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Im Netz der Zauberer: Eine andere Geschichte der Familie Mann [Taschenbuch]

Marianne Krüll
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

22. Dezember 2010
"Was für eine sonderbare Familie sind wir! Man wird später Bücher über uns - nicht nur über einzelne von uns - schreiben", ahnte Klaus Mann bereits 1936. Jetzt, da neben den Werken auch Briefe und Tagebücher von Thomas, Heinrich, Erika und Klaus Mann vorliegen, dazu die Erinnerungen anderer Familienmitglieder, ist dieses "Später" erreicht, um ihre erlebten und Literatur gewordenen Geschichten im Vergleich mit- und zueinander kritisch zu beleuchten. Die Soziologin und Familienforscherin Marianne Krüll folgte in ihrer, auf langjährigen intensiven Forschungen basierenden Biographie der Familie Mann den Fäden des Netzes, in dem sie alle verstrickt waren. Ihr Ausgangspunkt ist der Selbstmord von Klaus Mann, den sie vor dem Hintergrund des Generationen umspannenden Gewebes von Schuld, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Tod betrachtet. Sie legt dar, wie Erfolg und Scheitern, Selbstverwirklichung und Selbstvernichtung auf unterschiedlichste Weise von den Mitgliedern dieser Familie gelebt wurden.

Hinweise und Aktionen

  • Gewinnen Sie einen Weber Grill: Lösen Sie das Buchstabenrätsel und nehmen Sie am Gewinnspiel teil - nur bis zum 30. Juni 2013.


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Im Netz der Zauberer: Eine andere Geschichte der Familie Mann + Vergangenes und Gegenwärtiges: Erinnerungen
Preis für beide: EUR 22,94

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 528 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 14 (22. Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596113814
  • ISBN-13: 978-3596113811
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 520.277 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Autorenkommentar

Die bislang umfassendste Familienbiographie der Manns.
"Im Netz der Zauberer" ist von 1991 bis Ende 2000 ungefähr 90 000 mal verkauft und in fünf Sprachen (Italienisch, Französisch, Spanisch, Brasilianisch/Portugiesisch, Japanisch) übersetzt worden.

Meine Familienbiographie der Manns ist nicht nur eine Fundgrube für Neuinterpretationen von Werk und Person der großen Schriftsteller Heinrich, Thomas und Klaus Mann, sie wirft auch Licht auf die vielen Personen - vor allem die Frauen - die in dieser Familie im Schatten geblieben sind.

Über den Autor

Marianne Krüll, geboren 1936, studierte Soziologie in Berlin und promovierte in Bonn. 1974-1998 war sie Akademische Rätin am Seminar für Soziologie der Universität Bonn.

