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Im Netz der Pflegemafia: Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden
 
 
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Im Netz der Pflegemafia: Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden [Taschenbuch]

Claus Fussek , Gottlob Schober
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (13. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442155592
  • ISBN-13: 978-3442155590
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 13 x 3,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 141.206 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Auch wenn Claus Fussek und Gottlob Schober immer wieder darauf hinweisen, dass es auch „gute Heime“ gibt: Wer ihr erschütterndes Buch gelesen hat, der wird sich kaum mit dem Gedanken anfreunden können, irgendwann vielleicht einmal selbst in einem jener Pflegeheime zu landen, die von der Pflegemafia kontrolliert werden: jener Pflegemafia, die die Autoren in einem Kartell aus Pflegeverbänden, Heimbetreibern und Pharmaindustrie ausgemacht haben. Und es nähme nicht Wunder, wenn der eine oder andere nach der Lektüre lieber Vorsorge für ein beizeiten selbstbestimmtes Ableben träfe, statt Gefahr zu laufen, irgendwann doch so zu enden wie die hilflosen Opfer, von denen hier berichtet wird!

An die Nachricht, dass in Pflegeheimen aus Geldmangel oft keine optimale Pflege möglich ist, hat man sich ja bereits gewöhnt. Doch die Missstände sind offenbar sehr viel gravierender. Und: Sie werden nicht nur hingenommen, sondern teilweise wird das Leid der Menschen ganz bewusst herbeigeführt: „Hilf- und wehrlose Menschen werden häufig so behandelt, dass sie zwangsläufig in eine höhere Pflegestufe eingruppiert werden müssen. Dahinvegetierende Pflegebedürftige bringen nach der Logik der Pflegeversicherung mehr Geld als Menschen, deren noch bestehende Fähigkeiten gefördert werden.“

Die Vorwürfe, die die Autoren erheben, sind in der Tat sehr schwerwiegend. Und sie wissen, wovon sie schreiben: Claus Fussek ist Mitbegründer eines ambulanten Pflegedienstes und seit über zwei Jahrzehnten ein intimer Kenner des Szene. Gottlob Schober hat in den vergangenen Jahren bereits für zahlreiche Fernsehmagazine zum Thema recherchiert. Man wird ihrer Klage also Gehör schenken müssen! -- Hasso Greb, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Mit schlechter Pflege werden in Deutschland Milliarden verdient." (Gottlob Schober )

"Ein sehr wichtiges, längst überfälliges Buch. Es kommt gerade noch rechtzeitig." (Dieter Hildebrandt )

"Dieses Buch kommt genau zur richtigen Zeit." (Karl Lauterbach, Autor des Bestsellers "Der Zweiklassenstaat" und SPD-Politiker )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es geht um den Menschen 8. August 2008
Format:Taschenbuch
Ein Buch, das unbedingt geschrieben werden mußte und das mir als körperbehindertem Menschen schon kurz vor Vollendung des 48. Lebensjahres trotz derzeit noch "gesicherter Pflege" den Angstschweiß aus den Poren treibt.Die Zustände, die die beiden Autoren schildern, sind zwar nicht neu, aber dennoch unbegreiflich.

Endlich schreibt es mal jemand: In der Pflege und in sozialen Berufen überhaupt haben das Streben nach Gewinn(maximierung) und "Kosten-Nutzen-Denke" nichts zu suchen. Es ist der Mensch, der im Mittelpunkt zu stehen hat.

