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Im Rausch der Stille (Fischer Taschenbibliothek)
 
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Im Rausch der Stille (Fischer Taschenbibliothek) [Gebundene Ausgabe]

Albert Sánchez Piñol
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (70 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2 (23. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596510554
  • ISBN-13: 978-3596510559
  • Originaltitel: La Pell Freda
  • Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 9,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (70 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 26.548 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Albert Sánchez Piñol
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Am eisgrauen Horizont kommt das karge Eiland in Sicht. Der Reisende ist am Ende der Welt angelangt. Vor ihm liegt ein ganzes Jahr am Rande des südlichen Eismeers, wo die See eher einem schäumenden schwarzen Ungetüm gleicht und kaum zum Bade lädt. Auch die spärliche Vegetation mag das Auge nicht wirklich erfreuen. In der Beobachtungsstation, einer schäbigen Hütte, keine Spur von dem Wetterbeobachter, dessen Nachfolge er antreten soll! Am anderen Ende des felsigen Reiches befindet sich ein Leuchtturm, in dem der offenbar wahnsinnige Batís Caffó seinen elenden Dienst versieht. Mit gemischten Gefühlen sieht der Reisende das Schiff entschwinden, das ihn hierherbrachte. Zu Recht, denn schon in der ersten Nacht sollten SIE kommen!

Schon nach wenigen Sätzen gelingt dem literarischen Neuling Piñol das Kunststück, uns in eine völlig irreale Welt zu verfrachten. Seine merkwürdig alptraumhafte und weltentrückte Erzählung führt in ein spukhaftes Zwischenreich fernab jeglicher Zivilisation, in dem Mensch und Kreatur buchstäblich schrankenlos aufeinandertreffen. Dem namenlosen Ich-Erzähler wird bald klar, warum Caffó seinen Leuchtturm über und über mit Nägeln und Glasscherben bewehrt hatte. Nachdem der erste nächtliche Angriff der amphibienartigen Wesen mit ihren Schwimmhäuten und langen Tentakeln abgewehrt werden konnte, besinnt sich der neue Wetterbeobachter und ehemalige irische Freiheitskämpfer früherer Kampftaktiken. Doch alles sollte anders kommen.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Wer bis hierher folgte, könnte sich leicht in ein literarisches Remake des John Carpenter-Horrorthrillers The Fog. Nebel des Grauens versetzt fühlen. Piñols Geschichte jedoch, mit der er in Spanien monatelang die Bestsellerlisten anführte, streift aber auch mit großer Sensibilität das „Fachgebiet“ eines Joseph Conrad, den stets die großen existentiellen Fragen umtrieben, die sich in absoluter Einsamkeit einstellen.

Lassen wir uns also hineinsaugen in die Welt der Wasserwesen, streifen wir alle zivilisatorischen Hüllen für einen Moment ab -- und erleben wir manch unerwartete Wendung. Es erwartet Sie eine merkwürdige, traumverlorene Erfahrung. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Ein Kampf beginnt, der in einer bessenenen Liebe gipfelt und ganz nebenbei höchst poetisch Fragen menschlicher Moral erörtert. Endlich mal ein sinnlicher Abenteuerroman." (AMICA, 8/ 2005)

"Albert Sanchez Pinol hat seinen Joseph Conrad und auch seinen Franz Kafka gelesen. Und er hat den Spielball aufgefangen, den ihm diese Großmeister der Erforschung menschlicher Abgründe zugeworfen haben. Entsprechend ist sein Buch kein trivialer Horrorschocker, sondern ein vielschichtiger metaphysischer Abenteuerroman über den Schlaf der Vernunft, der bekanntlich Ungeheuer gebiert. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn das Buch nicht auch bei uns zum Bestseller würde." (Ulrich Klenner, Bayerischer Rundfunk)

"Ein literarischer Schatz. Intelligent geschrieben, geheimnisvoll und tragisch, spannend von Anfang bis Ende." (Bild am Sonntag, 7. 8. 2005 Albert Sanchez Pinol hat eine kräftige, zupackende Sprache. Der Text schreitet zielstrebig voran, verliert sich weder in detaillierten Beschreibungen noch in Nebenhandlungen. Erzählerische Mätzchen liegen ihm so fern wie diese Insel der Zivilisation. Wer Yann Martels "Schiffbruch mit Tiger" mochte, wird dieses Buch lieben. Und wem Paulo Coelhos "Alchimist" zu platt war, findet hier eine Parabel, die ihre Botschaft nicht wie eine Monstranz bei der Prozession vor sich her trägt." (Stuttgarter Nachrichten)

"Der Plot, Piñols Poesie sowie die zahlreichen klugen Sätze wie"...sobald man jemanden gründlich kennt, kann man unmöglich sein Richter sein", bilden ein starkes Rückgrat dieses Romans. Der Autor konfrontiert die Leser mit der Naturhaftigkeit des Menschen einerseits und dessen Kulturfähigkeit andererseits. An dieser Nahtstelle verschwimmen die vertrauten Konturen des Seins allzu leicht. Da gibt es nichts unmenschliches, sondern nur das Menschsein. Wertungen bleiben aus. Insofern hat Albert Sßnchez Piñol eine große anthropologische Parabel geschrieben, die man am besten in einem Rutsch durchliest, um den Rausch der Stille einmal selbst zu spüren." (Rheinischer Merkur)

