Über den Inhalt des Buches haben sich die anderen Rezensenten schon ausgelassen und dem gibt es kaum etwas hinzuzufügen. Ich hatte das Buch gelesen und wusste nicht, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Das Lebensgefühl eines Auswandererjungen, seine Angst vor der Ausgrenzung, die Sehnsucht nach Nähe werden sehr eindrücklich transportiert. Andere Ereignisse werden geradezu gefühllos beschrieben, die Mutter versucht sich das Leben zu nehmen. Zoran entdeckt dies und rettet die Mutter direkt aus dem Todeskampf. Das ändert das Verhältnis zur Mutter in keinster weise - irgendwie fehlt hier was.
Diese und einige weitere Stellen bei denen es um die erwachende Sexualität geht, Missbrauch recht explizit geschildert wird machen das Buch mit Sicherheit nicht für jeden 12-jährigen zur geeigneten Lektüre. Eher schon ab 14, aber Kinder entwickeln sich in diesem Alter recht unterschiedlich.
Das Ende des Buches ist ohne Not sehr desillusionierend. Es muss ja nicht unbedingt ein Schluss für Leihbibliotheken her, dennoch hätte ich mir eine Andeutung gewünscht, dass es nach der Hofclique eíne neue Beziehung gibt, Zoran sich für die Schule wieder motivieren kann oder einen anderen Weg findet. Irgendwie ist am Ende alles zerbrochen und das war's. Find ich etwas arg heftig.
Dennoch ein sehr eindrückliches Buch für Jugendliche ab 14. Nix für zarte Seelchen.