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Im Museum: Die Treppe zum Himmel
 
 
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Im Museum: Die Treppe zum Himmel [Broschiert]

Jan-Frederik Bandel , Sascha Hommer , Frank Witzel , Brigitte Kronauer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 142 Seiten
  • Verlag: Reprodukt; Auflage: 1., Aufl. (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941099000
  • ISBN-13: 978-3941099005
  • Größe und/oder Gewicht: 24 x 20 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 824.505 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Bruder und Schwester werden versehentlich im Museum eingeschlossen und erleben in den nächtlichen Ausstellungsräumen Abenteuer - eine konventionelle Ausgangssituation. Aber der Zeitungsstrip "Im Museum" von Sascha Hommer und Jan Frederik Bandel schert sich schon in den ersten Panels nicht mehr um Konventionen und wirft erstmal die Frage auf, in was für einem Museum wir uns hier eigentlich befinden. Ausgestellt werden auf jeden Fall gleichberechtigt Naturkundliches, Kunst und Alltagskultur. Später erscheint ein Museumswärter, der allerdings weder Hilfe noch Bedrohung ist - er ist einfach nur da, nervt ein wenig und zieht weiter seine Runden. Weiter treten auf: Charles Manson, Peter Sloterdijk, Ernst Jünger. Und ein ständig gestresstes Kaninchen, dem die frühpubertierende Hauptfigur in den Bau folgt und dabei direkt ins eigene Unterbewusstsein stürzt. Kennen wir das irgendwoher? Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: "Im Museum" ist nichts für Kinder, auch wenn eine gewisse Niedlichkeitsästhetik das nahe legt. Der Band ist nicht lustig, auch wenn die Strips manchmal auf den Gag hin komponiert sind. Und es wird keine Handlung transportiert, auch wenn Inhalte vorhanden sind. Was bleibt, ist ein virtuoses Zitatspiel, das Museum als Ort angehäuften Wissens, das nur noch in Fragmenten abrufbar ist, teilweise verschüttet, teilweise verstaubt. Ein manchmal gruseliges, manchmal überdrehtes, manchmal absurdes Schlendern durch die Asservatenkammern unseres Oberstübchens. (fis)

Kurzbeschreibung

In einem Museum, das unendlich groß zu sein scheint und sich auf tropische Dschungel, die Osterinseln oder gar das Wunderland von Alice ausdehnt, erleben ein Junge und ein Mädchen bizarre Abenteuer. Dabei treffen sie auf allerlei illustre Gestalten, wozu neben dem mürrischen Museumswärter auch ein geheimnisvolles Insekt und dessen Großmutter, Charles Manson, Ernst Jünger, Fidel Castro und nicht zuletzt ein gewaltbereites weißes Kaninchen gehören.
In dem täglich in der 'Frankfurter Rundschau' erscheinenden Fortsetzungsstrip erzählen Jan-Frederik Bandel und Sascha Hommer eine Geschichte voll absurder Ideen und Abwege. Nicht nur aktuelle politische und kulturelle Ereignisse werden zitiert, auch die sogenannte Popkultur wird mit hintergründiger Ironie aufs Korn genommen.In einem Museum, das unendlich groß zu sein scheint und sich auf tropische Dschungel, die Osterinseln oder gar das Wunderland von Alice ausdehnt, erleben ein Junge und ein Mädchen bizarre Abenteuer. Dabei treffen sie auf allerlei illustre Gestalten, wozu neben dem mürrischen Museumswärter auch ein geheimnisvolles Insekt und dessen Großmutter, Charles Manson, Ernst Jünger, Fidel Castro und nicht zuletzt ein gewaltbereites weißes Kaninchen gehören.
In dem täglich in der "Frankfurter Rundschau" erscheinenden Fortsetzungsstrip erzählen Jan-Frederik Bandel und Sascha Hommer eine Geschichte voll absurder Ideen und Abwege. Nicht nur aktuelle politische und kulturelle Ereignisse werden zitiert, auch die sogenannte Popkultur wird mit hintergründiger Ironie aufs Korn genommen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
geistige achterbahnfahrt 28. Januar 2009
Von C. Horz
Von Amazon bestätigter Kauf
anspielungsreichst hintergruendigst assoziiert und hochpotenziert ironisiert geht die geschichte wie eine achterbahnfahrt in den himmel! (fortsetzung folgt taeglich in der FR)
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Deckname »Veronika« 26. April 2009
Ein amerikanischer Superheldencomic, der sich mit französischem Poststrukturalismus auseinandersetzt? Ja, das hört sich fantastisch hoch vier an, gibt's aber tatsächlich. Sasha Homers und John-Frederic Bandels »The Museum: Stairway to Heaven« (L'Auteur Est Mort Press: Fontainebleau/FL, 2008) bewerkstelligt dieses Kunststück mit links.

