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Im Namen des Terrors: Saddams Leibarzt erzählt
 
 
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Im Namen des Terrors: Saddams Leibarzt erzählt [Gebundene Ausgabe]

Ala Bashir , Lars Sigurd Sunnana , Lotta Rüegger
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 380 Seiten
  • Verlag: List Hardcover; Auflage: 1 (1. Juni 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471794883
  • ISBN-13: 978-3471794883
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 929.975 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Lange Jahre war Ali Bashir Leibarzt Saddam Husseins und sicherlich alles andere als ein Regimegegner. Schon die Fotos und Bildunterschriften in der Mitte des Bandes zeigen, wie der Mediziner und Maler zu seinem Despoten stand: "Der Präsident bei einem Treffen mit irakischen Müttern. Er war ein guter Zuhörer", lesen wir da etwa unter einer Abbildung, auf der sich Saddam -- mit der Pistole im Hosenbund und ebenso verständnis- wie sorgenvoller Mine -- von den Nöten und Ängsten der Frauen und Kinder berichten zu lassen scheint. Auf einer weiteren Fotografie sieht man ein von Bashir in Öl gemaltes Saddamporträt ("Man muss tun, was man tun muss. Die Wiedergabe des Traums des Präsidenten ist kein Bild, auf das ich stolz bin.")

Tatsächlich will Bashir mit seinem Erinnerungsbuch keine Abrechnung mit dem Diktator vorlegen. Er will vielmehr von dort berichten, wohin nur Wenige wirklich gelangten: aus der unmittelbaren Umgebung Saddam Husseins. Zwar erfahren nichts, was uns wirklich überraschen würde. Aber wir werden in manchem Vorurteil bestätigt. Etwa darin, dass auch dieser große Diktator in den schicksalsschwersten Momenten seines Volkes recht eigentlich ganz andere Probleme hatte, mit seinem kleinen Finger etwa oder seinen Hühneraugen. Grotesk. Ebenso, wie sein naiver Aberglaube, der bei einem Tyrannen immer noch viel lächerlicher wirkt, als er es ohnehin schon ist.

Auch wenn Bashirs Buch mit nichts wirklich Spektakulärem aufwartet, so bekommt man doch immerhin eine sehr persönliche Lektion in irakischer Geschichte seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Ein Anhang mit einer Personenübersicht und einer historischen Zeittafel rundet das Ganze ab. Vielleicht kein Buch, das man unbedingt lesen muss. Aber auch nicht das Ärgernis, das es hätte werden können. --Hasso Greb

Kurzbeschreibung

Ala Bashir war von 1983 bis 2003 Saddams persönlicher Leibarzt. Als Vertrauter des Diktators hatte er wie kaum ein anderer die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Terrorregimes zu schauen. Ein intimer und kenntnisreicher Einblick in die weitverzweigten Machtstrukturen des Irak, der Aufschlüsse gibt über die blutige Geschichte des Landes - und die möglichen Gefahren für seine Zukunft.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
So close and yet so far away 14. September 2007
Von John
Format:Gebundene Ausgabe
I read this book as I have had contact with people that were close to Saddam Hussein, the author has fabricated most of what he has included in this book and copied the rest.
Mr Bashir may have been one of Saddam's numerous doctors, but he did not have the up close and personal relationship with Saddam that he professes.
I do believe he's just jumping on the bandwagon, if you want to read about Saddam the man, I suggest you try John Simpson, Con Coughlin or THE BLACK HOLE By Latif Yahia for true and honest accounts of Saddam the great and terrible.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist vor allem eine Anklage gegen ein terroristisches Regime, das jegliches Gefühl für das Anständige und Menschliche unterdrückt hat. Der Leibarzt Saddams beschreibt die Liebe zu seiner Heimat und die Absurditäten eines repressiven Systems, er entwickelt die Schrecken des Krieges und des Leids. Alle, die lange vor Saddam das Beste wollten, sind schon längst eingeschüchtert und nur wenige glaubten damals (bis 2003) noch daran. Wenn ich es mit einem europäischen Drama des Schreckens vergleichen würde, dann fällt mir der 30-jährige Krieg ein, der ein ganzes Land verwüstete und für lange Zeit zerstörte.

Alb Bashir schreibt aus nächster Nähe zum Diktator, er flickt ihm die Hände zusammen und sieht zu, wie dieser seinem Schwiegersohn die Hand hält. Ein LKW Fahrer kommt ins Gefängnis, weil er eine Brücke zum Einsturz brachte, die direkt zu einem der Paläste führte. Bomben und Granaten überall, trotzdem muss Hilfe und Verarztung stattfinden. Ein Leben am Rande des Abgrundes, mit verschwenderischem Reichtum, Gier nach Sex, Intrigen und hasserfülltem Racheverhalten. Wir erfahren, dass Fidel Castro Saddam regelmäßig Havanna Cigarren schickte.

Der Tag der Armee am 6.1.2002 war ein einziges Fiasko, jeder konnte sehen, wie Bagdad und die gesamte Maschinerie des Krieges förmlich im Morast stecken blieben. Korruption nie gekannten Ausmaßes (inkl. Titelvergabe an die meist ungebildeten Saddam Anhänger) lähmten den Staat und die Stadt Bagdad. Uday, der egozentrische Sohn des Machthabers, steht wie ein Symbol dafür, wir lernen ihn in seiner speziellen Art besonders kennen und wenig schätzen. Der Irak war 2002 schon zerbrochen und wurde durch eine Oberschicht hemmungslos ausgeplündert. Fatal, dass die meisten wahrscheinlich weiter machen konnten und schwer sich vorzustellen, wie dieses Land wieder aufstehen kann.

Das Buch endet im April 2003 und Al Bashir beschreibt eine für ihn erdrückende Szene im Krankenhaus, in dem er übernachtet und einfach weiterarbeitet: ein Dieb wird eingeliefert, er stirbt, die Eltern kommen, um ihn zu identifizieren, sie entdecken 120 Dollar in der Kleidung des Toten, streiten sich um das Geld bis ein Polizist kommt und die 120 Dollar an beide zu gleichen Teilen gibt. Beide verlassen das Krankenhaus und habe in der Tür ihren Sohn schon vergessen.

Ein beeindruckendes Dokument des Überlebens in einem geplünderten Staat!
1
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2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
gut 7. Juli 2004
Format:Gebundene Ausgabe
das buch ist voll interessant,aber tittel passt zu der geschichte nicht.
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