener Gangster, der sich als eiskalter Engel durch den Film schlägt. Dass er dabei weder so schön, noch so elegant wie Alain Delon ist (was zwar schon auf Forest Whitaker zutraf), verankert den Film ein bisschen in der deutschen Realität. Nach seiner Entlassung verlangt er von seinem einstigen Komplizen seinen Anteil. Der will aber nicht teilen und schickt ihm seine Killer auf den Hals. Auch ein korrupter und skrupelloser Polizist (Uwe Bohm) hat es auf Trojan abgesehen. Nur auf die Pflichtverteidigerin Dora (Karoline Eichborn) und sein ehemaliger Partner Nico (Rainer Bock) kann er sich verlassen und plant mit ihnen einen neuen Coup.

Der Film spielt vor allem in Hotelzimmern und Autos, anonymen Cafes oder Parkplätzen. Der kühle Protagonist agiert in kühler Umgebung. Die Kameraarbeit unterstützt jene inhaltliche und motivische Reduktion durch starre, lange Einstellungen ohne dramatische Fahrten. "Im Schatten" funktioniert ohne ellenlange Dialoge und ohne überflüssiges Drumherum. Die Sprache dieses Filmes sind einzig die Bilder. Welch wohltuende Kino-Essenz.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Berlin: Trojan (Misel Maticevic) saß einige Zeit im Gefängnis. Nun ist er auf freiem Fuß und fordert von Dragan (Jörg Malchow) seinen Anteil an einem früheren Raubüberfall. Doch der ist von dem unerwarteten Besuch wenig begeistert, zumal ihn Trojan um 10.000 EUR Bargeld und seine Waffe erleichtert. Der Polizist Renee Meyer (Uwe Bohm) ist wettsüchtig und verliert manchmal auch eine größere Summe. Das nötige Geld nimmt er Drogendealern wie Ben (Timo Jacobs) und anderen Kriminellen ab, die er als Gegenleistung ihren Geschäften nachgehen lässt. Als Trojan in einen von Planer (Hanns Zischler) inszenierten Juwelenraub einsteigen will, ist Ben mit von der Partie. Über ihn kriegt Meyer von der Sache Wind und versucht, auch Trojan auf die Liste seiner Schuldner zu setzen. So leicht lässt sich der aber nicht unter Druck setzen, zumal er ganz andere Probleme am Hals hat. In seiner Wohnung erwarten ihn Dragans Schergen (Lutz Heyden, Stefan Tiede), um ihn ein für alle Mal zum Schweigen zu bringen...

"Mit Im Schatten hat Thomas Arslan einen Film noir wie aus dem Lehrbuch gedreht", schrieb die Frankfurter Rundschau 2010 und verglich den Film prompt mit Werken Jean-Pierre Melvilles und John Boormans. Nein, es ist nicht zu hoch gegriffen. Tatsächlich ist Im Schatten vor allem vom Film Noir Frankreichs beeinflusst. Wie in Melvilles Der Teufel mit der weißen Weste (FRA/ITA 1962) muss sich der Protagonist Trojan in seiner Gegenwelt, die uns Thomas Arslan erschreckend nahe bringt, gegen die eigene Vergangenheit zur Wehr setzen, um die geringste Aussicht auf eine Zukunft zu haben. Dabei ist sein Verhältnis zum alten Kumpanen Nico (Rainer Bock), inzwischen rechtschaffender Betreiber einer Autowerkstatt, und zur korrupten Anwältin Dora Hillmann (Katherine Eichhorn) nicht frei von Zwischentönen echter Zuneigung. Genau sie sind es, die ihn unachtsam werden lassen und in Gefahr bringen. Klassischer Film Noir! So ergeht es den Figuren bei Melville und Jacques Becker ebenfalls; teils spiegelt sich hier sogar das einsame Los des Killers Frank Bono (Allen Baron) aus dem legendären Explosion des Schweigens (USA 1962). Uwe Bohm als Renee Meyer erinnert auf triftige Weise an Harvey Keitel in Abel Ferraras Bad Lieutenant (USA 1992).

Thomas Arslan inszenierte seinen Thriller mit viel Kenntnis solcher Filmtradition und mit Gespür für den eigenen Stil. Das Stichwort heißt Minimalismus: sparsam im Dialog, leise in der musikalischen Begleitung, undaufdringlich und doch ästhetisch in der Bildkomposition. Sein Reichtum liegt im hochwertigen und stets schlichten Repertoire der Ausdrucksmittel. In den ersten 30 Minuten lässt Im Schatten sich viel Zeit, um die Konstellation der Charaktere in ihren Interessen und Konflikten zu skizzieren. Viel erfährt der Zuschauer nicht, aber wie alle Beteiligten genau das Notwendige. Die Deklination von Trojans Realität ist die Korruption, ihre Syntax das Misstrauen, doch ist er selbst mit ihrer Gramnatik bis ins Detail vertraut. Die Architektur der Großstadt ist eine vollautomatisierte Leere - Parkplätze, Rolltore, Aufzüge und dazu Coffeeshops, Imbisslokale, Autohäuser, darin Menschen wie verirrt oder zufällig anwesend wirken. Immer in Jacke und Schuhen, immer auf dem Sprung: in keinem Hotelzimmer und in keinem seelenlos möblierten Apartment kommt für Trojan das mindeste Behagen auf. Stadt ohne Zuhause, Welt ohne Freunde; das ist eine Heimat, die keine ist und keine sein wird. Im Schatten ist ein Film aus Deutschland, von dem man sich wünscht, dass er stilbildend würde. Er ist zu 100% die Antithese zum deutschen Fernsehkrimi und zur intellektualistischen Leere manchen Kunstschaffens. Kleiner Film, großes Kino!

Erstklassige DVD von Fahrenheit 451: bildtechnisch topp, ungekürzt im Originalformat, deutsche Tonspur mit wahlweise englischen Untertiteln. Der Kinotrailer, ein Interview, Audiokommentar und Anonyme Transitorte - Locationfotos kommentiert vom Regisseur ergeben 40 Minuten an Extras.

(p) 2011 www.der-film-noir.de
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