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Im Namen der Wahrheit: Folter in Deutschland vom Mittelalter bis heute
 
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Im Namen der Wahrheit: Folter in Deutschland vom Mittelalter bis heute [Gebundene Ausgabe]

Robert Zagolla
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 239 Seiten
  • Verlag: be.bra verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898090671
  • ISBN-13: 978-3898090674
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 103.344 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Robert Zagolla
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Zagolla hat das richtige Buch zum genau richtigen Zeitpunkt geschrieben, weil es beim Argumentieren gegen die neuen Verteidiger der Folter hilft und erklärt, warum das Folterverbot eine große Errungenschaft der leidvollen menschlichen Geschichte ist. (ai journal)

Im Namen der Wahrheit ist kein flammendes Plädoyer gegen die Folter und darin liegt eine Stärke des Buches. Robert Zagolla weidet sich nicht voyeuristisch in detaillierten Schilderungen der Grausamkeiten, sondern bleibt auf Distanz. (Deutschlandradio Kultur)

Der Autor macht differenziert und eindringlich deutlich, dass die Folter nicht nur in Rechtsstaaten nichts zu suchen hat. Darin kann ihm nur beigepflichtet und sein Buch wärmstens empfohlen werden. (Junge Welt)

Kurzbeschreibung

Seit dem »Fall Daschner« ist die Diskussion über die Folter neu entbrannt. Ein Blick in die Geschichte macht den Prozess ihrer Umwertung deutlich: Von der gesetzlich geregelten Befragungstechnik im ausgehenden Mittelalter über den Versuch der Abschaffung und ihr vielfältiges Weiterleben bis ins 20.Jahrhundert. Was von den Nationalsozialisten wieder massiv eingesetzt und in der SBZ/DDR mit anderen Mitteln weiter praktiziert wurde, gilt heute manchem als Königsweg der vorbeugenden Verbrechensbekämpfung: die Anwendung staatlicher Gewalt zur Erzwingung von Informationen oder Geständnissen.Die Zeugnisse der Opfer und die fragwürdigen Erfolge der Folterer warnen jedoch vor falschen Hoffnungen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geschichte der Folter 17. November 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Robert Zagolla behandelt in seinem sehr flüssig geschriebenen Buch "Im Namen der Wahrheit" die rechtsgeschichtliche Entwicklung der Anwendung von Folter vom Mittelalter bis Heute. Einschränkend gilt dabei zu beachten, dass er sich lediglich mit der, entsprechend der heute gültigen Definition, "wahren" Folter beschäftigt. Also der Anwendung physischer Gewalt oder psychischer Foltermethoden durch Staatsdiener, um bestimmte Aussagen und Geständnisse zu erlangen. Diese Verwendung der Folter im Mittelalter bis zur Neuzeit, war aber auch durch die damaligen unzureichenden Ermittlungsmethoden und Rechtssysteme bedingt.
Es wird auch deutlich, dass die Darstellungen von oft ausgefallenen und blutrünstigen Folterwerkzeugen oft lediglich der Fantasie späterer Zeiten entsprangen. Um Menschen zu quälen und sie zu bestimmten Aussagen zu zwingen reichen oft einfache, in ihrer Anwendung nichtsdestotrotz brutale Mittel völlig aus. So benötigte man in der Regel nichts weiter als einige Stecken (Spitzruten-Folter) oder ein Seil (Aufzieh-Folter) zur Durchführung von Foltermaßnahmen.
In der aktuellen Debatte wird häufiger wieder eine Rückkehr zu Folter oder Folterandrohung in bestimmen Fällen angeregt und gutgeheißen. Gleichzeitig zeigt sich auch, dass in der Bevölkerung die Anwendung von Folter nicht mehr absolut abgelehnt wird, wie diese der Fall Daschner zeigt. Jedoch liefert dieses Buch dennoch stichhaltige Argumente gegen die Folter:
' Schon in Zeiten, in denen die Folter noch rechtlich abgesichert stattfand, kam es häufig zu Exzessen und Überschreitungen der rechtlichen Begrenzungen der Folter.
' Um Folter durchzuführen bräuchte man entsprechendes Personal. Die psychischen Belastungen durch die Schulung und Anwendung der Folter, vor allem auch bei Unschuldigen, sind enorm.
' Ausnahmen vom Heute gültigen Folterverbot unterminieren die Prinzipien des Rechtsstaates (Stichwort Guantanamo), zumal wenn im Grundgesetz die Würde des Menschen und seine Unversehrtheit garantiert werden.
' Auch bei einer medizinisch begleiteten Folter, bei der (dauerhafte) körperliche Schäden vermieden werden, können dennoch bleibende psychische Schäden entstehen.
' Da Folter nicht als Strafe eindeutig erwiesener Vergehen, sondern als Instrument der Ermittlung genutzt wird, ist es als sicher anzunehmen, dass auch Unschuldige (z.B. fälschlich Denunzierte) der Folter unterworfen würden.
' Die Aussagekraft und der Wahrheitsgehalt von durch Folter erhaltenen Geständnissen und Aussagen sind nicht verlässlich, da man durch Folter kann man nahezu jedes Geständnis erpressen kann.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schock und Wahrheit 18. Juni 2008
Von leselust
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem ich mir zuerst Egmont R. Kochs Buch über die Folter der CIA gekauft hatte (erschienen im Aufbau Verlag), war mein Interesse am Thema geweckt, so dass ich mir zur Vertiefung nun Zagollas Buch zugelegt habe. Der Autor gibt einen sehr guten Überblick über die Geschichte der Folter in Deutschland bis zur Gegenwart. Dabei räumt er mit vielen Mythen auf, so etwa dem vom Verschwinden der Folter nach ihrer angeblichen Abschaffung im 18. Jahrhundert. Ob man foltern soll oder nicht, hinterfragt Zagolla auch - freilich ohne diese Frage end- oder allgemeingültig zu beantworten. Seine Erkenntnis fällt nichtsdestotrotz ernüchternd aus: Es gibt gute Gründe, die Wahrheit mit Gewalt zu erforschen. Aber die Erfahrung hat auch gelehrt, dass es noch bessere Gründe gibt, dies nicht zu tun. Insgesamt schockierend und informativ. Wer sich für eine seriöse Darstellung des Themas Folter interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei.
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