Homer, der bereits durch seine gelungenen Pencils und Inks bei »The Insect: Last Arthropod Crawling« (ab 2001 beim DC-Imprint Giddy Prod.) oder den Horror-Science-Fiction-Schockern »Four Eyes« und »Field Trip to Extinction« (beide bei Ataxia) positiv aufgefallen ist, und sein Texter J. F. Bandel, eine bisher unbeschriebene Sprechblase im Comic-Book-Bereich, schicken ihre Helden The Bro und The Sis auf eine Psychoreise in eine finstere Schattenzone, genannt The Museum. Dort treffen die beiden auf Mutanten, Zombies, Serienkiller, Monstergetier und allerhand andere unerfreuliche Erscheinungen, etwa den üblen Watchman (hat nichts mit dem Comicbuch der Comicbücher von Moore und Gibbons zu tun).

The Bro erinnert ein wenig an den unbeschreiblichen Rusty the Boy Robot von Miller und Darrow aus ihrem Comic von 1996. The Sis hingegen gemahnt eher an Charaktere aus dem Sword-and-Sorcery-Bereich: Die Rote Sonja, »der Weibsteufel mit einem Schwert«, ist mir gleich eingefallen. Obwohl Bro und Sis immer wieder in schier ausweglose Situationen geraten, schaffen sie es doch mithilfe ihrer überragenden Fähigkeiten, unbeschadet davonzukommen. Selbst in der brutalen Auseinandersetzung mit dem abgebrühten First Secretary bleiben sie siegreich (dessen kubanische, so viel sei verraten, Geheimidentität sie schlussendlich enthüllen können).

All das würde »The Museum« ja noch nicht aus der Masse der US-Superhero-Comics herausheben. Den Unterschied machen die Dialoge von Bandel: Stan »The Man« Lee hatte in den 1960er-Jahren noch die Strategie verfolgt, seinen Helden inmitten des wildesten Kampfgetümmels philosophische Bonmots und Betrachtungen allgemein gültiger Natur in den Mund zu legen; man denke nur an den epochalen Fight zwischen dem Silver Surfer und seinem Widersacher The Overlord, im Zuge dessen der Surfer ein aphoristisches Feuerwerk abbrennt, das seinesgleichen wahrlich sucht: »That which I plan to do cannot fail!« oder: »When all's said and done -- who is the dreamer -- and which is the dream?« Bandel hingegen plündert nun die Kunstgeschichte, ja, die Menschheitsgeschichte allgemein, bringt Referenzen zu Pop, Literatur, Schimmelpilzen und Politik, alles im Geiste semiotischer und diskursanalytischer Dekonstruktion. So findet Bro, obwohl er und Sis vom glühenden Schurken The Heat heimtückisch attackiert werden, mitten im Gemetzel Zeit für historische Belehrungen: »Of course, Veronica is the code name Che Guevara used during the battle of Golgotha. Sis, you're like totally clueless!« Dieser Referenztornado hebt bereits im Titel des Buchs an, mit seinem Verweis auf das klassische Lied »Die Treppe zum Himmel« der legendären Krautrockband Blaiblimp.

»The Museum« entwickelte sich in den USA sofort nach Erscheinen zu einem ungeheuren Campus-Erfolg, und Hollywood hat sich die Filmrechte bereits gesichert (Zack Snyder ist im Gespräch). Homer und Bandel planen indes ein groß angelegtes Crossover zu den entfernt ähnlich gelagerten Serien »The Wunderkammer« und »The Private Collection«. Man darf gespannt sein.

Sorgfältig editiert, erscheint die deutsche Übersetzung nun beim renommierten Berliner Philosophie- und Zeitgeschichteverlag Reprodukt; ein Zeichen dafür, dass Comics mittlerweile auch von der so genannten Hochkultur in Deutschland ernst genommen werden und nicht mehr nur abgetan als Schund für Kleinkinder und solche, die diesem Alter intellektuell niemals entwachsen sind. Als Übersetzerin für »The Museum« konnte übrigens eine ausgewiesene Kapazität gewonnen werden: Hiroshi Kawamata-Feichtlhuber, die für Suhrkamp vor einigen Jahren die glänzende deutsche Neuübertragung des schwierigen »Arcades Project« von W. Bendix Benjamin besorgte.
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