Einen Stern Abzug für das ständige Einprügeln auf den Tierschutz. Die Tatsache, daß es dort engagierte Menschen gibt, die auch schon einiges für ihre Sache erreicht haben, obwohl in der Pflege alter und hilfsbedürftiger Menschen noch zu viel im argen liegt, benutzen die Herren Fussek und Schober um den Skandal noch fetter zu machen, wohl wissend, daß sich nicht jede(r) um alles kümmern kann und ebenso wohl wissend, daß der von ihnen geschilderte Pflegealltag mit Personalmangel, überflüssiger Fixierung, Sedierung etc. pp. an sich schon Skandal genug
ist. Warum sonst wohl dieses Buch?
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39 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Enttäuschend. Ich hatte mehr erwartet. Das Buch gibt anhand einer Reihe von Einzelbeispielen einen sicherlich zutreffenden, manchmal etwas langatmigen Bericht über Probleme in der stationären Altenpflege. Allerdings basiert es im Wesentlichen auf bereits bekannten Veröffentlichungen und Beiträgen der beiden Autoren. Es informiert, prangert an und regt zum Nachdenken an, enthält aber wenig Neues. Wer eine glasklare Ursachenanalyse und darauf basierend durchdachte Lösungskonzepte bzw. Verbesserungsvorschläge erwartet wird enttäuscht.
Eine Darstellung mafiöser Strukturen oder eine stringente Durchleuchtung von kommerziellen Verstrickungen zwischen Heimbetreibern, Ärzten, Pharmaindustrie und anderen Beteiligten, wie es der Titel und Untertitel suggeriert, erfolgt nicht. Das "...schwer durchschaubare System öffentlicher Finanzierung..." bleibt schwer durchschaubar, da es nicht näher erläutert oder gar verständlich für den Leser aufbereitet wird. Die von dem Buch mehrfach selbst aufgeworfene Frage warum ein Pflegeplatz bis zu 3.500 EUR kostet wird nirgends beantwortet. Eine Darstellung oder gar Analyse der Kostenstrukturen und -anteile fehlt nämlich.
Ursachen für Missstände wie z.B. Renditestreben, inkompetentes Leitungs- und Pflegepersonal, fehlende und fachliche geeignete Mitarbeiter in Kontrollorganen, mangelnde Transparenz,Sektoregoismen usw. werden zwar angeführt. Sie bleiben jedoch allzu oft allgemein und oberflächlich. Interdependenzen oder komplexe Systemzusammenhänge werden vernachlässigt oder zu sehr vereinfacht. Eine differenzierte Ursachenanalyse erfolgt leider nicht.
Folgerichtig können auch keine brauchbaren Verbesserungs- oder Lösungsvorschläge aufgezeigt werden. Es bleibt bei allgemeinen Forderungen und Thesen, die sicherlich richtig sind, aber eben leider nicht zu Ende gedacht werden. Zwei Beispiele hierfür: 1.) Verbesserung der ärztlichen Versorgung in Pflegeheimen durch Heimärzte bzw. Praxisnetze. Eine gute, sinnvolle Forderung. Aber ab welcher Größenordnung ist dies zweckmässig (im Buchbeispiel sind es Einrichtungen mit 160 Plätzen und mehr)? Wie erfolgt die Finanzierung? Wie überwinde ich Sektoregoismen? Wie soll dies bei kleineren Einrichtungen oder in ländlicheren Regionen in denen schon heute z.T. eine ärztliche Unterversorgung festgestellt wird, gewährleistet werden? oder 2.) Mehr Transparenz durch Veröffentlichung von MDK-Berichten. Berichte die im Übrigen - wie ebenfalls in dem Buch an anderer Stelle dargelegt - von unterbesetzten, fachlich oft nicht hinreichend qualifizierten Mitarbeitern erstellt werden. Dies wird nun aber nicht weiter problematisiert. Wie aber sollen qualifizierte faire Berichte sichergestellt werden? Wie soll mit Betreiberstellungnahmen zum Bericht umgegangen werden? In welchen Zeitabständen sollen Prüfungen und Veröffentlichung erfolgen, damit sie aussagekräftig sind? Wie sollen bundesweit vergleichbare und für den Laien verständliche Berichte aussehen? Wie messe und dokumentiere ich Lebensqualität?
Fazit: Das Buch schildert zutreffende Zustände und Probleme im Pflegesektor. Aber mit viel mehr als Einzelbeispielen und oberflächlichen Ursachenverweisen warten die im Grunde kompetenten Autoren leider nicht auf. Das wiederum macht die Lektüre trotz des eigentlich spannenden Themas unbefriedigend und ihren Nutzwert gering.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Herr Fussek und Herr Schober verfügen zweifellos über profunde Kenntnis der Szene und der Wirklichkeit im deutschen Pflegesektor. Die dargelegten Missstände sind wohl kaum ernsthaft zu bestreiten oder zu widerlegen.
Für Leute mit wenigen Vorkenntnissen in diesem Bereich bietet das Buch gute Einblicke in das System der Altenpflege in Deutschland und seine Funktionsweise.

Positiv ist meines Erachtens, wie die Mechanismen und Wirkungsweisen des Systems aufgezeigt werden; das Zusammenspiel der beteiligten Akteure und insbesondere die kommerziellen Interessen und Motive dahinter.
Dennoch - oder gerade deswegen - halte ich den Begriff "Pflegemafia" im Titel für äußerst irreführend und grundfalsch: der Begriff unterstellt den beteiligten Parteien eine aktive kriminelle Absicht und suggeriert das Bild einer verschworenen Gemeinschaft, die zum Zwecke der eigenen Bereicherung alte und hilflose Menschen quält und ausbeutet.
Bei der Lektüre wird jedoch deutlich - und das ist die Stärke des Buchs - dass die Akteure aus ihrer Sicht, nämlich im rein wirtschaftlichen Sinn, überaus "rational" handeln: wo Geld verdient wird, bleibt die Moral auf der Strecke, das mag zwar traurig sein aber eben leider auch logisch, wie man in jedem Wirtschaftssektor beobachten kann. Von einer Mafia" kann hier also keine Rede sein. Ein Romantiker, wer den "moralischen Kapitalismus" fordert.