"Angst und Haß - und Liebe. Drei urmenschliche Gefühle, die der 1965 in Barcelona Geborene nicht wortgewaltig, sondern sehr klar, geradezu kontrolliert einfängt, als beobachte er von oben herab sein eignes Tun. Und denen er sich gnadenlos und voller Genuß ausssetzt." (Die Welt)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
...faszinierender Pinol! 13. November 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Man muss sich schon einlassen auf diesen wirklich großen Roman von Albert Sánchez Pinol. Erwarten Sie keinen Krimi, keinen Abenteuer- oder Liebesroman, obwohl "Im Rausch der Stille" von all dem ein wenig hat. Lassen Sie sich ein, auf ein geniales Werk, das zum Nachdenken und Diskutieren geradezu einlädt. Die Geschichte um den namenlosen Erzähler, der sich als Wetterbeobachter für ein Jahr auf eine Insel bringen lässt, die einsamer nicht sein könnte, ist skurril, beängstigend, teilweise sogar verstörend. Nacht für Nacht greifen Kreaturen aus dem Meer die Insel an und trachten dem Erzähler und dem einzigen weiteren Menschen auf der Insel, dem Leuchtturmwärter, nach dem Leben. Es ist ein zermürbender Kampf, aussichtslos, kräfteraubend. Jeden Abend, wenn die beiden unfreiwilligen Kampfgefährten sich bereit machen für die Eindringlinge, wissen sie, dass allein die ersten Sonnenstrahlen, und damit das Verschwinden der Kreaturen im Meer, sie für einen weiteren Tag retten.
"Im Rausch der Stille" ist große Literatur, ein Meisterwerk, dessen skurrile und desillusionierende Erzählweise mich ein wenig erinnert an Pablo de Santis "Die Fakultät".
Unbedingt empfehlenswert!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gekonnt gemacht! 6. September 2007
Format:Broschiert
Dass dieses Buch die Lesergemeinde spaltet, ist kein Wunder. Bei mir lag es lange auf dem Stapel der ungelesenen Bücher, bis ich mit der Lektüre anfing. Ich hatte einfach ein gespaltenes Gefühl zu dem Sujet. Ein einsamer Mann auf einer Insel, das fand ich verlockend, aber die Konfrontation mit Wesen, die es nicht gibt, das stieß mich ab. Ich bin nun mal kein Fantasie-Fan. Doch "Im Rausch der Stille" entwickelte bestürzend schnell einen Sog, der mich an der Lektüre festhalten ließ. Die Inselwelt, die nächtlichen Kämpfe mit den "Wesen" und schlussendlich die Liebesgeschichte zwischen dem Protagonisten und dem abtrünnigen Wesenweibchen, ich habe das alles wider Erwarten begierig verschlungen. Möglicherweise ist dies kein Buch für Frauen, denn der Umgang mit dem Wesenweibchen ist extrem chauvinistisch. Aber wenn man darüber hinwegsieht, lohnt die Lektüre allein wegen der umwerfenden Stimmungsschilderungen und der packenden Situation, in der sich der Protagonist befindet. Dies ist eine Situation, deren Engführung am Schluss des Romans nur eine Lösung möglich macht. Und trotzdem kommt man als Leser nicht darauf, das ist wirklich gekonnt gemacht!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein neuer H.P. Lovecraft? 7. September 2005
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein außergewöhnliches Buch habe ich hier in Händen, so viel ist sicher. Das es mich bereits nach 20 Seiten fesselte, mag an dem Thema und dem Gegner der Protagonisten des Buches liegen, den ich bin mir sicher, der Autor Albert Sanchez Pinol hat in seinem Buch „Im Rausch der Stille" einige Eindrücke aus Leseerfahrungen mit „H.P. Lovecraft" und dessen „Cthulhu Mythos" verarbeitet, anders sind mir diese eindrücklichen Schilderungen der „Froschmenschen" nicht zu erklären.

Doch nun zum Inhalt: ein irischer Freiheitskämpfer geht auf eine weit abgelegen Insel um dort naturkundliche Beobachtungen zu machen und trifft dort auf den Leuchtturmwärter, welcher sich später als sein Vorgänger herausstellt, den er eigentlich ablösen sollte. Die Eigenartigkeit und abweisende Haltung des Leuchtturmwärters verunsichern ihn, doch als er des Nachts von Fisch-/ Froschwesen aus dem Meer angegriffen wird, versteht er die Welt nicht mehr.

Die Szenerien sind so surreal und die Handlungen so bizarr, das ich mich unweigerlich an H. P. Lovecraft erinnert fühlte. Die Angreifer hier sind zwar noch ein bißchen anders und es taucht zu allem Überfluß im Leuchtturm noch ein Froschmädchen auf, welches dem aktuellen Leuchtturmwärter zu gehören scheint, doch dessen sei nicht zuviel verraten.

Es beginnt eine gnadenlose und grausame Metzelei, wobei keiner der beiden Protagonisten hinterfragt, warum sie angegriffen werden. Zu alledem verliebt sich der irische Freiheitskämpfer auch noch in das Froschmädchen, obwohl es ja schon in der Hand des Leuchtturmwärters ist, der auch des Nächtens den Beischlaf bei ihr sucht.

Die ganze Handlung ist sehr bizarr, von innerer wie äußerer Gewalt und Brutalität erschüttert und zeigt die Zerrüttung beider Charaktere, moralisch wie auch charakterlich.

Das unausweichliche Ende sei nicht verraten, der Buchstoff taugt aber sicherlich für eine gute Verfilmung im amerikanischem Stil.

Dieses Buch war übrigens mehr als 100 Wochen auf den spanischen Bestsellerlisten und wurde bereits in 27 Sprachen übersetzt.

Meine persönliche Wertung ist durchaus positiv und wenn man zusätzlich noch ein Leser der Geschichten von H. P. Lovecraft wäre, so macht dieses Buch doppelt Spaß.

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