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Kundenrezensionen

3.7 von 5 Sternen
3.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Es wurde an verschiedenen Stellen angegeben, dass dieses Buch einen besonders guten Überblick über die Familie Mann darstelle - das ist wahr, ansonsten aber kann ich an dem Buch wenig Gutes finden. Marianne Krüll schreibt sehr klar und verständlich (auf der sprachlichen Ebene) - inhaltlich ist jedoch vieles ziemlich verworren und mutet teilweise wie ein psychologisch abstruser Trivialroman an. Die Verstrickungen, die die Autorin überall sehen will, kann ich manchmal beim besten Willen nicht erkennen. Sie ist ganz süchtig nach diesem Netz, das sie zu sehen glaubt, und beschwört es ständig wie einen Geist herauf, dass es schon fast okkult anmutet. Dieser verzweifelte Wunsch, in allem eine logische Folge von Familienverwicklungen zu sehen, wirkte auf mich doch allzu unseriös. - Der Ansatz des Buches ist interessant, aber leider eben schlecht ausgeführt. Die Behauptung, dass Heinrich Mann mit seinen Werken die eigene Schwester Carla in den Selbstmord getrieben habe, wirkt einfach nur störend, ebenso wie der häufige Gebrauch des "Verführens", welcher alles dramatisiert und merkwürdig lüstern darstellt - wodurch leider einige interessante Ideen es Buches verblassen. Als Einstieg in die Familie Mann durchaus empfehlenswert, ansonsten sollte man eher die Finger davon lassen.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mit Vorsicht zu genießen 22. Januar 2003
Format:Taschenbuch
Wer sich für die Familie Mann interessiert, der sollte dieses Buch lesen - allerdings mit gebotener Vorsicht. Die Autorin liefert eine Fülle neues Material und wirft interessante Gedanken auf, wie es auf die verschiedenen Mitglieder der Familie gewirkt haben muß, sich von den schriftstellernden Söhnen, Brüdern, Vätern und Onkeln mehr oder weniger unverhüllt und interpretiert in deren Werken wiederzufinden. Aber Marianne Knüll schießt dabei über ihr Ziel hinaus - und zwar manchmal ganz gewaltig. Es fällt auf, dass die Autorin, die für sich in Anspruch nimmt, gerade die Frauen der Familie aus dem Schatten zu holen, diese besonders in ihr Interpretationsschemen presst. So stellt sie Carla, die Schwester von Heinrich und Thomas, die sich mit 29 Jahren vergiftete, als eine in hohem Maße fremd beeinflußte Frau dar, die sich vor allem von ihrem Bruder Heinrich in den Zwiespalt zwischen Heiliger und Hure hat drängen lassen und daran gescheitet ist. Carlas Briefe, in denen sie freimütig und teilweise auch humorvoll über ihr wechselndes Liebesleben berichtet, lassen jedoch keinen solchen Schluß zu. Auch der jüngere Bruder Viktor berichtet, wie souverän seine schöne Schwester schon als junges Mädchen mit ihren zahlreichen Bewunderen umging. Marianne Knüll wirft der Familie Mann vor, sie sei mitschuldig am Selbstmord von Klaus, weil sie diesem von Jugend an einen Todestrieb eingeredet habe. Genau solch einen immanenten Trieb hängt sie aber in ihrem Buch Carla Mann an. Überhaupt werden die Frauen von der Autorin in ein noch engeres Korsett gepresst, als es die damalige Zeit tat.... Lesen Sie weiter... ›
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Recht einseitig 23. Januar 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die vielgelobte "Mann-Biographie" von Marinanne Krüll hat mich ziemlich enttäuscht.
Frau Krüll erzählt die verwobene Geschichte der Familie Mann auf durchaus spannende und unterhaltende, jedoch auch immer sehr wertende Art.
Besonders Thomas Mann kommt durchweg schlecht weg. Seine großen Leistungen auf literarischem Gebiet werden so gut wie garnicht gewürdigt, stattdessen wird er als schlechter Sohn, schlechter Ehemann, schlechter Bruder, schlechter Vater usw. dargestellt.
Zudem wird ihm und auch Heinrich permanent vorgeworfen, sich bei der Familie und ihrer Schicksale bedient, ja sie gar literarisch ausgenutzt zu haben. Zur Stützung ihrer Aussagen bemüht sie feministische und z.T. psychoanalytische Gedankengänge. Gerade letztere sind jedoch oft sehr weit hergeholt.
Besonders problematisch erscheint mir, dass Frau Krüll sich bei vielen Figuren (vor allem etwas unbürgerlichen Frauen) um eine dezidierte Betrachtung der individuellen Persönlichkeitssituation bemüht, dies bei Thomas Mann aber völlig außen vor lässt. Seine Homosexualität wird zwar als vorhanden erwähnt, dass sie und die Schwierigkeit des Umgangs damit durchaus ein Schlüssel zur Erklärung seines Verhaltens anderen gegenüber sein könnten, wird nicht berücksichtigt.
Ein bisschen mehr Ausgewogenheit hätte dem Buch gut getan!
Wer eine wertschätzende und schlüssige Beschreibung der Figur Thomas Mann lesen will, dem sei die Biographie von Hermann Kurzke empfohlen!
Für die gute Lesbarkeit des Buches gibt es aber doch noch zwei Punkte.
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liest sich wie ein Roman 27. November 1998
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Mein Lieblingsbuch. Mit tiefer Einsicht und Mitgefuehl erzaehlt die Autorin die vielen Geschichten der verschiedenen Mitgliedern der Familie Mann. Vielleicht zentral ist die Beziehung zwischen dem verdrueckt-schwulen Vater, Thomas, und dem oeffentlicht-schwulen Sohn, Klaus, aber es gibt eine Menge andere Erzaehlungen und Beziehungen von fast eben so viel Interesse. Ein Beispiel (von vielen) ist die Geschichte von Thomas Schwester, Karla, die Schauspielerin wurde und ihr Weg ins Buergertum nicht wieder finden koennten; wie ihr Neffe Klaus beging sie Selbstmord. Oder die Geschichte von Frau Dohm (Katia Manns Grossmutter) die streng ueberzeugte Feministin und Pazifistin war; durch seine Herablassung zur alten Dame zeigt die Autorin ihre beruehmteste Figur in keinem schoenen Licht. Die Autorin beschreibt die Faeden die ihren Charackter zusammenbinden in einer Stimme die zugleich scharfsichtig und verstaendnisvoll ist. Ich empfehle dieses Buch jedem Leser und jeder Leserinnen die sich fuer Thomas Mann, oder dem Zerfall des deutschen Buergertums des 19 Jahrhundert interessieren -- oder die, die nur etwas wirklich schoen Geschriebenes lesen wollen. Marianne, noch eins, bitte.
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