Die Erkenntnisse aus dem Buch sind wohl weitgehend zutreffend und tief bestürzend, doch sind sie leider weder neu noch lassen sich daraus wirklich Schlüsse für eine bessere Gestaltung der Pflege ziehen. Die Lösung kann nicht in der Verteufelung der Akteure als Mafiosi liegen; sie muss aufzeigen, wie ein System rational handelnder Menschen organisiert werden muss, damit am Ende eine gute Pflege herauskommen kann. So müsste beispielsweise die grundlegende Frage gestellt werden, ob sich Menschlichkeit in der Pflege mit Gewinnstreben überhaupt vereinbaren lassen.
Die Lösungsvorschläge der Autoren beschränken sich jedoch auf den Verweis auf "gute Heime", die es trotz der schwierigen Umstände ja schließlich auch gebe. Damit bleiben sie im System verhaftet und zeigen keine Alternative auf.

Die Herren Fussek und Schober verfügen sicherlich über reichhaltige und zuverlässige Quellen für ihre Schlüsse. Es ist schade, dass viele Themen eher anhand von allzu plakativen Beispielen, Einzelmeinungen und stellenweise suggestiven Interviews bearbeitet werden. Die fehlende wissenschaftliche Aufarbeitung macht die Aussagen hinterfragbar.
Eine etwas nüchternere Darstellung der Ergebnisse würde es dem Leser erleichtern, seine eigenen Bewertungen vorzunehmen, so dass sich die Autoren ihre lehrerhaften und betroffenheitsheischenden Kommentare (die großzügig eingestreut werden) sparen könnten. Der Stil erinnert teilweise eher an Skandalreportagen in einschlägigen populären Blättern denn an seriöse Berichterstattung.

Fazit:
Das Buch ist informativ; es stellt die Zustände in der deutschen Altenpflege leicht verdaulich dar und illustriert sie anhand vieler Beispiele. Unzweifelhaft ist es geeignet, Betroffenheit und Bestürzung auszulösen.
Um breitere Leserschichten zu erreichen, mag es vielleicht auch gerechtfertigt sein, provozierende Vergleiche mit Tierpflegeheimen und andere plakative Beispiele einzubringen. Es ist sicherlich kein Schaden, wenn das Thema dadurch bis zu den Stammtischen transportiert werden kann.

Für diejenigen aber, die selbst in der Altenpflege oder in angrenzenden Bereichen tätig sind und unter den Zuständen leiden, ist das Buch ernüchternd, da es keinerlei konstruktiven Vorschläge für eine Verbesserung der Situation anbietet; weder auf der Ebene des Gesamtsystems der Pflege, noch auf der praktischen Ebene.
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Im Netz der Pflegemafia
Die Lieferung sowie das Buch sind super. Schnelle und ordnungsgemässe Lieferung. Das Buch ist fast neu, kaum Gebrauchsspuren. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von reni52 veröffentlicht
Lesenswert und erschütternd
Es geht um ein Problem, das uns früher oder später fast alle einmal angehen könnte: Leben im Pflegeheim. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Rezensent veröffentlicht
pflegebedürftig? ja, das passiert den anderen....
herr fussek trifft den nagel mal wieder auf den kopf.

mit typischer vogel-strauss-taktik versucht jeder in unserer "westlichen zivilisierten welt", dieses unschöne... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Mai 2010 von Platinum
Wahr
Ein hinkendes Gesundheitsystem mit unzähligen Krankenkassen die nur für ihren verwaltenden Wasserkopf gewirtschaftet haben hat es uns geschaffen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. März 2008 von """""""""""K"""""""""""
Ignoranz ist menschlich.... Handeln erst recht!
Ein weiteres Beispiel dafür, dass alte Menschen in Pflegeheimen schutzlos gestellt werden und die Justiz häufig nicht auf der Seite der Schutzbefohlenen steht, sondern... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. März 2008 von M. Frank
Mutig - messerscharf - Prädikat: sehr empfehlenswert
"Ein mutiges Buch. Messerscharf recherchiert und erschreckend offen. Wer sich mit dem Thema Pflege beschäftigt wird Missstände lesen, die grauenvoll sind. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2008 von Claudia Fischer
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Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Fahrlässige Tötung meiner Mutter im Pflegeheim 6 30.09.2008
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