Ich habe bereits die erste Neuseeland-Trilogie von Sarah Lark, sowie den Vorgänger-Band von "Im Schatten des Karibaums" gelesen. Leider muss ich sagen, dass ich zu Anfang von den Büchern sehr begeistert war, sie meiner Meinung nach aber nach und nach schlechter wurden. Bereits "Das Gold der Maori" konnte mich nicht mehr so fesseln, aber dieses Buch war mit Abstand das langatmigste.
Wie einige andere Rezensenten fand auch ich den Wechsel der Kapitel von Matariki bzw. Violet nicht gelungen, da jeweils die Kapitel einer Person weitaus weniger spannend waren als die der anderen. Ich konnte meist den Kapiteln über Matariki wenig abgewinnen (außer die über ihre Entführung am Anfang des Buches) und hätte sie am liebsten übersprungen, um mehr über Violets Geschichte zu erfahren. Insbesondere Matarikis Leben in Parihaka fand ich recht langweilig. Ansich schätze ich aber Larks gute Recherche über die Ureinwohner Neuseelands und empfand auch die vielen Maori-Wörter nicht als störend.
Insgesamt hätte das Buch, was mit 846 Seiten ohnehin sehr dick ist, drastisch gekürzt werden können. Alle Geschichten wirkten irgendwie künstlich in die Länge gezogen.
Zu den Charakteren lässt sich sagen, dass sie ziemlich klischeehaft sind. Violet das arme unschuldige Mädchen, das alles mit sich machen lässt, um die kleine Schwester zu schützen und die starke, toughe Matariki, die es kaum erschüttert, dass der Mann den sie liebt sie schwanger sitzen lässt und sich für sein eigenes Kind überhaupt nicht interessiert. Leider konnte keiner so recht meine Sympathie gewinnen...
Der Teil über Heathers lesbische Beziehungen wirkte irgendwie fehl am Platz, vielleicht weil Heather zu Anfang des Buches eher eine Nebenrolle spielte und später dann doch ausführlicher auf sie eingegangen wurde.
Schade fand ich auch, dass die Hauptpersonen des ersten Bandes (Lizzy, Michael und Kathleen) fast gar keine Rolle mehr spielten.
Auch konnten mich die Liebesgeschichten zwischen Matariki und Kupe, sowie zwischen Violet und Sean nicht überzeugen. Ich hätte mir hier etwas mehr Romantik gewünscht.
Dennoch gefällt mit der Schreibstil der Autorin nach wie vor gut, den Fortsetzungsband werde ich mir wohl aber nicht mehr kaufen...