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Im Namen der Ehre
 
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Im Namen der Ehre [Gebundene Ausgabe]

Anonymus , Joe Klein
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: List (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471794336
  • ISBN-13: 978-3471794333
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.359.433 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Anonymus" steht auf dem Cover von Im Namen der Ehre. Autor also unbekannt? Im Gegenteil: Joe Klein, so der wirkliche Name des Verfassers, ist zumindest in den Vereinigten Staaten ein mittlerweile berühmter Mann, nach dem Erfolg seines ersten Buches mit aller Macht. Primary Colours ein millionenschwerer Journalist. Das Erstlingswerk beleuchtete den Aufstieg Bill Clintons vom Südstaatengouverneur zum Präsidenten. Die Details, die das Buch damals ausbreitete, schienen nur von einem engen Vertrauten Bill Clintons stammen zu können. Ein Schlüsselroman also? Der Verfasser war nach beispielloser Medienhatz bald als Journalist in Washingtoner Regierungskreisen enttarnt. Kleins Buch war vor allem ein spannender, präzise recherchierter Politthriller.

Und nun die Fortsetzung? Alles über Monica Lewinsky und Clintons zweiten Präsidentschaftswahlkampf? Falsch gewettet: Kleins Talent liegt in der Beschreibung des Innenlebens der Politikmaschine, den feinen Mechanismen der Staatsaktionen. Das, was tatsächlich nicht nach draußen dringt und eigentlich viel intimer von denen erzählt, die die Geschicke eines Staates lenken.

Das Drama des neuen Buches: Klein verlässt sein Revier. Er erzählt uns kein Geheimnis der Realität, sondern versucht sich als ausgewachsener Romancier: genau das beherrscht er nur mäßig. Der Stil des Buches suggeriert: Alles ist total real und deswegen auch hochbrisant.

Klein erfindet jedoch die Geschichte einer Nebenfigur im Wahlkampf 1992. Charlie Martin ist Gegner Clintons im Kampf um die demokratische Präsidentschaftskandidatur. Dabei gerät er in den Verdacht sexueller Belästigung einer Wahlkampfhelferin. Ein neues Licht fällt auf sein Leben: er beginnt sich zu wehren gegen politische Prostitution.

Der Autor gerät dabei in arge Erzählungswut: Vietnam, immer wieder neue Schauplätze, Dialoge ohne Witz und Kraft, sein Protagonist zerrissen zwischen privatem und politischem Leid, ein Opfer, kein Held: Als Leser verliert man leicht den Überblick, wenn man amerikanische Gesellschaft und Geschichte nicht in- und auswendig kennt. Kleins zerfaserter Handlungsverlauf und seine Figurenzeichnung erscheinen deswegen vor allem: oft unglaubwürdig, spannungsbemüht und leider ohne Kurzweil. --Johannes Fellmann

SZ, 28.04.2000

"Der politische Roman lebt."

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Wie weit reicht die Moral in der Politik?, 21. August 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Im Namen der Ehre (Gebundene Ausgabe)
Joe Klein alias Anonymous blickt mal wieder hinter die Kulissen des amerikanischen Politik-Business. Es geht um Senator Charles Martin, Vietnamveteran und gescheiterter Mitbewerber um die Präsidentschaftskandidatur 92, die Jack Stanton, Held aus dem Vorgängerroman "Mit aller Macht", für sich entschied. Stanton ist gerade zum Präsidenten gewählt worden, als das Geschacher um die Posten los geht. Ein enger Freund und Vietnam-Kamerad von Charles Martin, designierter Verteidigungsminister, gerät in die Schußlinie. Medikamentenabhängig? Hat er Frauen belästigt? Alles nur Intrige der Gegner in den eigenen Reihen oder wahr? Wie weit kann Martins Freundschaft gehen? Wie verhält er sich im Verteidigungsausschuß? Ein Ausflug in den politischen Dreck Waschingtons.

Weiter geht's: Martin muß sich zur Wiederwahl stellen, sein Gegner ein Populist, politischer Seiteneinsteiger. Widerwillig engagiert er einen Helfer, der tief im Dreck wühlt um belastendes Material gegen den Widersacher zusammenzutragen - der tut's schließlich auch. Aber wie weit kann man gehen, was darf man noch verwenden und wo gibt es eine Grenze? Gibt es eine Grenze? Martin sträubt sich gegen manche Entscheidung. Und eine der Entscheidungen, die er trifft, droht schließlich seine Beziehung zu seiner Freundin Nell für immer zu zerstören...

