Der vorletzte Rebus-Roman spielt im Rahmen des G 8 Treffens in Gleneagles und der damit verbundenen Protestveranstaltungen. Ein rätselhafter Todesfall am Rande eines Dinners im Schloss von Edingburgh und rätselhafte Leichenfunde geben Rebus und seinem Team harte Nüsse zu knacken. So richtig begeistern konnte mich das Buch nicht. Rebus bleibt diesmal etwas blass (besonders im Vergleich zum folgenden Roman Exit Music) und wir lernen Siobhan Clarke besser kennen, die einen großen Teil der Handlung trägt. So richtige Begeisterung will bei mir für diesen Roman aber nicht aufkommen. Das liegt zum einen daran, dass der Konflikt mit sinisteren Geheimdiensten doch stark an Politthriller der 70er Jahre erinnert und einfach nichts überaschendes passiert. Die Konflikte wirken stereotyp. Leider ist im Laufe der Reihe die dunkle Seite von Rebus irgendwie verschwunden. Er ist in diesem Buch mehr ein schottischer Harry Bosch als der jähzornige und depressive Alkoholiker, der er in früheren Büchern war. Das finde ich etwas schade, denn damit ist eigentlich eine der außergewöhnlichsten Figuren des Kriminalromans domestiziert worden. Alles in allem ist das Buch gut geschrieben und recht spannend, aber einiges, was Rankin von anderen Autoren abhebt, fehlt mir hier. Aber keine Sorge: in Exit Music läuft der Meister wieder zu gewohnter Form auf.