„Das Reich des Bösen", ein Landsitz ist der Schauplatz einer für Harding typischen Verbrechensserie, in die der Regent, wie schon so oft verwickelt ist (natürlich nicht als Täter), und wie immer ist nicht ganz klar, ob er wirklich will, dass Sir John Cranston dank Bruder Athelstan alles aufklärt. (Dass weitere Verbrechen verhindert werden können, ist bei Harding sowieso nie zu erwarten. Seine Mörder/innen, besonders wenn sie aus Rache handeln, sind gewöhnlich sehr erfolgreich, abgesehen davon, dass sie zuletzt doch entlarvt werden.) Zusätzlich gibt es eine - für Harding untypisch - Liebesgeschichte, die leicht ironisch gestaltet ist, und eine politische Intrige, in die einige Gemeindemitglieder von St. Ethelwold verstrickt sind. Im Gegensatz zu den meisten Romanen der „Cranston-Athelstan"-Serie sind die einzelnen Handlungsstränge diesmal eng miteinander verknüpft. Neben einer wirklich originellen (historischen) Mordwaffe gibt es einige besonders unterhaltsame Abschnitte, wie die Geschichte mit dem Ziegenbock und der Besuch bei Lady Monica. ---- Das Buch hat mir gut gefallen, und ich kann es Krimiliebhabern/innen nur empfehlen. [Auch wenn ich beim Lesen (gefühlsmäßig) den Eindruck hatte, dass Harding allmählich der Stoff für diese Serie ausgeht.]