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Im Namen der Anklage: Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit
 
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Im Namen der Anklage: Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit (Gebundene Ausgabe)

von Carla Del Ponte (Autor), Chuck Sudetic (Autor), Gabriele Gockel (Übersetzer), Thomas Wollermann (Übersetzer)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 2 (6. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100139119
  • ISBN-13: 978-3100139115
  • Originaltitel: Madame Prosecutor (La Caccia)
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 94.100 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wer Im Namen der Anklage. Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit aus der Feder der Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs; Carla del Ponte, und ihres Mitautors Chuck Sudetic aufschlägt, ist zunächst etwas verwirrt. Denn es beginnt mit der Aussage einer Frau, die beim Massaker von Srebrenica im Juli 1995 unter den rund 8.000 Toten lag, bevor sie mit einem Überlebenden entkommen konnte. „Als er mich verbunden hatte, bin ich auf seinem Schoß eingeschlafen, denn ich hatte schon sehr, sehr lange nicht geschlafen“, heißt es in dem Motto. Und als der Mann sie am nächsten Morgen fragt wohin sie gehen sollen, sagt die Frau: „Ich weiß es nicht.“ So eine Belanglosigkeit, erwischt man sich zu denken, steht als Motto vor einem Buch, von dem man sich ja nicht zuletzt Auskunft über Kriegsverbrechen und die Arbeit im Namen der Gerechtigkeit erhofft?

Bald schon aber wird klar, dass Im Namen der Anklage die lauten Töne gar nicht nötig hat. Einfühlsam schildert das Buch den Werdegang einer Frau, die von einer Gastwirtstochter im Tessin zur wohl wichtigsten Streiterin gegen die Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurde: von den Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien und des Prozesses gegen den serbischen Präsidenten Slobodan Milošević oder die vergebliche Jagd auf General Ratko Mladić über den Völkermord in Ruanda bis hin zum mühevollen Kampf gegen die Bürokratie des Tribunals oder zum Ringen mit Serbien um Kompromisse.

All dies ist spannend und aufschlussreich zu lesen. Im Namen der Anklage ist ein wichtiges Buch. Und es ist auch noch gut geschrieben. - Isa Gerk

Kurzbeschreibung

Bewundert und gehasst - kaum jemand polarisiert so wie die ehemalige Chefanklägerin des UN-Tribunals in Den Haag, Carla Del Ponte.
In ihren explosiven Enthüllungen schildert Carla Del Ponte freimütig, wie sie systematisch an ihrer Arbeit gehindert wurde und wie schwierig ihre kompromisslose, oft einsame Jagd nach Kriegsverbrechern im ehemaligen Jugoslawien und in Ruanda war. Eine unbeirrbare, außergewöhnliche Frau, die ihr Leben in den Dienst der Gerechtigkeit gestellt hat und dafür einen hohen Preis zahlt.Von der Wirtstochter aus einem kleinen Ort im Tessin hin zur international gefürchteten Anklägerin: Carla Del Ponte schildert überraschend offen ihren ungewöhnlichen Werdegang und ihren resoluten Kampf gegen das Verbrechen. Ob sie als Staats- und Bundesanwältin gegen die Mafia kämpfte, was ihr den Spitznamen »Carlita la pesta« eintrug, russischen Oligarchen oder dem Bhutto-Clan das Geld einfror, ob sie die gefährlichsten Kriegsverbrecher jagte, die USA offen kritisierte oder sich allein gegen die NATO stellte, immer forderte sie für die Justiz ein, auch dann zu richten, wenn es gegen sämtliche Spielregeln der Politik und Diplomatie ging.

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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen muro di gomma, 30. April 2009
"Mauer aus Gummi" für den Nicht-Italophilen.
Müsste eigentlich der Titel dieses Kraftakts sein, kommt doch diese Wendung dutzende Male im Buch vor.

Trifft auch den Kern ganz gut: Die Autorin und Titelfigur, ehemalige "Chefanklägerin" des UN-Kriegsverbrechertribunals, ist regelmäßig an diese gestoßen. Vergleichbar der berüchtigten "gläsernen Decke", an der sich hochqualifizierte Frauen oft stoßen, wurde eine derartige Gummiwand gerne eingesetzt, um anklägerische Vorhaben, nun: versanden zu lassen.

Etwa: Ratko Mladic, gesuchter Schwerstkriegsverbrecher (bosnischer Serbe), noch immer untergetaucht, mutmaßlich staatlich gedeckt. Radovan Karadzic, erst jüngst - nach Jahren unbehelligten Seins - inhaftiert. Ruanda: konsequente Verfolgung von Massenmördern - Fehlanzeige.

Jedem Menschen mit Gerechtigkeitsempfinden wird angesichts des von der Heldin Erlebten die Galle hochkommen. Vertuschen des Friedens (?) willen.

Plus: höchst interessante Causa, fesselnd erzählt.
Minus: das Stilistische. Eher getragen, weitwendig.

Insgesamt: Pflichtlektüre für Moralisten. Für die Anderen erst recht.
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5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen muss Frau/Mann gelesen haben, 25. März 2009
Im Namen der Anklage: Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit
Ich hab zwar das Buch noch nicht zu Ende gelesen aber mir ist klar warum Carla del Ponte von der Schweizer Regierung einen "Maulkorb" erhalten hat und für dieses Buch nicht werben darf. Carla de Ponte nennt die mutigen und weniger mutigen Politiker mit Namen.
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