Joe Klein zeichnet das Bild eines Politikers, der am liebsten grundanständig wäre, im immer härter werdenden Polit-Geschäft jedoch damit zunehmend in Schwierigkeiten gerät. Das ganze paart sich mit einer erfrischend erzählten Liebesgeschichte.

Schade, daß sich Klein mit den übrigen Charakteren seines Romans nicht so viel Mühe gibt. Sein Gegner im Wahlkampf um den Senatorposten wird schon etwas holzschnitzartig gezeichnet. Manche Figuren sind offenbar nur Mittel zum Zweck: Nach dem er seinen in Vietnam gezeugten Sohn gefunden hat wird etwa die Mutter nicht mehr benötigt - kein Wort mehr davon. Auch der designierte Verteidigungsminister taucht nach der Episode um seine Nominierung nicht mehr auf - gerade hier wäre ein weiteres hingucken vielleicht doch interessant gewesen.

Insgesamt aber doch ein recht spannender, unterhaltsamer und lehrreicher Roman.

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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Verwirrendes Bild der amerikanischen Politiklandschaft, 2. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Im Namen der Ehre (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr interessanter Titel, der leider etwas zuviel Verspricht. Auf der einen Seite zeichnet der Autor mit immenser Detailtreue ein Bild der amerikanischen Politiklandschaft (welches ich als Laie auf diesem Gebiet auch glaube); andererseits schafft er es aber nur unzureichend, alle gesponnenen Storys miteinander zu verknüpfen bzw. alle für sich fertig zu erzählen. Letzten Endes blieb ein etwas fader Beigeschmack, weil der Eindruck bleibt, daß einige wichtige Bestandteile fehlten. Vielleicht wäre es besser gewesen, einige Details (Vietnam, Liebesgeschichte) gar nicht oder weniger ausführlich darzustellen, die Kernstory dafür aber abzuschließen. Alles in allem eine durchschnittliche Gute-Nacht-Geschichte.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein richtig gutes Buch. Und nicht so macho, wie das erste!, 12. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Im Namen der Ehre (Gebundene Ausgabe)
Amerika, Amerika. Wenn man das neue Buch von Anonymus liest, wird einem noch viel deutlicher, wie Politik tatsächlich funktioniert: die Intrigen - nicht nur um Clinton -, dass ein Politiker nur noch so viel wert ist wie sein Auftritt in der Öffentlichkeit und der Pressemann wichtiger als die Wähler. Eigentlich weiß man das ja, aber wie es im Detail abläuft, wird sonst immer schön verschwiegen. Auch wenn zwischendurch auf so typisch amerikanische Themen wie Vietnam, Abtreibungsdiskussion etc. angespielt wird, fand ich das Buch wegen eben dieses Blicks hinter die Kulissen so gut: weil die Situation bei uns durchaus ähnlich ist. Unser letzter Wahlkampf war ja auch schon viel mehr Personality Show als Wettstreit der Argumente. Besonders begeistert aber war ich davon, dass Joe Klein es schafft, einem die Person eines Politikers näher zu bringen und sympathisch zu machen, seine alltägliche Kleinarbeit im Gespräch mit dem Wahlvolk und den Lobbyisten zu zeigen - und wie viel Einfluss diese letztendlich haben -, und wie schwer es ist, trotzdem Mensch zu bleiben und die Frau zu gewinnen, die er liebt (auch wenn die sich am Schluss schon ziemlich ziert ...). Außerdem eines der raren Statements zu Frauen und Politik: Ein Politiker kann nur dann ein guter Politiker sein, wenn auch sein Privatleben in Ordnung ist und er sich zwischendurch auch mal irgendwo zu Hause fühlen darf. Kurz: Unterhaltend, fesselnd und dazu noch mit erfrischendem Sprachwitz und Wortspielen, die genialerweise auch mal im Deutschen funktionieren! Ein richtig gutes Buch und - dickes Lob an Joe - nicht so macho wie das erste!
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